Fußball

Darum sorgt Marco Pometti mit dem TuS Sundern II für Furore

Für Marco Pometti, hier beim Kopfball, läuft es seit seiner Rückkehr zum TuS Sundern richtig gut. Mit der zweiten Mannschaft stellt er eines der Überraschungsteams der Saison und mischt aktuell als Tabellendritter im Aufstiegskampf der A-Liga Arnsberg mit. Nach zwölf Partien hat der starke Neuling schon acht Mal gewonnen.

Für Marco Pometti, hier beim Kopfball, läuft es seit seiner Rückkehr zum TuS Sundern richtig gut. Mit der zweiten Mannschaft stellt er eines der Überraschungsteams der Saison und mischt aktuell als Tabellendritter im Aufstiegskampf der A-Liga Arnsberg mit. Nach zwölf Partien hat der starke Neuling schon acht Mal gewonnen.

Foto: WP

Sundern.  Als Aufsteiger Dritter: Die erste Saisonphase in der Fußball-A-Liga Arnsberg läuft sehr gut für den TuS Sundern II und Marco Pometti. Die Gründe.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Von seinem 18. bis 30. Lebensjahr spielte er ausschließlich für den TuS Sundern, wählte dann für zwei Jahre eine Luftveränderung und wechselte zum SV Endorf. Seit nun mehr etwa eineinhalb Jahren ist Marco Pometti wieder beim TuS Sundern aktiv – und wie: Nach dem Aufstieg in die Fußball-Kreisliga A Arnsberg im vergangenen Sommer mischt der Spielertrainer mit seiner Mannschaft derzeit die neue Liga ganz gehörig auf. Warum es innerhalb seines Teams so gut zusammenpasst, wie er sich als Spieler selbst in der A-Liga umgestellt hat und was ihm der TuS Sundern bedeutet, erzählt Marco Pometti im Gespräch mit dieser Zeitung.

Marco Pometti, als Neuling spielt der TuS Sundern II in der Kreisliga A Arnsberg bislang eine bärenstarke Saison. Tabellenplatz drei nach zwölf Partien und 24 Punkten – ein normaler Aufsteiger ist Ihre Mannschaft nicht, oder?

Marco Pometti: Ich denke, dass uns unser Auftaktprogramm auch gut in die Karten gespielt hat. Natürlich ist es als Aufsteiger immer unser erstes Ziel, so früh es geht viele Punkte gegen den Abstieg zu holen. Uns trägt aber auch unsere Aufstiegseuphorie, die uns viel Schwung gibt. Wir merken im Training, dass alle engagiert bei der Sache sind, und das hilft uns in dieser Saison bisher sehr. Und ich würde lügen, wenn ich nicht auch häufiger auf die Tabelle schauen würde. Das ist einfach ein richtig geiles Gefühl.

Zum Ende der Vorsaison haben Sie und Ihr Team darüber gesprochen, ob ein Aufstieg in die A-Liga zu früh kommen würde. Wie lief das ab?

In der letzten Saisonphase haben wir uns darüber Gedanken gemacht. Wir haben aber gesagt, dass es nach diesem perfekten Jahr nichts Geileres gibt, als aufzusteigen. Zu Saisonbeginn war es ja nur Ziel gewesen, eine Mannschaft neu zu formieren und sich eigenständig aufzustellen.

Was macht Euch so stark?

Uns zeichnet unser Kollektiv, die Leidenschaft, aber auch das Taktische, das ich vorgebe, aus. Zudem sind wir eng zusammengewachsen. Mit Stützen wie Kerem Gönülal, Benjamin Geck, der sich auch in unseren Trainingseinheiten unter anderem für das Lauftraining engagiert, oder Andreas Aust kann ich super zusammenarbeiten. Andi Aust ist ein gutes Beispiel: Er ist 51 Jahre alt, aber ein wichtiger Spieler für uns, der seinen xten Frühling erlebt. Darüber hinaus ist Andi ein super Kerl. Es ist sicher eines unserer Geheimnisse, dass sich bei uns in der Mannschaft eben auch ein 19-Jähriger mit einem 51-Jährigen sehr gut versteht.

Sie selbst sind auch ein wichtiger Faktor für den TuS II und haben in den ersten zwölf Saisonspielen auch schon sechs Tore erzielt...

Das stimmt, aber es ist anders als noch in der Kreisliga B, als ich mich vorne reingestellt und dann getroffen habe. Jetzt in der A-Liga ist es mir wichtiger, das Spiel unserer Mannschaft zu gestalten, entweder als Zehner oder als Sechser. In der Kreisliga A spielt die Hälfte der Mannschaften auch wirklich schon Fußball, da muss man einfach mehr lenken und gestalten.

Wie lautet Ihre Spielphilosophie?

Wir möchten von hinten heraus ein Fußballspiel aufbauen, auch wenn das manchmal noch ein Risiko für unser Spiel ist, aber das Ganze ist eben auch ein Lernprozess. Wir stellen uns nicht hinten rein.

Was bedeutet Ihnen der Verein?

Ich habe für den TuS in der ersten Mannschaft in der Verbands-, Landes- und Bezirksliga sowie für die zweite Mannschaft in den Kreisligen B und A gespielt. Der Verein hat mir auch dabei geholfen, dass ich meine Trainer-B-Lizenz gemacht habe. Als dann ein Schnitt gemacht worden ist, war der Vereinswechsel für mich aus heutiger Sicht der beste Schritt.

Sie arbeiteten dann für zwei Jahre als Spielertrainer des damaligen B-Ligisten und aktuellen C-Ligisten SV Endorf. Wie war das für Sie?

Es war einfach eine gute Entscheidung, mal zwei Spielzeiten etwas Anderes kennenzulernen und dabei auch ein neues Umfeld zu erleben. Wir hatten eine tolle Mannschaft mit guten Jungs, nur habe ich irgendwann gemerkt, dass ich einfach ehrgeizig bin und den sportlichen Erfolg wieder mehr als oberste Priorität möchte. Damals kam dann der Anruf meines langjährigen Trainers Andreas Mühle (Sportlicher Leiter des TuS Sundern, Anm. d. Red.) und er fragte, ob ich mir vorstellen könnte, die zweite Mannschaft des TuS ganz neu aufzubauen.

Die Mannschaft war gerade aus der Kreisliga A in die B-Liga abgestiegen und Sie übernahmen den TuS Sundern II dann im Sommer 2018. Wie sehen Sie die Entwicklung?

Wir haben damals alles auf Null gestellt, einen ganz neuen Kader aufgebaut und dann richtig Fahrt aufgenommen. Ich bin stolz auf das, was wir bislang schon erreicht haben. Natürlich kenne ich aber auch den Fußball und weiß, dass auch mal zwei, drei wichtige Stützen verletzt oder gesperrt ausfallen können und wir dann auch eine Niederlagenserie würden verkraften müssen.

Was sind die weiteren Ziele?

Wir möchten sehr gerne bis zur Winterpause in der Kreisliga A jetzt kein Spiel mehr verlieren. Wichtig ist es für uns insgesamt, dass wir weiterhin mit Spaß bei der Sache sind und vor allem die Stimmung in der Mannschaft hochhalten.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben