Judo

Bitter: Der Doppel-Abstieg der PSV Bochum ist perfekt

Trainer Jürgen Wagner sprach von einer „bitteren Niederlage“ für seine Judoteams.

Trainer Jürgen Wagner sprach von einer „bitteren Niederlage“ für seine Judoteams.

Foto: Jürgen Theobald (theo) / FUNKE Foto Services

Bochum.   Die NRW-Liga ist für die Judoka der PSV Bochum derzeit zu stark. Sowohl die Männer als auch die Frauen sind in die Oberliga abgestiegen.

Bitteres Wochenende für die Judo-Abteilung der PSV Bochum. Beim finalen Kampftag ist beiden Teams kein Erfolgserlebnis gelungen. Damit ist sowohl das Männerteam als auch die Frauenmannschaft abgestiegen. Beide Teams starten nun im kommenden Jahr in der Oberliga.

„Auch wenn wir es irgendwie erwartet haben, der Abstieg ist schon bitter. Dabei war der letzte Auftritt speziell bei den Männern der beste in dieser Saison. Alle im Team haben wirklich eine Top-Leistung abgerufen“, erklärte PSV-Coach Jürgen Wagner.

Männer liefern in beiden Kämpfen eine starke Gegenwehr ab

In der Tat, sowohl gegen den Tabellenzweiten BTW Bünde (3:4) als auch gegen den Tabellendritten JC Hennef (2:4) lieferten die Bochumer eine starke Gegenwehr ab. Zum Auftakt gegen Hennef brachte Jens Richter sein Team mit zwei Waza-ari-Wertungen in Front. Zwar unterlagen in der Folge Rodion Mushau, Frederik Rennebaum und Christian Leitmann, Vitaly Korel brachte sein Team dann jedoch wieder auf Kurs: Der Routinier überzeugte mit zwei Schulterwürfen gegen seinen deutlich größeren Gegner und verkürzte damit auf 2:3.

Letztes Duell entscheidet knapp die Begegnung

Im letzten Duell sahen die Zuschauer dann einen sehr ausgeglichenen Kampf zwischen Bochums Ricardo Chirco und Hennefs Alexander Neihs, den schließlich jedoch der Kämpfer aus dem Rhein-Sieg-Kreis mit einer Ippon-Wertung für sich entscheiden konnte.

Energieleistung von zwei Bochumern gegen Bünde

Gegen Bünde begann der Kampf deutlich ernüchternder als gegen Hennef: Jens Richter musste sich geschlagen geben und die –60kg-Klasse ging kampflos (nicht besetzt) an den BTW. Unbeeindruckt von dem schlechten Auftakt sorgten Rodion Munshau und Frederik Rennebaum in der Folge jedoch für den Ausgleich. „Beide haben eine Top-Energieleistung gebracht“, lobte Wagner. Weil in der Folge jedoch sowohl Christian Leitmann als auch Vitaly Korel knapp unterlagen, konnte Bünde bereits vor dem letzten Duell triumphieren. Der Sieg von Ricardo Chirco war zu diesem Zeitpunkt nur noch Kosmetik: 3:4.

Frauen haben in beiden Kämpfen keine Chance

Bei den Frauen gestaltete sich der Kampftag im Vergleich zu den Männern in beiden Aufeinandertreffen recht deutlich. Ebenfalls mit einer Kämpferin weniger im Gepäck (die -48kg-Klasse war nicht besetzt) konnte gegen den Essener JC lediglich Katharina Beck überzeugen: Nach vierminütiger Kampfzeit bezwang sie ihre Kontrahentin Annika Schlicher mit einer Waza-ari-Wertung. Alle anderen Duelle gingen indes an die Lokalkonkurrenz aus Essen (1:6).

Nur Richter punktet gegen Ostefeld

Und auch beim Duell gegen den direkten Abstiegskonkurrenten Osterfeld konnte lediglich eine PSV-Kämpferin mit einem Sieg überzeugen: Rebecca Richter gewann zum Auftakt, Osterfeld gewann alle anderen Kämpfe - 5:1. „Bei den Frauen wäre mit voller Personalstärke sicherlich mehr drin gewesen. Wir werden im nächsten Jahr wieder neu angreifen“, resümierte Wagner.

Zweite Männermannschaft steigt wohl auch sportlich ab

Weil die PSV eine zweite Männermannschaft in der Oberliga aufgestellt hat, muss diese nun eigentlich, durch den Abstieg der Ersten, zwangsweise in die Verbandsliga absteigen. Dies ist aus Sicht der PSV jedoch durchaus zu verkraften: Die Reserve steht vor ihrem letzten Oberliga-Kampftag ohnehin auf dem letzten Tabellenplatz und steigt aller Voraussicht nach auch sportlich ab.

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