Fussball Kreisliga B

Der Abstiegsplatz für die Batenbrocker RK zum Platz-Abschied

Das letzte Spiel an der Beckstraße wurde für die Batenbrocker Ruhrpott-Kicker zu einer staubigen und ärgerlichen Angelegenheit.

Das letzte Spiel an der Beckstraße wurde für die Batenbrocker Ruhrpott-Kicker zu einer staubigen und ärgerlichen Angelegenheit.

Foto: Andreas Hofmann / WAZ

Bottrop.  Im letzten Heimspiel der Vereinsgeschichte verlieren die Batenbrocker RK mit 2:4 gegen BW Fuhlenbrock und rutschen auf den Abstiegsplatz.

Einen deprimierenden Nachmittag erlebten am Sonntag die Batenbrocker Ruhrpott-Kicker. Die Mannschaft präsentierte sich nur fünf Minuten B-Liga-tauglich, verlor das Derby gegen BW Fuhlenbrock mit 2:4 und rutschte auf den Abstiegsplatz. Jetzt wartet ein Endspiel auf Rheinbaben.

15.03 Uhr. Während auf den anderen Plätzen der Ball längst rollt, steht die Batenbrocker Asche still. Für knapp 45 Zuschauer eine gute Nachricht, die kurz ohne Staubwolken im Gesicht auskommen. Nur in einer Ecke herrscht Betrieb, wo seit wenigen Augenblicken die Hausherren warm laufen. Von Gegner BW Fuhlenbrock oder vom Unparteiischen fehlt jede Spur. Sieht so eine der entscheidenden Partien um den Klassenerhalt aus?

Schiedsrichter dreht Extra-Runde

„Heute werden Hartplatzhelden geboren“, frohlockt noch ein Anhänger der Rot-Schwarzen, dem Anpfiff entgegen fiebernd. Doch der kommt einfach nicht. Stattdessen laufen die Teams ein. Erheiterung bei den Spielern, kein Applaus vom Publikum. Demotivierend. Auch nicht zur Motivation trägt bei, dass Schiedsrichter Andreas Lissok die beiden Auswechselbänke noch von spielfernem Personal räumt – Batenbrocker Knieversehrte humpeln davon. Los geht es erst um 15.11 Uhr.

Weitere Rückschläge folgen für die Ruhrpott-Kicker im ersten Durchgang. Oder eher Niederschläge, denn Fuhlenbrocks Anel Mlinarevic fällt Kevin Balgar von hinten. Und dann trifft der Tabellendritte auch noch: Edin Kovac versenkt eine Ecke von Marcus Thauer (19.), sieben Minuten später stellt Marcel Weiß auf 2:0 – mit einer schönen Kombination von Hinterlaufen bis Doppelpass, die auf der Anlage so sonst nur A-Kreisligist Dostlukspor zelebriert. Der Rest der Hälfte plätschert vor sich hin. Batenbrocker Gefahr gibt es nicht, lediglich die Asche leidet unter Wühl-Aktionen.

Batenbrocker Ruhrpott-Kicker kommen mit neuem Schwung aus der Kabine

Für die letzten 45 Minuten der Vereinsgeschichte an der Beckstraße nimmt sich Batenbrock nochmal einiges vor – und überrascht. Kai Willi Willerts Schuss blockt der Gegner in höchster Not, Sascha Hockertz findet zweifach seinen Meister in BW-Keeper Robin Göbler (63., 64.). Dann passiert es doch: Hockertz hält nach dem Motto „aller guten Dinge sind drei“ einfach drauf, abgefälscht trudelt der Ball ins Netz. Während Robin Göbler tobt, kicken die Fuhlenbrocker weiter nur im Energiesparmodus – und werden dafür bestraft.

Batenbrocks Nummer neun Sascha Hockertz steht am Ende einer Kombination vor dem Abschluss, ehe Adrian Reiss ihn von hinten umrempelt. Elfmeter, Willert, Tor, ein Hauch von Sensation. Doch so schnell der Punktgewinn in Reichweite rückt, so schnell entfernt er sich auch wieder. Der Spielverderber ist wieder Kovac, der einen ruhenden Ball von Hendrik Schloßarek allein gelassen über die Linie drückt (78.). 30 Sekunden später schießt Reiss die Ruhrpott-Kicker endgültig auf den Abstiegsplatz – und ins Endspiel kommende Woche gegen Fortuna Bottrop III.

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