Skeleton

Die Bahn von St. Moritz lässt heimische Athleten schwelgen

Skeletoni Tina Hermann beim Training auf der Natureisbahn von St. Moritz.

Skeletoni Tina Hermann beim Training auf der Natureisbahn von St. Moritz.

Foto: Viesturs Lacis / Rekords

St. Moritz.  Im Weltcup läuft es für die heimischen Skeletonis immer besser. Und jetzt wartet auf "Jacka" und Co. ein absolutes Saison-Highlight.

Wäre da nicht ein gewisser sportlicher Druck, dann stünde den Skeletonis aus dem Sauerland ein absolutes Genuss-Wochenende im schweizerischen St. Moritz bevor. Mit Blick auf die Weltcup-Rennen auf der Natureisbahn am Freitag (zwei Läufe der Männer um 9 und 10.30 Uhr, Frauen 12/13.30 Uhr) klingt Hannah Neise noch am verhaltensten. „Ich war schon ein paar Mal in St. Moritz, das letzte Mal vor zwei, drei Jahren. Bis jetzt gefiel es mir dort immer ganz gut, das Gleiten dort liegt mir gut, und deswegen freue ich mich schon darauf“, sagt die 20-jährige Pilotin.

"Wir trauen unseren Augen nicht"

Ihren Vereinskollegen beim BSC Winterberg, Alexander Gassner, bringt die erklärte Lieblingsbahn der deutschen Athleten, allerdings richtig zum Schwärmen. „Es ist jedes Jahr spannend nach St. Moritz zu fahren. Eine atemberaubende Kulisse. Die Bahnarbeiter schaffen jedes Mal das Unfassbare. Immer wenn wir dahin kommen, trauen wir unseren Augen nicht. So eine lange Bahn einfach durch den Wald zu zimmern, und dann steht sie meist auch so gut. Das Eis ist immer jedes Jahr perfekt, und da freut man sich jedes Mal darauf, dorthin zu kommen“, erzählt der Zweite in der aktuellen Weltcup-Wertung.

In der letzten Saison belegte Gassner Rang fünf in St. Moritz – aber in diesem Winter ist er besser drauf und hat größere Ansprüche. „Es ist eher eine Gleiterbahn, die mir auch liegt. Sie hat die nötige Länge, um mein Startdefizit auszugleichen. Deswegen freue ich mich und bin motiviert, diese Woche dort wieder anzugreifen“, erklärt der 31-Jährige.

Kann Lölling noch mal nachlegen?

Das klingt ganz danach, als sei St. Moritz auch für Jacqueline Lölling ein gutes Pflaster. In den beiden letzten Jahren landete die Athletin von der RSG Hochsauerland dort tatsächlich jeweils auf dem Treppchen. Dass es nach Rang drei 2019 und Platz zwei im Vorjahr nun mit dem Sieg klappt, scheint aber eine vermessene Annahme. Als Vierte im Gesamt-Weltcup ist für die Brachbacherin noch etwas Luft nach oben – bei allerdings ansteigender Formkurve. An der Begeisterung für den sogenannten „Olympia Bobrun“ im Oberengadin soll es jedenfalls auch bei ihr nicht scheitern. „Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll“, sagt „Jacka“, „die Aussicht in St. Moritz ist mega, dann scheint meistens die Sonne und es gibt ganz viel Schnee – ein absolutes Winterwonderland. Die Bahn ist mit keiner der Welt zu vergleichen. Es ist wirklich so, dass man die Schlitten fast nicht hört, weil das Eis so sanft ist.“

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