Wasserball

Nach Kantersieg: Blau-Weiß Bochum reist zum Spitzenspiel

Colin Hess (r.) ist einer der Top-Talente des SV Blau-Weiß Bochum.

Colin Hess (r.) ist einer der Top-Talente des SV Blau-Weiß Bochum.

Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Bochum.  Zwei Spiele, zwei Siege: Die Wasserballer von Blau-Weiß Bochum sind in guter Frühform. Der erste Härtetest steigt an diesem Dienstag in Duisburg.

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Wenn Peter Voß bisher etwas zu kritisieren hat, dann muss man das einordnen. Es ist ein Meckern auf hohem Niveau. Um die Spannung hochzuhalten, um die Leistung weiter zu fördern. Mit dem zweiten klaren Sieg im zweiten Spiel haben die Wasserballer des SV Blau-Weiß Bochum ihre Ambitionen jedenfalls untermauert, in dieser Saison in der 2. Bundesliga ganz oben anzugreifen - am Ende soll der Aufstieg stehen.

Mit 13:5 (6:4) gewannen die Bochumer ihr erstes Heimspiel gegen den Lüner SV, nachdem sie auswärts mit einem 17:6-Erfolg bei der SGW Iserlohn in die Spielzeit gestartet waren. „Wir haben uns am Anfang schwer getan“, sagte Peter Voß. Lange Zeit, für Wasserball-Verhältnisse, stand es 0:0, „wir hatten zu ungenaue Zuspiele und schlechte Abschlüsse“, so der Coach. Erst nach rund vier Minuten sorgte der Gastgeber im Unibad für die erste Führung, die er dann auch nicht mehr abgab, sondern kontinuierlich ausbaute.

Blau-Weiß setzt sich im dritten Viertel deutlich ab

Vor allem im dritten Viertel zeigte Blau-Weiß Stärke, setzte sich nach einem 6:4 zur Pause auf 11:5 ab. „Letztlich war es ein ungefährdeter Erfolg“, sagte Peter Voß unterm Strich zufrieden. Er konnte über die gesamte Partie kontinuierlich durchwechseln, „das schwimmerische Niveau hochhalten“, erklärte der Trainer. Ein Kernunterschied zur Vorsaison: „Wir haben einen großen Konkurrenzkampf mit vielen Spielern, die Wasserball spielen können - und vor allem auch wollen.“

Vier Talente bestreiten zwei Partien in Folge

Dazu zählen etliche Talente, die Kraft genug für zwei Partien binnen weniger Stunden haben. Denn vor dem Spiel der Männer ging es in der U18-Bundesliga hoch her, gewann Blau-Weiß gegen den SC Neustadt/Weinstraße mit 14:13. Mats Hildebrandt, Mats Lerner, Nico Petersen und Colin Hess bestritten beide Partien - und erzielten zusammen im Zweitliga-Spiel vier Tore, in der A-Jugend-Partie waren es sieben.

Härtetest beim ASC Duisburg II

Zweitligist Blau-Weiß steht damit auf Rang drei der Tabelle, aber die dicken Brocken kommen noch. So gleich an diesem Dienstagabend, 3. Dezember: Bochum spielt im Schwimmstadion Wedau bei der Bundesliga-Reserve des ASC Duisburg (20 Uhr). Die hat bisher auch beide Partien gewonnen, der Tabellenerste SV Duisburg 98 II sogar schon drei. Allerdings können beide Zweit-Teams nicht aufsteigen – Stand jetzt hätte Blau-Weiß sein Etappenziel, die Aufstiegsrunde, erreicht. „So weit sind wir aber noch lange nicht“, mahnt Voß, der auch in der 2. Liga Platz eins anstrebt. Der ASCD II kommt da genau recht. „Das ist der erste richtige Härtetest“, sagt Voß. Fehlen wird Jan Hiltrop, für ihn rückt Udo Greine nach.

Die Fakten zum Spiel

Blau-Weiß Bochum - Lüner SV 13:6

Viertel: 3:1, 3:3, 5:1, 2:0

Blau-Weiß: Urosevic; Hiltrop, Roncevic, Hildebrandt (2 Tore), Rohe (1), Diakon (4), Lerner (1), Bongartz, Petersen, Guth (1), Kewald (1), Canavan (2), Hess (1)

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