Sportabzeichen

Die Bochumer Bevölkerung ist fit

Ein Querschnitt durch die Bevölkerung bei der Ehrung in der Bochumer Sparkasse. Vertreter der Schulen und Vereine haben zusammen gefunden.

Ein Querschnitt durch die Bevölkerung bei der Ehrung in der Bochumer Sparkasse. Vertreter der Schulen und Vereine haben zusammen gefunden.

Foto: Svenja Hanusch / FUNKE Foto Services

5667 Bochumer haben im vergangenen Jahr das Deutsche Sportabzeichen abgelegt. Das ist eine Steigerung von 10 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahr.

Bochum ist fit: Insgesamt 5667 Menschen haben im Jahr 2018 hier das Deutsche Sportabzeichen abgelegt, ein Spitzenwert in NRW und eine Steigerung um mehr als 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, bei den Jugendlichen sogar um 20 Prozent. Der Stadtsportbund und die Sparkasse Bochum rühren dafür jedes Jahr die Werbetrommel. Die fleißigsten Vereine und Schulen wurden nun für ihr Engagement geehrt.

Bei den kleinen Vereinen (bis 100 Mitglieder) lag der Friesenkampf-Fechtclub d’Artagnan vorne: 30 der 51 Sportler und damit fast 60 Prozent des gesamten Clubs verdienten sich im vergangenen Jahr das Sportabzeichen. Dahinter landeten die IceStars Cheerleader (35,7 Prozent) und die DJK Wanderglück 1910 (17,9 Prozent). Ganze 76,2 Prozent seiner 231 Sportler konnte die Leichtahtletik-Abteilung des VfL Bochum zum Sportabzeichen motivieren. Damit lag der VfL bei den Vereinen bis 300 Mitglieder klar vor dem Schwimmverein Bochum 03 (47,8 Prozent) und dem SV Langendreer 04 (38,6 Prozent).

Zwei Klubs schaffen die 10-Prozent-Hürde

Von den großen Clubs schafften zwei die Zehn-Prozent-Hürde: Platz eins ging an die TLG Weitmar (20,4 Prozent) und Rang zwei an den USC Bochum (11,2 Prozent).„Den Kindern macht es viel Spaß. Beim Sportabzeichen können sie engagiert ein Ziel verfolgen. Das bringt sie auch im Leben voran. Bei uns machen das fast alle Mitglieder, auch bis ins hohe Alter. Der Älteste ist 62 Jahre“, erzählt Bertram Hense, zweiter Vorsitzender bei der VfL-Leichtahtletik: „Über die 200 Euro Prämie freuen wir uns sehr, die können wir gut gebrauchen.“

Der erste Preis bei den weiterführenden Schulen ging nach Wattenscheid an die Pestalozzi-Schule, wo 254 der 699 Schüler das Sportabzeichen ablegten (36,3 Prozent). Dahinter folgten die Hildegardis-Schule (32,2 Prozent) und die Heinrich-von-Kleist-Schule (27,8 Prozent). Bei den Grundschulen lag die Natorpschule mit 173 Sportabzeichen (82,4 Prozent) vorne. Platz zwei sicherte sich die Gräfin-Imma-Schule (78,8 Prozent) knapp vor der Frauenlobschule (75,6 Prozent), die dafür den Klassenwettbewerb gewann.

Jeder kann und soll mitmachen

„Gerade in heutigen Zeiten ist es wichtig, dass die Kinder auch Spaß am Sport haben. Beim Sportabzeichen sind bei uns alle motiviert. Alle sind hinterher, das Abzeichen zu bekommen und am Ende einen Pokal für die Schule zu gewinnen. Das fördert auch das Gemeinschaftsgefühl und hat eine gewisse Nachhaltigkeit, denn die Kinder setzen sich mit dem Thema auseinander“, sagt Barbara Mauss, Sportlehrerin an der Gräfin-Imma-Schule.

Das ist ganz im Sinne des Veranstalters, wie Rüdiger Stenzel vom Stadtsportbund erläutert: „Jeder kann und soll mitmachen. Wir finden, es ist eine tolle Möglichkeit, die Menschen in Bewegung zu bringen.“ Die Vereine, Schulen und auch viele private Gruppen nehmen das Angebot gerne an – im Vergleich der NRW-Städte liegt Bochum regelmäßig vorne. Auch diesmal gab es eine Einladung zum Finale im Juni. Das bedeutet auf jeden Fall eine Platzierung unter den ersten Vieren. Stenzel: „Wir freuen uns über die tolle Resonanz und wollen uns weiter steigern.“

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