Todesfall

Drama vor Füchse-Spiel: Handball-Fan stirbt nach Sturz

Füchse-Präsident Frank Steffel bittet um eine Schweigeminute vor Spielbeginn. Die Partie gegen Melsungen begann 30 Minuten später, nachdem ein Berliner Fan kurz vor dem geplanten Anpfiff in der Max-Schmeling-Halle schwer gestürzt war.

Füchse-Präsident Frank Steffel bittet um eine Schweigeminute vor Spielbeginn. Die Partie gegen Melsungen begann 30 Minuten später, nachdem ein Berliner Fan kurz vor dem geplanten Anpfiff in der Max-Schmeling-Halle schwer gestürzt war.

Foto: dpa

Berlin.  Vor der Partie der Füchse Berlin gegen Melsungen stürzte ein Fan und erlag seinen Verletzungen. Das Handball-Spiel wurde nach hinten verlegt.

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Das Spiel in der Handball-Bundesliga zwischen den Füchsen Berlin und der MT Melsungen ist von einem Todesfall überschattet worden. Vor der Partie stürzte am Eingang der Tribüne C in der Max-Schmeling-Halle ein Fan des Berliner Clubs schwer. Notarzt und Rettungssanitäter waren gleich zur Stelle, es kam aber jede Hilfe zu spät. Der Mann starb noch vor Ort in der Halle.

Der Beginn des Spiels wurde eine halbe Stunde nach hinten auf 19.30 Uhr verlegt. Die Füchse setzten dabei ihren Siegeszug durch ein 28:22 (15:15) vor 7428 Zuschauern fort. Mit dem sechsten Pflichtspielsieg in Serie zogen Füchse in der Tabelle an den Hessen vorbei. Beste Berliner Werfer waren Fabien Wiede mit sieben und Tim Mattes mit sechs Toren.

Heinevetter: "Es war eine schwierige Entscheidung"

Doch der tragische Zwischenfall drängte das sportliche Geschehen in den Hintergrund. Füchse-Präsident Frank Steffel trat vor der Partie auf das Spielfeld und verkündete die traurige Nachricht. Zuvor hatte er mit der Witwe des Gestorbenen gesprochen. „Es war eine schwierige Entscheidung, diese Partie anzupfeifen. Wir haben uns gesagt, wir ziehen das jetzt durch, weil wir mitbekommen haben, dass die Witwe dieses Spiel stattfinden lassen wollte“, sagte Füchse-Torhüter Silvio Heinevetter.

Der Todesfall hatte auch die Gäste beschäftigt, wie Melsungens Michael Allendorf zugab: „Wir sind zwar Profisportler, aber wir sind keine Maschinen. Ich glaube, es hätte sich niemand beschwert, wenn diese Partie abgesagt worden wäre. So ein Fall geht natürlich vor und es hat uns alle stark mitgenommen.“. (dpa)

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