Radsport

Auf das Dirt Masters in Winterberg fliegen sogar Familien

Ein Höhepunlkt des iXS Dirt Masters Festivals ist in jedem Jahr der „Whip Off“-Wettbewerb, der tausende Zuschauer in seinen Bann zieht.

Ein Höhepunlkt des iXS Dirt Masters Festivals ist in jedem Jahr der „Whip Off“-Wettbewerb, der tausende Zuschauer in seinen Bann zieht.

Winterberg.   Das Dirt Masters Festival am Erlebnisberg Kappe in Winterberg steht an – und damit atemberaubende Sprünge und halsbrecherische Abfahrten.

Das Gesetz der Schwerkraft? Es scheint für viele Mountainbike-Fahrer aufgehoben an diesem langen Wochenende in Winterberg. Sprünge, die den Zuschauern den Abend rauben; Abfahrten, die halsbrecherisch wirken. Und doch ist das Dirt Masters Festival, das von Donnerstag, 30. Mai, bis Sonntag, 2. Juni, am Erlebnisberg Kappe steigt, nicht nur ein Szene-Treffen – sondern eine durchaus familientaugliche Veranstaltung.

Das ist neu

Bereits am Himmelfahrtstag betreten kleine Sportskanonen die große Bühne. „Das Sparkassen-Kids-Race gibt es zum ersten Mal“, sagt Nico Brinkmann, Geschäftsführer des Bikeparks Winterberg. „Ab dem Laufrad-Alter“ können kleine Radsportler mitmachen, je nach Alter sogar auch auf der Abfahrts-Strecke oder im Pumptrack. Drei kleine Wettbewerbe rund um Bike-Technik und Downhill bietet die Mini-Rennserie – und ist damit ein perfekter Einstieg für den Nachwuchs in den Mountainbike-Sport.

Das Herzstück

Am anderen Ende der Adrenalin-Skala rangieren die Rennen für die Großen und für die richtig Guten. Insgesamt zehn unterschiedliche Wettbewerbe stehen auf dem Programm.

iXS Dirt Masters Bikefestival in Winterberg
iXS Dirt Masters Bikefestival in Winterberg

Die Höhepunkte sind der iXS Dowhill Cup am Sonntag, das BMO 4X Rumble (ein „Fourcross“-Rennen, wie man es auch aus dem Ski- und Snowboard-Sport kennt, Anm. d. Red.) am Freitag , das Enduro One #2 am Sonntagmorgen, sowie der Slopestyle-Contest, der am Sonntagnachmittag den Festivalabschluss bildet.

Der Mitmach-Faktor

Bei fast allen Rennen ist die Anmeldung auch für Hobbyfahrer möglich, bei vielen Wettbewerben auch beziehungsweise gar nur vor Ort. Eine Ausnahme sind die „Warsteiner Whip Offs“, die mit „knallharter Action“ werben und bei denen es besonders hoch her geht. „Es ist ein Mitmach-Event“, unterstreicht Brinkmann, „es gibt aber genug für die Besucher, die nur zum Zuschauen kommen.

Und dann gibt es ja noch die Möglichkeit, das eigene, mitgebrachte Bike auszuprobieren oder neue Modelle der Aussteller zu testen.“ Die Trails im Bikepark selbst sind während des Festivals weiterhin befahrbar.

Das Drumherum

Neues, cooles Zubehör oder lässige Klamotten gefällig? All das gibt es auf der sogenannten Expo, dem Ausstellungsgelände, das sich an die Strecken schmiegt. Außerdem ist das Dirt Masters Festival ideal für alle, die sich ein neues Mountainbike zulegen wollen, denn hier kann man sich bei unterschiedlichen Herstellern informieren und Testfahrten unternehmen. Wer nur feiern möchte: Livemusik gibt es am Freitag- und Samstagabend ab 21 Uhr auf der „Slopestyle Stage“.

Das gewisse Extra

Ab Mittwoch erfüllen die Aussteller, Wettkampf-Teilnehmer und ihre Teams den Bikepark mit Leben. „Viele bleiben auch nach ihren Rennen für den Rest des Festivals“, berichtet Brinkmann. Selbst Profifahrer schätzen die entspannte Atmosphäre unter Gleichgesinnten. „Zusammensitzen, zugucken und ein Bierchen trinken“, darauf freut sich zum Beispiel Erik Fedko, WM-Dritter im Slopestyle, aus Echthausen.

Die familiäre Stimmung, das macht den Reiz des Dirt Masters Festivals auch für Brinkmann aus. „Das ist eine Passion, hinter der jede Menge Idealismus steckt“, sagt der Organisator mit Blick auf die „sicherlich mehr als 100 Helfer“, die zum Teil ehrenamtlich dafür sorgen, dass alles läuft, die Strecken modelliert und Kurse abgesteckt haben oder sich um Sanitätsdienst und Parken kümmern.

Das Wetter

Auf trockenes Wetter hoffen die Veranstalter – und dürfen sich auf Samstag und Sonntag freuen, wenn bei frühsommerlichen Temperaturen die Sonne scheinen soll. Am Donnerstag und Freitag wird es bei Werten um 14 Grad eher bedeckt sein. Aber Mountainbiker sind ja nicht aus Zucker und so dürften zur 13. Auflage des Festivals an vier Tagen wieder bis zu 35.000 Besucher strömen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben