Lieber Ronaldo als Messi

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Wer immer an sich glaubt, wird irgendwann Berge versetzen. Von Cristiano Ronaldo weiß man, dass er morgens der Erste und abends der Letzte beim Training ist, um besser, immer besser zu werden – jetzt gewann er endlich die EM. Schon jetzt ist entschieden, dass er Weltfußballer des Jahres 2016 wird. Zumindest wird ihm diese Wahl am Jahresende nicht zu nehmen sein. Schon gar nicht von Lionel Messi, seinem ewigen Kontrahenten vom FC Barcelona.

Es ist schon merkwürdig. Über Jahre galt Messi als der Liebling der Fußballfans in aller Welt. Die kleine Statur, die flinken Bewegungen, der treue Blick: wie geschaffen, um den Beschützer-Instinkt auszulösen.

Heute wissen wir: Vermutlich ist es umgekehrt. Cristiano Ronaldo ist der Nette. Der, der Waisenhäuser und kranke Kinder unterstützt und ein Herz für die übereifrigen Flitzer beim Fußball zeigt. Er mag verrückt sein, egozentrisch im Auftreten – aber ein gutes Herz hat er allemal.

Anders Messi. Er ist inzwischen ein verurteilter Steuersünder, der mit windigen Ausreden die Schuld auf seinen Vater schieben will, um aus der Sache rauszukommen. Sein Klub in Barcelona startete Samstag die lächerliche Kampagne, Messi als Opfer darzustellen, und rief weltweit zu Solidarität mit einem Mann auf, der die Spanier um Steuermillionen betrogen hat. 21 Monate Haft auf Bewährung: eine deutliche Sprache.

Dann lieber Ronaldo, der uns an seiner unerklärlichen Soap Opera jeden Tag aufs Neue teilhaben lässt.

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