Leichtathletik

TV Wattenscheid 01 hat bei DM viele Titel im Blick

Monika Zapalska (l.) und Pamela Dutkiewicz vom TV Wattenscheid 01 haben bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund die Chance auf eine Medaille. Dutkiewicz kann ihren Titel verteidigen, Zapalska überraschen.

Monika Zapalska (l.) und Pamela Dutkiewicz vom TV Wattenscheid 01 haben bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund die Chance auf eine Medaille. Dutkiewicz kann ihren Titel verteidigen, Zapalska überraschen.

Foto: Wolfgang Birkenstock

Wattenscheid.  Die Hürdensprinter können nach dem Titel greifen. Auch beim Sprint ohne Hürden sind die Blau-Weißen gut aufgestellt. Und Überraschungen möglich.

Zu einem „Heimspiel“ reisen die Leichtathleten des TV Wattenscheid am Wochenende. Dann steht mit den Deutschen Hallenmeisterschaften in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle der nächste Höhepunkt der Saison an.

Viele Wattenscheider Athleten kennen die Halle gut, da sie im Winter dort trainieren. Dies kann ein Vorteil für sie sein. TV-Manager Michael Huke erwartet einige Medaillen. „Das Nahziel sind fünf, das Optimalziel sieben“, sagt er. Der frühere Olympia-Sprinter sieht den Kader gut aufgestellt. „Im Rahmen des Olympia-Zyklus haben wir ihn verjüngt und den Anschluss an die Spitze geschafft“, freut sich Huke. Unter anderem haben sich Sprinterin Keshia Kwadwo und Kugelstoßerin Julia Ritter gut entwickelt.

Start von Keshia Kwadwo ist fraglich

Kwadwo lag die vergangenen Tage allerdings mit Fieber im Bett. „Wir hoffen, dass sie starten kann“, sagt Huke, auch im Hinblick auf die 4x200-Meter-Staffel. Für Ritter sind es dagegen die ersten Meisterschaften bei den Erwachsenen. Für sie ist dies eine ungewohnte Situation, da sie in der U20-Klasse in der Regel konkurrenzlos an der Spitze stand.

„Nun bin nicht mehr die Gejagte, sondern unter den Jägerinnen. Wenn ich an meinen Bestwert herankomme, ist eine Medaille drin“, sagte sie bei der Pressekonferenz im Stadtwerke-Haus am Donnerstagmittag. Ihr Vorteil: Kugelstoß-Ass Christina Schwanitz (LV 90 Erzgebirge) befindet sich noch in Mutterzeit und tritt ebenso nicht an wie Sara Gambetta (SV Halle).

Balnuweit peilt sechsten Titel in Folge an

Dafür gibt es auf der anderen Seite laut der aktuellen Zeiten und Werte feste Medaillenkandidaten. Die Hürdensprinter Pamela Dutkiewicz und Erik Balnuweit gehören als Titelverteidiger dazu. Balnuweit hat bei den Herren kaum ernsthafte Konkurrenz. „Der siebte Titel ist mein Ziel, ich muss jetzt liefern“, sagte er. Bei den Frauen ist Dutkiewicz über 60 Meter Hürden in diesem Winter die schnellste Zeit in Europa gelaufen (7,83 Sekunden). Monika Zapalska hat zudem Chancen auf Platz drei.

Der schnellste deutsche Sprinter über 200 Meter heißt derzeit Maurice Huke (21,06 Sekunden), den ein Titel für das EM-Jahr beflügeln würde, wie er sagt. 2017 wurde er über 60 Meter Zweiter. Dort tritt neben ihm Robin Erewa mit einer Medaillenchance an, der nach seinen Problemen am Fuß noch auf 200 Meter verzichtet. „Der Fuß hält, ist aber noch nicht vollkommen in Ordnung“, sagte Erewa, der auf 60 Metern gerne schneller laufen würde als bislang (6,71 Sekunden).

4x200-Meter-Staffel will Seriensieger bleiben

In der 4x200-Meter-Staffel fehlt er. Die konnte in der Vergangenheit fast nie jemand schlagen. „Der erneute Sieg ist schon unsere Pflicht“ merkt Maurice Huke an. Seinen Titel verteidigen möchte auch der zuletzt erkrankte Marius Probst über die 1500 Meter.

Bei den technischen Disziplinen hoffen die Wattenscheider auf Weitspringerin Sosthene Moguenara, die zuletzt in Düsseldorf 6,70 Meter gesprungen ist. „Es lief so langsam, ist aber noch nicht perfekt.“ Auf eine Medaille zielt aber auch sie ab.

>>>Die Finalentscheidungen im Überblick

In 13 Disziplinen messen sich Deutschlands beste Leichtathleten am Wochenende in Dortmund. Acht Zeitdisziplinen und fünf technische Disziplinen stehen auf dem Programm. Hier sind die Finalstartzeiten (mit Wattenscheider Medaillenhoffnungen) im Überblick:

Samstag: 13.05 Uhr, Dreisprung Frauen; 13.15 Uhr, Kugelstoßen Frauen (Julia Ritter); 15.30 Uhr, Stabhochspringen Frauen (Viktoria Gottlieb); 15.35 Uhr, Weitsprung Männer; 16.20 Uhr, Kugelstoßen Männer, 17.25 Uhr, 300 Meter Männer, 17.40 Uhr, 60 Meter Hürden Männer (Erik Balnuweit); 17.50 Uhr, 60 Meter Hürden Frauen (Pamela Dutkiewicz, Monika Zapalska); 18 Uhr, 60 Meter der Männer (Robin Erewa, Maurice Huke), 18.10 Uhr, 60 Meter Frauen (Keshia Kwadwo).

Sonntag: 13.10 Uhr, Dreisprung Männer; 13.15 Uhr, Hochsprung Männer; 13.45 Uhr, Stabhochsprung Männer (Malte Mohr); 13.55 Uhr, 800 Meter Männer; 14.05 Uhr, 800 Meter Frauen; 14.35 Uhr 400 Meter Frauen; 14.55 Uhr 400 Meter Männer; 15.15 Uhr, Hochsprung Frauen; 15.19 Uhr, 200 Meter Männer (Maurice Huke, Robert Hering); 15.30 Uhr, Weitsprung Frauen (Sosthene Moguenara); 15.40 Uhr, 200 Meter Frauen; 16.05 Uhr, 1500 Meter Frauen; 16.20 Uhr, 1500 Meter Männer (Marius Probst); 16.45 Uhr, 3000 Meter Frauen; 17 Uhr, 4x200-Meter-Staffel Frauen; 17.25 Uhr, 4x200-Meter-Staffel Männer.

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