2. Liga

Bochums Stürmer Hinterseer: 99 Prozent reichen nicht

Der Mann des Tages am 17. März 2018: Lukas Hinterseer (l.) wird von seinen Teamkollegen gefeiert, in Sandhausen traf er dreimal. Foto:firo Sportphoto/Kaspar-Bartke

Der Mann des Tages am 17. März 2018: Lukas Hinterseer (l.) wird von seinen Teamkollegen gefeiert, in Sandhausen traf er dreimal. Foto:firo Sportphoto/Kaspar-Bartke

Grumme.   Drei Treffer erzielte Lukas Hinterseer vor knapp einem Jahr in Sandhausen. Sonntag gastiert sein VfL Bochum erneut am Hardtwald.

Elf Tore hat Lukas Hinterseer in dieser Saison erzielt für den VfL Bochum, zehn waren es in der Rückrunde der Vorsaison – davon drei in Sandhausen. Nach einem 0:2-Rückstand schlug der Stürmer drei Mal zu, es war sein erster Hattrick in einem Ligaspiel. „Das war schon etwas Besonderes für mich“, sagt der 27-Jährige vor dem Wiedersehen im Stadion am Hardtwald am Sonntag (13.30 Uhr).

Bochum spielt ohne Abstiegssorgen

Doch kurz vor dem zweiten Liga-Spiel des Jahres wischt er die Gedanken an den März 2018 schnell beiseite. Damals sorgte die Wende in Sandhausen für einen wichtigen Satz Richtung Klassenerhalt. Diesmal steht nur der Gastgeber unten drin. Bochum dagegen, erstmals seit der Saison 2015/16 zu diesem frühen Zeitpunkt schon völlig befreit von Abstiegssorgen, blickt nach oben. Vier Punkte beträgt der Rückstand auf den Dritten und Vierten, auf Union Berlin und den FC St. Pauli, die am Montag aufeinandertreffen.

„Es ist immer unangenehm, in Sandhausen zu spielen, das wird ein schweres Spiel“, zeigt Hinterseer den nötigen Respekt vor dem Gegner, der das Hinspiel in Bochum auch nur knapp mit 0:1 verloren hat, dank eines Treffers von Robert Tesche. „Wir müssen 100 Prozent geben. Dann bin ich mir sicher, dass wir auch etwas holen können“, sagt Hinterseer und betont: „99 Prozent reichen nicht.“

Butscher: Für uns zählt nur Sandhausen

So sieht es auch Heiko Butscher. Der Co-Trainer, der so schnell und souverän reden kann wie Sprint-Star Usain Bolt einst rannte, drückt es so aus: „Für uns zählt Sandhausen, Sandhausen und nochmal Sandhausen, zu 100 Prozent“, sagt er, angesprochen auf die Tabellen-Lage. „Wir dürfen nicht weitergucken als auf das Spiel in Sandhausen. Aber wir haben immer gesagt, dass wir die Chance ergreifen wollen, wenn sie da ist und wir solange wie möglich dran bleiben wollen.“

Butschers Karriere begann als Student sogar in Sandhausen, nach einem Jahr beim dortigen Oberligisten startete der Ex-Verteidiger durch, zog weiter zum VfB Stuttgart, später spielte er dann für den VfL Bochum, Freiburg, Frankfurt. Dass er Respekt hat vor dem Gastgeber, erklärt er aber aus der Aktualität heraus: „Sandhausen hat eine unheimlich gute Ordnung, ist sehr gut im Spiel gegen den Ball und zeigt schnelle Umschaltaktionen.“

Mit Soares, wohl ohne Lee und Kruse

Wer zum Kader zählt, ließ Butscher am Tag vor der Abreise offen. Vermutlich gibt es nur eine Änderung, werden Chung-Yong Lee und Robbie Kruse geschont. Sie seien körperlich und mental noch nicht bei 100 Prozent. Butscher: „Es wird von Tag zu Tag besser, wir entscheiden das am Samstag.“

Tim Hoogland wird beim VfL sicherlich seinen Stammplatz wieder einnehmen und Moritz Römling dafür Spielpraxis sammeln in der A-Jugend. Back-up für Linksverteidiger Danilo Soares, der nach einem Tag Pause wieder mittrainierte, wäre dann Stefano Celozzi.

Hoogland „war in der Hinrunde absoluter Leistungsträger, er geht voran. Wir sind froh, dass er wieder spielen kann“, sagte Butscher. Wer neben ihm verteidigt, ist offen. An Patrick Fabian „wissen wir, was wir haben“, auch Dominik Baumgartner aber habe sich „top integriert“.

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