2. Liga

Drei besonders glückliche Sieger beim VfL Bochum

Der Mann des Tages: Lukas Hinterseer, der seine Saisontreffer 15 bis 17 erzielte gegen Fürth, holt sich die Glückwünsche von Thomas Eisfeld (l.) und Stelios Kokovas ab. Foto:Udo Kreikenbohm

Der Mann des Tages: Lukas Hinterseer, der seine Saisontreffer 15 bis 17 erzielte gegen Fürth, holt sich die Glückwünsche von Thomas Eisfeld (l.) und Stelios Kokovas ab. Foto:Udo Kreikenbohm

Grumme.   Lee ist nicht mehr müde, Eisfeld ist in der Startelf, Hinterseer empfiehlt sich weiter für größere Klubs. Ersatz muss her für die Saison 2019/20.

Einen Platz geklettert ist der VfL Bochum nach dem 3:2 gegen Fürth, als Tabellenzehnter hinkt man den eigenen Erwartungen allerdings weiterhin arg hinterher. Ein Blick zurück nach vorn vor dem Spiel in Darmstadt – und vor der Saison 2019/20.

Eisfeld freut sich über sein Startelf-Comeback

Thomas Eisfeld zählte sicherlich zu den Glücklichsten unter den glücklichen Siegern. Seit über vier Jahren ist der Mittelfeldspieler beim VfL Bochum, Verletzungen warfen ihn immer wieder zurück, Knieproblemen und einer zu späten Operation fielen zwei Drittel dieser Saison zum Opfer. Viermal wurde er am Ende eingewechselt in den vier Partien zuvor, gegen Greuther Fürth durfte der 26-Jährige erstmals in dieser Spielzeit von Beginn an ran. Eisfeld zeigte als Partner von Anthony Losilla im Zentrum einige gute Aktionen, es gibt aber auch noch reichlich Luft nach oben, nicht nur körperlich.

„Mir fehlt noch die Spielpraxis, die Spritzigkeit, daran will ich arbeiten“, sagte er selbst. „Aber auf der Leistung kann ich aufbauen.“

Chung-Yong Lee trumpft auf wie im Vorjahr

Chung-Yong Lee schlug als Volltreffer ein beim VfL Bochum, nach dem Asien-Cup aber kehrte er sichtlich erschöpft zurück. Gegen Fürth trumpfte Lee erstmals wieder so auf wie im Vorjahr. In der Rangliste „Top-Feldspieler“ der 2. Liga des kicker-Sportmagazins belegt er mit seiner Durchschnittsnote (2,97) Platz sechs – als bester Bochumer hinter Kölns Cordoba, Terodde und Mere, Paderborns Klement und Kiels Kinsombi. Kein schlechtes Zeugnis für den 30-jährigen Südkoreaner, der an allen drei Hinterseer-Toren maßgeblich beteiligt war.

Hinterseer wird immer begehrter

Lukas Hinterseer hat mit seinem vierten Hattrick in seiner zweiten Saison für den VfL Bochum selbst Star-Sänger Herbert Grönemeyer ausrasten lassen vor Freude. Trainer Robin Dutt schwärmte nicht zum ersten Mal von seinem Torjäger, sportlich und charakterlich. Und natürlich würde man ihn gerne halten in Bochum. Mit 17 Saisontreffern freilich hat sich Hinterseer nachdrücklich empfohlen.

Vermutlich wird der Stürmer, der sich diplomatisch geschickt weiterhin alle Türen offen hielt, den Klub verlassen. Es wird wohl die Königsaufgabe von Sport-Geschäftsführer Sebastian Schindzielorz sein, einen adäquaten Ersatz zu verpflichten. Ohne Lukas Hinterseer, der sich ja obendrein nie zu schade ist, die Bälle auch aus dem eigenen Strafraum zu köpfen, stünde der VfL jedenfalls aktuell tief im Abstiegskampf.

Die neue 2. Liga könnte noch ausgeglichener sein

Mindestens vier neue Gegner bekommt der VfL kommende Saison. Noch stehen die Auf- und Absteiger in allen drei entscheidenden Ligen nicht fest. Stand jetzt würden Köln und Hamburg die 2. Liga verlassen, aus der 1. Liga kämen Hannover und Nürnberg. Zwei Klubs, die kräftiger sind als Bochum – aber wirtschaftlich nicht so stark wie Köln und der HSV.

Aus der 3. Liga steigt sicherlich Osnabrück auf, um Platz zwei streiten sich Wiesbaden, Karlsruhe und Halle. Die 2. Liga verlassen würden Duisburg und Ingolstadt.

Mentale Stärke und Verjüngung sind nötig

Damit könnte die 2. Liga in der neuen Saison sowohl mit Blick nach oben als auch nach unten noch etwas ausgeglichener besetzt sein als in dieser Spielzeit.

Trainer Dutt und Manager Schindzielorz sind gefordert, eine mental stärkere Mannschaft zu formen, die mehr Konstanz an den Tag legt und im Schnitt auch jünger ist als der Stamm dieser Spielzeit. Dafür ist es erforderlich, neben Offensivkräften auch für die Viererkette, sowohl innen als auch außen, starke Alternativen zu verpflichten.

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