Kane macht es mit Köpfchen

Wolgograd.   Harry Kane war außer Atem, aber überglücklich – mit einem Treffer kurz vor dem Abpfiff hat der Superstar von Tottenham Hotspur der jungen und dynamischen englischen Nationalmannschaft einen verdienten WM-Auftaktsieg gerettet. Der mit 24 Jahren jüngste Kapitän in der WM-Geschichte der Three Lions erzielte beide Tore zum 2:1 (1:1) gegen aufopferungsvoll kämpfende Tunesier, den Siegtreffer mit dem Köpfchen erst in der ersten Minute der Nachspielzeit. Mit einem Urschrei drehte Kane ab und rutschte auf Knien der Eckfahne entgegen.

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Harry Kane war außer Atem, aber überglücklich – mit einem Treffer kurz vor dem Abpfiff hat der Superstar von Tottenham Hotspur der jungen und dynamischen englischen Nationalmannschaft einen verdienten WM-Auftaktsieg gerettet. Der mit 24 Jahren jüngste Kapitän in der WM-Geschichte der Three Lions erzielte beide Tore zum 2:1 (1:1) gegen aufopferungsvoll kämpfende Tunesier, den Siegtreffer mit dem Köpfchen erst in der ersten Minute der Nachspielzeit. Mit einem Urschrei drehte Kane ab und rutschte auf Knien der Eckfahne entgegen.

„Der Hammer. Ich bin so stolz auf die Jungs, sie haben nie nachgelassen. Es war nur gerecht, dass wir es am Ende geschafft haben“, sagte der Matchwinner. Ehe der Torjäger England erlöste, hatten die Junglöwen von Trainer Gareth Southgate die unangenehmen, spielerisch limitierten Nordafrikaner phasenweise an die Wand gespielt. Dabei offenbarte der Weltmeister von 1966 allerdings eine eklatante Abschlussschwäche, die ihm beinahe zum Verhängnis geworden wäre. „Wir hätten ein paar Tore mehr erzielen können“, sagte Kane.

Mitverantwortlich für das Zittern um den Sieg war aber auch Kyle Walker, der Tunesien durch einen ausgefahrenen Ellenbogen einen sehr zweifehlhaften Foulelfmeter schenkte: Ferjani Sassi nahm dankend an und küsste umgehend nach dem 1:1 (35.) den Punkt. Kane, wer sonst, hatte die Engländer in Führung gebracht (11.). So flott wie am Montagabend vor 41 064 Zuschauern hatte eine englische Mannschaft ansonsten lange nicht mehr gespielt. Doch statt schnell das zweite Tor nachzulegen, mussten die Engländer den Gegentreffer hinnehmen.

Rote Trikots wie beim WM-Sieg 1966

Tatsächlich starteten die Engländer in ihren roten Trikots, die an die Weltmeister von 1966 um Sir Geoff Hurst erinnern sollten, fulminant. Abgesehen von den Treffern ihres Kapitäns war die Torausbeute der Engländer aber kläglich. Kane: „Wir haben gut angefangen, die zweite Halbzeit war schwierig, da haben beide Teams miteinander gerungen.“ Tunesien, das früh seinen Torhüter Mouez Hassen durch Farouk Ben Mustapha ersetzen musste, hatte bei seinen bisherigen vier WM-Teilnahmen nur ein Spiel gewonnen, 1978 in Argentinien gegen Mexiko (3:1). Zwar sagte Kapitän Wahbi Khazri: „Am Ende ist es leider ein negatives Ergebnis für uns.“ Es ließ jedoch nichts darauf schließen, dass die Nordafrikaner an diesem Abend ihren zweiten WM-Sieg feiern konnten.

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