Tanzsport

So startet diese Neheimerin in ihr WM-Abenteuer

Spontan-Performance auf dem Neheimer Marktplatz: Celine Windt freut sich riesig auf ihre erste WM-Teilnahme.

Spontan-Performance auf dem Neheimer Marktplatz: Celine Windt freut sich riesig auf ihre erste WM-Teilnahme.

Foto: Philipp Bülter

Neheim.  Tanzen – und nicht umfallen: Die Neheimerin Celine Windt (21) startet nun erstmals bei Tanzsport-Weltmeisterschaften. Das nimmt sie sich vor.

Für sie ist es viel mehr als nur ein Sport. „Das Tanzen bietet mir vor allem an schlechten Tagen mit schlechter Laune einen Zufluchtsort. Sich dann auszupowern, hilft mir immer ungemein“, sagt Celine Windt. Doch auch rein sportlich betrachtet macht sich die Leidenschaft Tanzsport für die Neheimerin bezahlt: Celine Windt reist heute zusammen mit drei Teamkolleginnen zu den Weltmeisterschaften im Artistic Dance ins polnische Plock.

Konkurrentinnen und Freunde

Es ist Windts erster Start bei einem derart wichtigen Wettbewerb. Im Gespräch mit dieser Zeitung mischt sich einen Tag vor ihrer Abreise entsprechend ein wenig Aufregung mit ganz viel Vorfreude. „Überhaupt einmal bei Weltmeisterschaften zu starten, das erträumt man sich als Tänzerin. Ich find’s richtig cool, dass ich jetzt dabei bin“, sagt die 21-Jährige.

Windt tritt bei den Wettbewerben, die in der Orlen-Arena in Plock ausgetragen werden, im Urban Street Dance (ein anderer Begriff für den Hip-Hop-Tanz) an. Während bei der WM insgesamt etwa 3000 Tanzsportler aus 15 Nationen um die Titel und Plätze kämpfen werden, rechnet die Tänzerin für ihren Wettbewerb mit etwa 40 Konkurrentinnen. Zu diesen zählen mit ihrer Tanztrainerin Angela Lang und Maike Zünkler auch zwei gute Freundinnen sowie Tanzkolleginnen, mit denen Celine Windt regelmäßig in einem Paderborner Studio tanzt und bei Meisterschaften antritt. „Wir sind zwar Konkurrentinnen, sehen das aber alle ganz entspannt. Es ist einfach super, dass wir uns als Gruppe qualifiziert haben“, sagt die sportliche Blondine.

Das ist ihr Ziel

Im Zuge der Weltmeisterschaften der World Artistics Dance Federation (WADF) muss sich Celine Windt unter anderem im Solotanz dem Urteil einer fünfköpfigen Jury stellen. Die Tänzerinnen kennen die Musik, die gespielt wird, vorher nicht. Sie dürfen dann keine Choreographie „abtanzen“, sondern müssen viel mehr einen gelungenen Freestyle im Einklang zur Musik hinlegen. Wahrscheinlich müsste Celine Windt zwei Ausscheidungsrunden überstehen, ehe dann Semifinale und Finale warten würden. „Natürlich wäre eine Medaille ein Traum, aber ich habe mir vorgenommen, ins Halbfinale einzuziehen“, beschreibt sie ihr Ziel.

Celine Windt, die im November ihre Ausbildung zur Bankkauffrau bei der Sparkasse Arnsberg-Sundern abschließen wird, tanzt schon „seit ich denken kann. Der Sport hat für mich einen hohen Stellenwert und ich verbinde mit dem Tanzen viele schöne Erlebnisse“. Durch ihren Vize-Titel zuletzt bei den Deutschen Meisterschaften in Gütersloh qualifizierte sich Windt, die seit fünf Jahren deutlich mehr trainiert als zuvor, für die WM in Polen.

Zu fünft geht’s heute mit dem Auto nach Plock, ehe es dann am Samstag ernst wird. Wichtiger als Siege und Medaillen ist Celine Windt aber ihr sportliches Motto. „Lieber tanzen bis zum Umfallen, als umfallen beim Tanzen“, sagt sie und lacht.

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