VfL-Stimmen

VfL-Trainer Reis nach 1:1: "Die Enttäuschung ist groß"

Engagiert während des Spiels, enttäuscht danach: Bochums Trainer Thomas Reis.

Engagiert während des Spiels, enttäuscht danach: Bochums Trainer Thomas Reis.

Foto: firo

Sandhausen.  Der VfL Bochum kam beim SV Sandhausen nicht über ein 1:1 hinaus und bleibt in der 2. Bundesliga sieglos. Wir haben die Stimmen zum Spiel!

Einer ersten Halbzeit der verpassten Chancen trauerten Spieler und Verantwortliche des VfL Bochum nach. Das 1:1 beim SV Sandhausen „tat richtig weh“, sagte Kapitän Anthony Losilla. Trotzdem sah Trainer Thomas Reis nach dem zweiten Remis im zweiten Spiel unter seiner Führung auch viel Positives. Die Stimmen zum Spiel.

Thomas Reis, Trainer des VfL Bochum: „Es ist schwierig, das Spiel einzuordnen. Wir haben eine tolle erste Halbzeit gespielt, hatten ein großes Chancenplus, aber wir haben es verpasst, in Führung zu gehen. Das sind wir dann nach der Pause. Uns war bewusst, dass Sandhausen dann alles nach vorne werfen wird mit seinen großen Spielern. In dieser Phase haben wir unsere Konter nicht gesetzt. Es fällt das Tor zum 1:1, am Ende können wir sogar noch das 1:2 kassieren. Die Enttäuschung ist groß, weil ich denke, dass wir einen Dreier hätten mitnehmen können. Trotzdem stimmt mich die Art und Weise positiv, wie sich Truppe präsentiert hat, wie sie auch spielerisch Akzente nach vorne setzen konnte. Wir sind uns aber der Situation bewusst und werden weiter daran arbeiten, drei Punkte zu holen. Wir arbeiten auch daran, dass es nach sieben Spielen ohne Sieg kein mentales Problem werden wird. Ich habe in meinen zwei Wochen hier auch viel Positives gesehen, heute war wieder ein Schritt nach vorne. Wenn man so einen Aufwand betreibt, wird man sich auch belohnen. Wir werden alles daran setzen, das so schnell wie möglich zu tun.“

Uwe Koschinat, Trainer des SV Sandhausen: „Das war ein absolut glücklicher Punktgewinn. Die Leistung des VfL war sicherlich sehr gut. Wir hatten unglaubliche Probleme, keinen guten Zugriff. Ich war sehr froh, dass wir mit einem 0:0 in Kabine kamen und in der 2. Halbzeit es anfangs geschafft haben, die Überlegenheit des VfL einzudämmen. Mit dem Punkt können und müssen wir heute gut leben.“

Sebastian Schindzielorz, Sport-Geschäftsführer des VfL: „Wir haben in der ersten Halbzeit ein ordentliches Spiel gemacht, wir hatten große Chancen. Es ist typisch für unsere Situation, dass wir nach der Führung einen Sieg nicht über die Runden kriegen. Wir hätten heute als Sieger vom Platz gehen müssen. Wir haben zu wenig Punkte und werden uns, auch auf der Mitgliederversammlung am Mittwoch, der Verantwortung stellen. Und dann werden wir versuchen, das nächste Heimspiel gegen Darmstadt zu gewinnen.“

Anthony Losilla, Kapitän des VfL: „Wir hatten locker sechs hochkarätige Chancen, wir müssen in der ersten Halbzeit zwei, drei Tore machen. Wenn man die Dinger vorne nicht macht, kassieren wir am Ende noch dieses Tor, das heute richtig weh tut. Es gab auch viel Positives, aber wir müssen irgendwann punkten. Das waren heute zwei verschenkte Punkte. Wir waren die bessere Mannschaft, aber wir müssen an unserer Effektivität arbeiten. Der Druck ist da, aber wir haben Erfahrung genug, aus dieser Situation herauszukommen.“

Danny Blum, Offensivspieler des VfL: „Wir waren in der ersten Halbzeit die klar bessere Mannschaft, wir haben wenig zugelassen und hatten drei, vier große Chancen, da müssen wir den Sack zumachen. Dann treffen wir doch zum 1:0, doch ich hatte das Gefühl, dass wir danach an Selbstvertrauen verloren haben, nicht mehr so konsequent nach vorne gespielt haben. Das 1:1 ist so bitter, so unnötig, da haben wir nicht konsequent verteidigt und kriegen noch so ein Eiertor. Bei uns herrscht derzeit Regenwetter.“

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