VfL Bochum

Die Bochumer Lee und Kruse brauchen wohl noch etwas Zeit

Robbie Kruse (l.) und Chung-Yong Lee sind noch nicht wieder bei 100 Prozent, vermutlich zählen sie in Sandhausen noch nicht zum Kader. Foto:firo Sportphoto

Robbie Kruse (l.) und Chung-Yong Lee sind noch nicht wieder bei 100 Prozent, vermutlich zählen sie in Sandhausen noch nicht zum Kader. Foto:firo Sportphoto

Grumme.   Beim SV Sandhausen will der VfL Bochum nach zwei Siegen in Folge nachlegen. Womöglich noch ohne die beiden Asien-Cup-Teilnehmer.

Ringsrum sorgte der frische Schneefall vom Morgen für eine – für Bochumer Verhältnisse – geradezu weiße Pracht. Eher unwirklich sah es also aus, als die Profis des VfL Bochum auf dem beheizten grünen Rasen des unteren Trainingsplatzes unweit des Ruhrstadions ihre Einheit absolvierten. Nach dem 2:1-Erfolg gegen den MSV Duisburg zum Jahresauftakt am vergangenen Dienstag geht es ja schon am Sonntag weiter, erneut gegen einen Abstiegskandidaten. Beim SV Sandhausen will der VfL weiteren Boden gutmachen im Rennen um Rang drei.

Keine weiteren Wintertransfers

Auch Sebastian Schindzielorz, der Geschäftsführer Sport, verfolgte – wie so oft – das Training, ein paar Stunden vor dem Ende des Winterschluss-Verkaufs im deutschen Profifußball. Der VfL meldete bis zur Schließung des Transferfensters keine Zugänge mehr und auch keine Abgänge.

Zu viele Ballverluste

Schindzielorz konnte recht entspannt dem aktuellen Kader bei der Arbeit zusehen. Auch wegen des Erfolges im Revierduell: „Es war gut, dass wir das Derby gleich gewonnen haben“, blickte er auf den erst am Ende knappen Sieg gegen Duisburg zurück. „Wir haben viele Dinge richtig gemacht, einige Punkte müssen wir aber verbessern.“ Damit meinte er vor allem die zu leichten Ballverluste, auch schon in der ersten Halbzeit. Konzentrationsmängel, die ein besserer Gegner mit konsequentem Umschaltspiel bis zum Abschluss wohl genutzt hätte.

Dass der Spieltag ziemlich gut lief für den VfL mit den Niederlagen von St. Pauli und Paderborn, mit dem Remis zwischen Heidenheim und Kiel, lässt den Manager indes gewohnt kalt. „Wir müssen selbst sehen, dass wir unsere Leistung bringen“, betont Schindzielorz, angesprochen auf die Tabellen-Lage.

Die Konkurrenz lässt Federn

Zwei bis drei Punkte hat Bochum in der ersten Runde gutgemacht auf die genannten Konkurrenten, die bis auf den SC Paderborn nach wie vor noch vor dem Siebten VfL stehen. In Sandhausen soll ein weiterer Schritt nach vorne gelingen – voraussichtlich noch ohne die Asien-Cup-Teilnehmer Chung-Yong Lee und Robbie Kruse.

„Wir werden uns am Freitagabend noch einmal zusammensetzen und besprechen, ob es schon Sinn macht, sie mitzunehmen“, sagte Trainer Robin Dutt am Donnerstagnachmittag. Tendenz: eher nicht.

Lee und Kruse waren ja direkt nach dem Jahresabschluss-Spiel in Köln zu ihren Nationalteams Südkorea und Australien geflogen und kehrten erst am vergangenen Wochenende, nach dem nicht gerade glorreichen Aus im Viertelfinale, aus den heißen Vereinigten Arabischen Emiraten ins kühle Revier zurück. „Man merkt, dass ihnen schon noch jeder Schritt weh tut, sie brauchen noch ein bisschen“, meinte Trainer Robin Dutt.

Hoogland kehrt zurück

Womöglich wird es also im Kader nur eine Änderung geben, denn Abwehrchef Tim Hoogland kann nach seiner Gelb-Sperre wieder seinen Platz in der Innenverteidigung einnehmen; wahrscheinlich neben Patrick Fabian, vielleicht auch neben Dominik Baumgartner. Für Hoogland wird wohl der A-Jugendliche Linksverteidiger Moritz Römling diesmal nicht zum Aufgebot zählen. Zwar trainierte Danilo Soares am Donnerstag wegen Adduktorenproblemen nicht mit, der gesetzte Linksverteidiger soll aber am Freitag wieder mitmischen.

Sandhausen hat sein Auftaktspiel beim Tabellenführer Hamburger SV so verdient wie knapp mit 1:2 verloren, unterm Strich stehen erst zwei Siege in dieser Saison. Dem 2:0 in Aue folgte Mitte Oktober noch ein 4:0 gegen Ingolstadt. Seit zehn Partien hat der Tabellensechzehnte nicht mehr gewonnen, Bochum reist als klarer Favorit an – und hat ja auch gute Erinnerungen an den kleinen Ort bei Heidelberg. Im Frühjahr lag der VfL früh mit 0:2 zurück, ehe drei Treffer von Lukas Hinterseer den Sieg und einen ganz wichtigen Schritt zum Klassenerhalt bescherten.

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