Fußball

Concordia Wiemelhausen: Heipertz will weiter nach oben

Zum Jubeln gab es oft Grund genug für die Spieler von Concordia Wiemelhausen.

Zum Jubeln gab es oft Grund genug für die Spieler von Concordia Wiemelhausen.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Bochum.   Schritt für Schritt nach oben will Concordia Wiemelhausen, sagt Trainer Jürgen Heipertz. Einige Zugänge verstärken den Fußball-Westfalenligisten.

Für Wiemelhausen ging es in den vergangenen Jahren unter Trainer Jürgen Heipertz immer aufwärts, da macht die vergangene Saison keine Ausnahme. Am Ende stand in der Westfalenliga Rang sieben, für die Concordia ist das die beste Platzierung der Vereinsgeschichte. In der kommenden Saison soll sich die Erfolgsgeschichte fortsetzen. „Wir wollen uns immer verbessern. Das bedeutet, dass wir im oberen Drittel landen wollen“, kündigt Heipertz an.

Vom Stotterstart bis zu einer Sieges-Serie

Bis zu Platz sieben war es in dieser Spielzeit ein weiter Weg. Die Saison begann stotternd. Nach einem Auftaktsieg gegen Marl-Hüls folgten vier Niederlagen. Dabei plagten Verletzungsprobleme die Wiemelhauser, die sich aber mit einem 2:2 gegen den Ligafavoriten RSV Meinerzhagen zurückmeldeten. „Das hat uns aufgebaut und gezeigt, dass es geht. Danach haben wir die Kurve gekriegt und bis zur Winterpause ordentlich Punkte gesammelt“, erzählt Heipertz. Eine sechs Spiele währende Siegesserie spülte die Concordia zwischenzeitlich bis auf Platz fünf. Vor allem gegen die großen Gegner sammelten die Bochumer Achtungserfolge, ob gegen Finnentrop, Erkenschwick oder Wanne-Eickel. Auch Meinerzhagen wurde im Rückspiel 4:3 geschlagen. Für Heipertz „eine Wahnsinnsleistung, das beste Spiel der Saison“.

Gegen potenziell schwächere Teams lässt Concordia Punkte liegen

Trotzdem ist der Trainer nicht voll zufrieden, denn gegen viele Teams aus der unteren Tabellenhälfte blieb Wiemelhausen hinten den Erwartungen zurück. Gegen die späteren Absteiger Kirchhörde und Horst-Emscher etwa sprangen insgesamt nur zwei Zähler heraus. Und im Saisonendspurt blieb die Concordia fünf Spiele ohne Sieg. „Das ist schon auffällig, dass wir viele Punkte gegen die Teams von unten liegen gelassen haben. Das müssen wir aufarbeiten, da fehlte die Abgezocktheit“, findet Heipertz: „Insgesamt können wir aber stolz auf diese Saison sein.“

Mit Markus Scherff hat sich Wiemelhausen einen Routinier geholt

Zur neuen Spielzeit hat sich Wiemelhausen in Person von Markus Scherff eine gute Portion Abgezocktheit ins Team geholt. Der 33-jährige Spielmacher bringt Erfahrung aus der Oberliga mit, spielte zuletzt beim Kirchhörder SC und empfahl sich auch mit einem Treffer gegen Wiemelhausen. „Genau so ein Spielertyp fehlte uns noch. Er hat eine tolle Technik und auf dem Platz die richtigen Ideen. Er kann ein wichtiger Spieler werden“, glaubt Heipertz.

Ansonsten wurde bei den 13 Neuzugängen vor allem auf entwicklungsfähige Spieler gesetzt – sowohl aus der eigenen Jugend als auch aus anderen Talentschmieden. Die Eigengewächse Zakaria Benai, Louis Haarmann und Joshua Iwanowski haben sich in der vergangenen Saison bewiesen und gehören nun fest zum Team.

Die Neuzugänge: Cedrik Hukpka kennt Heipertz noch aus der VfL-Jugend

Neu stoßen die U19-Talente Tim Schwindt und John Fuginski hinzu. Von Außen kommen interessante Spieler wie unter anderem Cedrik Hupka, den Heipertz noch aus VfL-Jugendzeiten kennt, TuS Hattingens Torjäger Tim Wasserlos oder der Ex-Hordeler Jassin Bousouf, der im Westfalenpokalfinale für Altenbochums Sieg gegen die Concordia gesorgt hatte.

„Der Verein ist auf dem richtigen Weg. Es kann nur funktionieren, wenn wir junge Spieler, auch aus den eigenen Reihen einbauen“, sagt Heipertz, der mit der Transferbilanz zufrieden ist: „Ich denke, wir haben mit den Neuzugängen an den richtigen Stellschrauben gedreht. Ich bin auch froh, dass die Kaderplanung schon zu so einem frühen Zeitpunkt abgeschlossen war. Wir haben eine gute Mischung gefunden und viele Optionen für die neue Saison.“

Mit dem neuen Kader werden auch neue Ziele anvisiert. „Wir müssten, wenn alles normal läuft, oben mitspielen können. Wir sind aber nicht so vermessen, dass wir jetzt auf den Aufstieg schielen. Wir wollen weiter Schritt für Schritt nach vorne kommen“, so Heipertz.

Vier Fakten zur alten und neuen Saison

Top-Torjäger bei der Concordia und in der gesamten Liga war wieder Xhino Kadiu, der mit 28 Treffern einen Großteil der Wiemelhauser Tore (57) erzielte. „Er war eine große Stütze. Den anderen fehlte diese Durchschlagskraft“, so Heipertz.

Mit 55 Gegentoren hat die Concordia nach dem Geschmack ihres Trainers zu viel kassiert. Keine Schuld trifft Thorben Schmidt, der in dieser Saison vom dritten zum ersten Torhüter aufgestiegen ist und Wiemelhausen so manchen Punkt gerettet hat. „Er ist eine der Entdeckungen der Saison“, findet Heipertz.

Ein Lob spricht Heipertz auch an seinen Co-Trainer Daniel Oehlmann aus, der seit dieser Saison mit an der Seitenlinie steht: „Wir ergänzen uns einfach sehr gut und profitieren voneinander.“

Noch rund einen Monat können die Wiemelhauser durchschnaufen. Trainingsstart ist am 9. Juli.

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