Leichtathletik

Dutkiewicz gegen Roleder: Ein Weltklasse-Duell bei der DM

Konkurrentinnen auf der Bahn, faire Sportlerinnen nach dem Rennen: Pamela Dutkiewicz (l), Cindy Roleder nach dem Hallen-DM-Finale vor einem Jahr. Foto:Bernd Thissen

Konkurrentinnen auf der Bahn, faire Sportlerinnen nach dem Rennen: Pamela Dutkiewicz (l), Cindy Roleder nach dem Hallen-DM-Finale vor einem Jahr. Foto:Bernd Thissen

Wattenscheid.   Ein Höhepunkt der Leichtathletik-DM in Leipzig ist das Duell der Hürdensprinterinnen Pamela Dutkiewicz (Wattenscheid) und Cindy Roleder (Halle).

Ausverkauft ist die Halle in Leipzig, am Samstag und am Sonntag. Für gute Stimmung auf den Rängen dürfte gesorgt sein – und für Topleistungen sollen zahlreiche EM-Stars sorgen. Mittendrin: die deutschen Weltklasse-Hürdensprinterinnnen Pamela Dutkiewicz und Cindy Roleder.

National und international liefern sich die beiden seit Jahren packende Duelle, in denen meist nur Kleinigkeiten entscheiden, in Zeiten ausgedrückt: zwei, drei Hundertstelsekunden.

War zunächst Roleder, 29, auch dank ihrer Erfahrung und Nervenstärke gerade bei größeren Meisterschaften der Wattenscheiderin noch ein Stück voraus, hat Dutkiewicz, 27, längst aufgeholt und in der vergangenen Saison den Spieß komplett umgedreht. Zumindest unter freiem Himmel: Bei den Europameisterschaften landete die Deutsche Meisterin als Zweite knapp vor Cindy Roleder, die Bronze holte.

Hallen-Titel geht nur über die beiden

In der Halle hatte Dutkiewicz vor zwei Jahren den Titel vor Roleder geholt, 2018 schlug die Sprinterin des SV Halle aber in Dortmund zurück: 1. Roleder, 2. Dutkiewicz. Doch auch unterm Dach glückte in dieser Saison, in der Dutkiewicz ihre Rennen bisher alle gewann, bereits die Vorab-Revanche, sozusagen: Beim Istaf in Berlin setzte sich die Wattenscheiderin durch – mit zwei Hundertstelsekunden Vorsprung. Auf Roleder, versteht sich.

Ein knappes Ding. Auch am Samstag dürfte wieder Spannung garantiert sein, wenn das Finale um 17.50 Uhr über die Leipziger Bahn geht. Auch wenn Louisa Grauvogel (TSV Bayer 04 Leverkusen) und Franziska Hofmann (LAC Erdgas Chemnitz) schon gute Zeiten rannten, dürfte es für sie nur um Rang drei gehen. Hier will auch Wattenscheids Monika Zapalska ein Wörtchen mitreden.

Auch bei der EM ist alles möglich

Pamela Dutkiewicz will auch in zwei Wochen bei der Europameisterschaft an den Start gehen, auch in Europa führt sie ja die Jahresbestenliste mit ihren 7,89 Sekunden vor Roleder (7,91) an.

Im schottischen Glasgow auflaufen wird auch Marius Probst, der sein EM-Ticket über 1500 Meter bereits in der Tasche hat. Auf dieser Strecke geht er wohl auch in Leipzig an den Start, das Finale steigt am Sonntag um 15.15 Uhr.

Einige Top-Athleten haben allerdings in dieser Woche noch abgesagt. Darunter sind Wattenscheids Weitspringerin Sosthene Moguenara, Erfurts Sprinter Julian Reus und auch Zweibrückens Stabhochsprung-Star Raphael Holzdeppe. Sollte der Wattenscheider Malte Mohr seine Saisonbestleistung von 5,56 Metern bestätigen oder sogar steigern, ist eine Medaille greifbar. In Leipzig startet der Bochumer als Nummer zwei hinter Favorit Bo Kanda Lita Baehre.

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