Fussball

SC Neheim: Alex Bruchhage über möglichen Oberliga-Aufstieg

Chef-Coach des SC Neheim: Alex Bruchhage.

Chef-Coach des SC Neheim: Alex Bruchhage.

Foto: Thomas Nitsche / WP

Neheim  Alex Bruchhage vom SC Neheim ist der Dauerbrenner unter den Trainern im Fußball-Sauerland. Wir haben mit ihm gesprochen.

Neheim. Alex Bruchhage geht im Sommer in seine zehnte Saison als Trainer des Fußball-Westfalenligisten SC Neheim. Die Sauerlandsport-Redaktion hat mit dem 46-Jährigen, der mit seiner Familie in Arnsberg-Niedereimer wohnt, unter anderem über die Veränderungen durch die Coronapandemie, seine Vertragsverlängerung und seine Wünsche für 2021 gesprochen.

Hallo, Herr Bruchhage. Wie erleben Sie aktuell mit Ihrer Patchwork-Familie die Coronapandemie?

Alex Bruchhage: Gesundheitlich sind wir glücklicherweise bislang unbeschadet durch die Pandemie gekommen. Allerdings ist es für alle Beteiligten aufgrund der extremen Veränderungen, unter anderem dem Arbeiten im Homeoffice, eingeschränkter Schul- und Kindergartenbetreuung sowie Einschränkungen im Kontaktbereich, schon eine sehr hohe Belastung. Besonders für unsere Kinder. Daher Kompliment an meine Frau und den Nachwuchs, wie man als Familie gemeinsam diese Situation meistert.

Vermissen Sie in dieser außergewöhnlichen Zeit den Fußball?

Ja. Auch wenn es aktuell deutlich wichtigere Dinge gibt. Ich gehe meinem Hobby sehr gerne nach.

Glauben Sie, dass der Amateurfußball durch die Pandemie und der dadurch erneuten Aussetzung des Trainings- sowie des Spielbetriebs Schaden genommen hat?

Hier muss man deutlich differenzieren. Man sollte den Fußball, gerade wenn man den sozialen Stellenwert betrachtet, vor allem im Nachwuchsbereich nicht unterschätzen. Hier fehlt mit Sicherheit derzeit eine wichtige Komponente in unserer Gesellschaft. Schaut man sich das im Seniorenbereich an, so ist die Unterbrechung mit Sicherheit nicht förderlich, aber derzeit leider nicht anders machbar.

Wann rechnen Sie mit einer Rückkehr auf den Platz?

Ich denke, dass man aktuell keine konkrete Aussage treffen kann und auch nicht treffen sollte. Ich rechne nicht damit, dass wir im Februar wieder in den Trainingsbetrieb einsteigen können. Ich hoffe aber darauf, ab März zumindest stufenweise wieder trainieren zu dürfen. Einen Start in den regulären Spielbetrieb erwarte ich frühestens im April.

Glauben Sie daran, dass die Saison in den Amateurligen tatsächlich gewertet wird?

Ich glaube, dass es in unserer Liga durchaus möglich ist, eine Saison zu spielen, die dann gewertet werden kann und aus meiner Sicht auch gewertet werden sollte. Allerdings glaube ich, dass die 50-Prozent-Regel zum Tragen kommen wird. Hierzu müssten in unserer Liga im Schnitt noch neun Spieltage gespielt werden. Diese könnte man, wenn es hart auf hart kommt und die Coronapandemie es zulässt, auch ab Mai bis Ende Juni spielen.

Der SC Neheim ist aktuell Tabellenzweiter der Westfalenliga 2 und hat nur einen Punkt Rückstand auf Spitzenreiter TuS Bövinghausen. Träumt man da schon mal vom Aufstieg in die Oberliga?

Wir sollten die Kirche im Dorf lassen. Wir haben eine sehr gute erste Halbserie der ,Hinserie’ gespielt. Wir haben aus meiner Sicht sogar mehr Punkte liegen gelassen als glücklich gewonnen. Allerdings kommen in den nächsten Spielen nun ausnahmslos die Top-Teams der Liga. Wir wollen uns im oberen Drittel festsetzen und weiterhin positive Akzente setzen. Träumen sollen andere.

Sie haben für eine weitere Saison als Cheftrainer des SC Neheim zugesagt und gehen damit im Sommer in Ihr zehntes Jahr in der Leuchtenstadt. Was waren die Gründe für die Vertragsverlängerung?

Die sind relativ einfach. Mein Hobby macht mir auch nach so langer Zeit genau in dieser Konstellation noch großen Spaß. Auch die Mannschaft, die sich seit dem Aufstieg elementar verändert hat, sowie das Team drumherum, haben fast ausnahmslos signalisiert, in der kommenden Saison weiter an Bord zu bleiben.

Was wünschen Sie sich privat und sportlich für 2021?

Ich wünsche mir privat, dass wir weiterhin gesund durch die aktuelle Situation kommen und hoffentlich bald zur Normalität sowie unserem gewohnten Leben zurückkehren können. Sportlich, und das können wir selbst beeinflussen, möchten wir unseren Weg weitergehen und dabei möglichst von Verletzungen verschont bleiben.

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