Westfalenliga

Heimpleite zum Auftakt

Foto: Gero Helm

Hordel.   Hordel verliert gegen Wickede, Wiemelhausen nimmt einen Punkt aus Gelsenkirchen mit.

DJK TuS Hordel -
BV Westfalia Wickede 1:2 (0:2)

Hordel: Gerlach - Schürmann, Stöhr, Helfer, Severich (82. Post) - Finkelstein (75. Ufer), Erdelt, van der Heusen, Michen - Charles, Fell

Tore: 0:1 (8.), 0:2 (Foulelfmeter, 28.), 1:2 Severich (69.)

Die DJK hat den Start in die Rückrunde verschlafen: In der ersten Halbzeit zeigten die Hordeler sich wenig konzentriert und konnten den Rückstand trotz einer Leistungssteigerung nicht mehr aufholen. „Man hat gesehen, dass wir immer über 90 Minuten eine Top-Leistung bringen müssen – sonst wird es schwierig für uns“, sagte Trainer David Zajas.

Beide Teams schmissen sich zu Beginn in der Defensive voll rein. Sehenswerte Torchancen blieben dafür zunächst Mangelware. Die erste Torszene produzierte Julian Stöhr, der eine Flanke mit dem Kopf klären wollte und knapp den eigenen Kasten verfehlte. Die daraus resultierende Ecke führte dann gleich zum ersten Treffer.

Zweimal wurde der Eckstoß geklärt und landete doch immer wieder im Hordeler Strafraum. Beim dritten Versuch schloss Marcel Großkreutz, Cousin von Ex-Nationalspieler Kevin, unhaltbar unter die Latte ab. Danach schaltete Hordel einen Gang hoch, erzeugte mehr Druck nach vorne. Doch auch Wickede blieb gefährlich und hätte bereits kurz nach dem 1:0 nachlegen können.

Die Hordeler stürmten gegen die Niederlage an, ohne jedoch große Möglichkeiten herauszuspielen. Wickede machte es besser und nutzte abermals einen Eckstoß. Wieder ging der zweite Ball an die Gäste, die es mit einer Flanke versuchten, bei der DJK-Torhüter Sören Gerlach außerhalb des Fünfmeterraums seinen Gegenspieler umriss. Gerlach sah Gelb, und Wickede verwandelte den Strafstoß zum 2:0. Kurz vor dem Seitenwechsel hatte Arthur Fell dann die Chance auf den Anschluss, doch der Winter-Neuzugang scheiterte an BV-Torhüter Dennis Wegner.

„In der ersten Hälfte haben wir uns zu viele Fehler erlaubt, vor allem bei Standards. Der Gegner war auch gieriger“, fand Zajas: „In der zweiten Halbzeit haben wir eine gute Reaktion gezeigt, auch wenn es nicht mehr zum 2:2 gereicht hat. Jeder war bereit dazu, alles zu geben, um das Spiel zu drehen.“

Gegen die tief stehenden Gäste wurde es für Hordel schwierig. Nach einem gehaltenen Elfmeter von Gerlach – der erneut der Übeltäter war – bekam die DJK zwar die zweite Luft, mehr als das 1:2 durch einen Lupfer von Philipp Severich war aber nicht mehr drin.

„Vor dem Tor waren wir nicht zwingend genug. Wickede hat unter dem Strich zu Recht gewonnen“, so Zajas.

SV Horst-Emscher -
Concordia Wiemelhausen 0:0

Concordia: T. Schmidt - Neumann, C. Schmidt, Strohmann, Leone - Costanzino (76. Gülnaz), Pflanz (68. Nkam), Wartala, Simsek (82. Ortmann) - Adinda, Kadiu

Mit drei Punkten wollte Wiemelhausen ins neue Ligajahr starten, am Ende gaben sich die Verantwortlichen aber auch mit einem Zähler zufrieden. In Gelsenkirchen entwickelte die Concordia einfach nicht den nötigen Offensivdrang.

„Kämpferisch kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, aber spielerisch können wir es viel besser“, sagte Trainer Jürgen Heipertz: „Wir sind froh, dass die Null steht und wir das Spiel zum Ende hin nicht noch verloren haben. Der Gegner hatte mehr Chancen, das Remis geht in Ordnung.“

In der ersten Hälfte neutralisierten sich die Teams gegenseitig, rieben sich im Mittelfeld auf. Horst-Emscher behielt die Oberhand, holte aber nichts Zählbares heraus. Die größte Chance des ersten Durchgangs ging derweil an die Concordia, Ilias Adinda vergab aus spitzem Winkel alleine vor dem Tor (42.).

„Das Spiel war äußerst kampfbetont“, betont Heipertz. „Wir wollten uns in der zweiten Halbzeit steigern und das haben wir auch.“ Direkt nach dem Seitenwechsel hatten die Wiemelhauser ihre große Drangphase, gaben 20 Minuten lang den Ton an. Doch den Ball brachten sie nicht im Tor unter, die größte Möglichkeit hatte Xhino Kadiu.

Auch die Gastgeber hatten ihre Chancen, die Concordia konnte sich bei Thorben Schmidt bedanken, dass am Ende die Null stand. Der Torhüter zeigte in der zweiten Halbzeit einige starke Paraden, nachdem sich die Wiemelhauser vor allem über die Außenpositionen anfällig gezeigt hatten. „Horst-Emscher hat heute ein starkes Spiel gemacht, von daher können wir mit dem Punkt gut leben“, so Heipertz’ Fazit.

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