Fußball - Schiedsrichter

Bochums Bezirksliga-Trainer begrüßen die neue Regelauslegung

Roger Dorny (r.), Trainer des Bezirksligisten DJK Adler Riemke, findet die Neuauslegung der alten Regeln richtig.

Roger Dorny (r.), Trainer des Bezirksligisten DJK Adler Riemke, findet die Neuauslegung der alten Regeln richtig.

Foto: Dietmar Wäsche / Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Services

Bochum.  Seit Beginn der Rückrunde legen die Fußball-Schiedsrichter die Regeln konsequenter aus. Bochums Trainer finden das gut.

Die Änderungen bei der Regelauslegung durch die Schiedsrichter haben auch Bochums Fußballtrainer mitbekommen. Natürlich. Alle sind eben nicht nur Trainer, sondern auch Fußball-Fans. Vor allem aber haben sie schon viele Spiele gesehen und auch als Trainer begleitet. Sie wissen, welch schwierigen Job die Schiedsrichter bisweilen haben. Entsprechend positiv stehen sie den Änderungen gegenüber. Auch wenn sie sich nicht sicher sind, ob das, was da von oben vorgelebt wird, auch unten ankommt.

Für Roger Dorny, Trainer des Bezirksligisten DJK Adler Riemke hat die Medaille zwei Seiten. „Einerseits ist es klar, dass man auf dem Platz die Schnute zu halten hat. Ich habe mich auf dem Platz zu benehmen und Lamentieren ist komplett überflüssig. Deshalb finde ich die Neuauslegung der alten Regeln auch richtig.“ Auf der anderen Seite seien die Schiedsrichter bisweilen aber auch selber Schuld, wenn es zu Rudelbildungen und schwierigen Situationen käme. „Wenn man von vorneherein richtig durchgegriffen hätte, dann hätte sich die ganze Diskussion erledigt.“

Die Handballer zeigen, wie es funktioniert

Ingo Bredenbröcker, Trainer des Bezirksligisten TuS Harpen, ist sich nicht sicher, ob das der richtige Ansatz ist. „Ich glaube, solange der Schiedsrichter keine Souveränität ausstrahlt, ist es auch egal, mit wie vielen Karten er rumfuchtelt.“ Bredenbröcker würde es begrüßen, wenn der Verband oder Kreis vorab reagieren würde, wenn sich andeutet, dass es ein besonders emotionales Spiel werden könnte. „Man sollte zu besonders riskanten Spielen lieber zwei oder mehr Schiedsrichter hinschicken. Natürlich kann das aber nur dann funktionieren, wenn die Kapazität der Schiris es hergibt, ansonsten bleibt das eine Wunschvorstellung.“

Maximilian Wagener, Trainer des Bezirksligisten SV Phönix Bochum kann nichts Nachteiliges an der veränderten Herangehensweise finden. Er verweist auf eine andere Sportart, in der es auch immer wieder zu hartem Körperkontakt kommt. „Ich finde diese neue Vorgabe sehr gut, auch wenn ich als Spieler selbst sehr laut war. Ich war begeistert als ich bei der Handball-EM gesehen habe, wie die Schiedsrichter dort in Ruhe gelassen werden. So sollte es beim Fußball auch funktionieren.“

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