Handball

Flensburg schlägt Kiel und gewinnt den Handball-Supercup

Die Kieler Spieler Steffen Weinhold (l) und Hendrik Pekeler (r) versuchen, den Flensburger Goran Johannessen zu stoppen.

Die Kieler Spieler Steffen Weinhold (l) und Hendrik Pekeler (r) versuchen, den Flensburger Goran Johannessen zu stoppen.

Foto: Getty

Düsseldorf.  Im Spiel um den Supercup setzt sich Flensburg gegen den Pokalsieger THW Kiel nach einem 28:28 erst im Siebenmeterwerfen mit 4:3 durch.

Als das Nordderby tief im Westen beendet war, schloss Maik Machulla seine Spieler im Konfettiregen in die Arme. Mit 32:31 (14:13/28:28) nach Siebenmeterwerfen hatten die Handballer der SG Flensburg-Handewitt den THW Kiel besiegt. Es war das 100. Aufeinandertreffen der beiden Klubs aus Schleswig-Holstein, die Standortbestimmung beim Supercup in Düsseldorf. 9713 Zuschauer verfolgten das Duell zwischen dem amtierenden Meister aus Flensburg und dem Pokalsieger THW Kiel, es war der Vorgeschmack auf die heute beginnende neue Bundesligasaison, in der die beiden Kontrahenten erneut Titelfavorit sind.

Ausgeglichenes Spiel bis zur Schlusssirene

Und es ging in Düsseldorf gleich zur Sache, beide Teams schenkten sich nichts. 15 Minuten waren gespielt, fünf Zeitstrafen bereits vollstreckt und die Kieler lagen mit einem Tor vorne (8:7). Ein Abstand, der bis zum Schluss nur selten wuchs. Die Drei-Tore-Führung durch Kiels Patrick Wiencek in der 19. Minute (11:8) war die größte des Spiels. Ausgeglichen ging es dann weiter, bis ins direkt an die Schlusssirene anschließende Siebenmeterwerfen, in dem Kiels Spielmacher Domagoj Duvnjak im entscheidenden fünften Wurf der Kieler an Flensburgs Benjamin Buric scheiterte. „Heute haben wir richtig guten Handball gezeigt, aber wir sind trotzdem nicht Favorit auf die Meisterschaft“, sagte der 28-jährige Torhüter, der erst beim Siebenmeterwerfen aufs Feld eingewechselt wurde.

„Wir lassen den Kopf jetzt nicht hängen“, sagte Filip Jicha. Der einstige Weltklasse-Spieler hat in Kiel das Erbe von Erfolgstrainer Alfred Gislason angetreten. „Ich bin eine eigene Persönlichkeit, bringe mich, meine Erfahrungen und mein Wissen ein, um die Mannschaft zu entwickeln. Denn das ist mein Ziel“, hatte der 37-jährige Tscheche dieser Zeitung vor dem Spiel gesagt.

Flensburgs Trainer Machulla ist mit dem Spiel zufrieden

Bester Werfer der Partie war Flensburgs Johannes Golla mit acht Treffern. Auf der Gegenseite trafen Duvnjak, Magnus Landin Jacobsen und Niclas Ekberg (jeweils fünf) am häufigsten. „Wir haben die Abläufe einstudiert, das war harte Arbeit. Und wenn wir dann mit einer Topmannschaft wie Kiel mithalten können, freut uns das besonders“, gab sich Trainer Machulla zufrieden.

Die 54. Saison der Handball-Bundesliga startet am Donnerstag mit drei Spielen. Kiel und Flensburg sind erst am Sonntag gefordert. Der THW erwartet Frisch Auf Göppingen. Die SG, die Trainer Maik Machulla zuletzt zu zwei Meisterschaften in Folge führte, gastiert bei der MT Melsungen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben