Gehörlosen-EM

27 Nationen bei Leichtathletik-EM der Gehörlosen in Bochum

Alexander Bley (M.) ist einer der bekannteren deutschen Athleten bei den Meisterschaften der Gehörlosen.

Alexander Bley (M.) ist einer der bekannteren deutschen Athleten bei den Meisterschaften der Gehörlosen.

Foto: oh / Foto

Vom 22. bis zum 27. Juli finden im Lohrheidestadion in Wattenscheid die Leichtathletik-Europameisterschaften der Gehörlosen statt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Bochum. Am Sonntag füllte das Retterspiel der SG Wattenscheid 09 gegen den FC Schalke 04 die Reihen des Lohrheidestadions. Das erhoffen sich auch die Veranstalter der Leichtathletik-Europameisterschaften der Gehörlosen, die in der kommenden Woche in Wattenscheid steigen (22.-27. Juli).

Dafür wird groß aufgefahren: Mehr als 165 Athleten aus 27 Nationen gehen an den Start. „Die Zuschauer werden Top-Leistungen zu sehen bekommen“, sagt Stefan Lamertz, Sportdirektor des Deutschen Gehörlosen Verbandes.

Das deutsche Team umfasst elf Athleten

Das deutsche Team bei der EM umfasst elf Athleten, drei Männer, acht Frauen. Berechtigte Medaillenhoffnungen können sich Alexander Bley (1500 m), Nele Behrens (10 000 m) und die 4x100 Meter-Staffel der Frauen machen. „Ansonsten haben wir einige junge Sportler dabei, die wir ein bisschen ins kalte Wasser schmeißen. Wir wollen den Heimvorteil nutzen. Wir werden sehen, wozu es reicht“, sagt Lamertz.

Die stärksten Gegner sind traditionell die Staaten aus dem Osten Europas und die Türkei. In der Vergangenheit hat Deutschland etwas an Boden verloren, die Tendenz geht nun aber wieder nach oben, wie Lamertz berichtet: „Da tut sich einiges. Wir haben viele Talente, die wir fördern, um das Leistungsniveau weiter zu verbessern.“

Alles zu sehen außer Zehnkampf und Stabhochsprung

Zu sehen sind an den sechs Tagen in der Lohrheide alle Leichtathletik-Disziplinen außer Zehnkampf und Stabhochsprung, zu denen es schlicht zu wenig Anmeldungen gab. Die Eröffnung steigt am Montag, 22. Juli, um 16 Uhr mit der Eröffnungszeremonie inklusive Einlauf der Nationen durch das Marathon-Tor, anschließend fällt der Startschuss bei den ersten Sprint-Wettkämpfen.

An den kommenden Tagen bis zum 27. Juli geht es jeweils um 13 Uhr los. Zum Abschluss steigt eine große Party (20 Uhr). Am 24. Juli wird ein Ruhetag eingelegt.„Wir hoffen, dass viele Zuschauer kommen und die Athleten anfeuern“, sagt Lamertz. Dabei müssen sich die Zuschauer allerdings ein wenig umstellen: Zum Jubeln wird für die Gehörlosen nicht geschrien, sondern mit den Händen gewunken. Der Eintritt ist frei.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben