Westfalenliga

TuS Hordel will mit Wortmann zurück zu alter Stärke

Hat die Hordeler Heide verlassen: Trainer David Zajas.

Hat die Hordeler Heide verlassen: Trainer David Zajas.

Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Großer Umbruch in der Hordeler Heide, wo Holger Wortmann den bisherigen Trainer David Zajas ersetzt. Zwölf neue Spieler sind auch schon da.

Die DJK Hordel hat eine Saison zum Vergessen hinter sich und im Sommer dementsprechend den großen Umbruch gewagt. Elf Spieler sind gegangen, zwölf neue schon da. Auch der Trainer hat gewechselt – auf David Zajas folgt Holger Wortmann, und der ist schon voller Tatendrang. „Ich hab’ richtig Bock auf Hordel“, sagt der 52-Jährige, der zuletzt den Oberligisten Westfalia Rhynern trainiert hat.

Mit dem neuen Kader will Hordel wieder zurück zu alter Stärke finden. In dieser Saison ist die DJK an allen Zielen vorbeigesegelt, blieb zwischenzeitlich acht Spiele in Folge ohne Sieg und landete schließlich auf Platz zwölf. „Das war für alle Beteiligten nicht zufriedenstellend, wir hatten uns mehr vorgenommen“, sagt Zajas: „Aber der Tabellenplatz spiegelt nicht unsere Leistung wieder.“

Die Hinrunde war eine Berg- und Talfahrt, die Konstanz fehlte, und häufig warfen individuelle Fehler das Team zurück. Darüber hinaus plagten das Trainerteam Verletzungssorgen. Nach einem 5:0 zum Auftakt gegen Schüren holten die Hordeler nur noch einen Sieg aus den nächsten sechs Spielen, der allerdings war spektakulär: 7:4 in Wanne-Eickel. Der Derby-Erfolg gegen Wiemelhausen gab noch einmal einen kurzen Aufschwung mit drei Siegen, bis Dezember stürzte die DJK aber ab.

Rückschlag im Winter

Im Winter musste der Verein einen Rückschlag hinnehmen: Torjäger Ron Berlinski, einer der absoluten Leistungsträger, wollte gehen und wurde nach Meinerzhagen verkauft. Arthur Fell war nicht der erhoffte Ersatz. „Ich kann die Entscheidung nachvollziehen, aber sportlich hat es weh getan. Jemanden wie Ron kannst du nicht ersetzen“, findet Zajas, der im Februar selbst seinen Rückzug zum Saisonende ankündigte, um „eine neue Herausforderung zu suchen“.

Die Rückrunde begann katastrophal. Acht Partien in Folge wollte kein Sieg mehr gelingen, das Team verlor den letzten Rest an Sicherheit. Auch nach dem 4:0 über den Kirchhörder SC platzte der Knoten nicht: Mit vier Punkten aus den letzten fünf Spielen beendete die DJK die Saison. Knackpunkt war die Defensive, 65 Gegentore waren es unter dem Strich, da halfen auch die 70 selbst erzielten Treffer nicht – übrigens der drittbeste Wert der Liga.

Michen hätte man gerne behalten

„Wir hatten oftmals nicht das Matchglück, aber viele Dinge sind für mich nicht nachzuvollziehen – zum Beispiel als wir in den letzten zehn Minuten noch den Sieg gegen Finnentrop aus der Hand gegeben haben“, bilanziert Zajas, der insgesamt jedoch positiv zurückblickt: „Ich bin dankbar für die vergangenen zwei Jahre. Es war eine intensive, aber schöne Zeit.“

Nun ist also Wortmann für das Team verantwortlich, das einen ordentlichen Umbruch hinter sich hat. Am 7. Juli beginnt das Training, aber schon Anfang Juni kam die neue Mannschaft erstmals zusammen, um sich kennenzulernen. „Da habe ich alle auf unsere Ziele eingeschworen“, verrät der neue Trainer und sagt, wo es hingehen soll: „Auf jeden Fall wieder weiter nach oben. Wichtig ist aber zunächst, dass wir eine Gemeinschaft werden. Dann werden wir sehen, was dabei rauskommt.“

22 Mann umfasst der Kader, ein Spieler könnte noch kommen. Gerne gehalten hätte Hordel wohl lediglich René Michen. Das Talent aus den eigenen Reihen war einer der wenigen Lichtblicke der Saison und verlässt den Verein Richtung Wanne-Eickel. Dafür hat der neue Trainer viele interessante Neuzugänge dabei, darunter den Ex-Wattenscheider Timo Erdmann, den Oberliga-erfahrenen Danny Tottmann und Patrick Nemec, Sohn von Schalke-Legende Jiří Nemec. „Das sind alles Wunschspieler von mir. Ich freue mich auf jeden einzelnen, auch auf diejenigen, die wir im Kader behalten haben“, sagt Wortmann: „Ich freue mich einfach darauf, dass es losgeht.“

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