Basketball - 2. Liga ProB

VfL Sparkassen-Stars trotzen in Oldenburg allen Widerständen

Auswärtssieg: Die Spieler der VfL Sparkassen-Stars Bochum feierten den Sieg in Oldenburg mit den Fans.

Auswärtssieg: Die Spieler der VfL Sparkassen-Stars Bochum feierten den Sieg in Oldenburg mit den Fans.

Foto: Markus Rensinghoff

Oldenburg.  Die Voraussetzungen waren schlecht. Mit schmaler Besetzung reisten die VfL Sparkassen-Stars nach Oldenburg. Am Ende regnete es für sie Konfetti.

Das waren keine guten Voraussetzungen für ein Spiel unter fast gleich plazierten Teams. Die VfL Sparkassen-Stars Bochum spielten in der 2. Basketball-Bundesliga bei den Baskets Juniors Oldenburg. Der Elfte der Tabelle spielte beim Zehnten. Beide hatten vor der Partie zwei Siege und die Hoffnung den Kontakt zu Platz acht und damit den Playoff-Plätzen herzustellen. Den Bochumern gelang es schließlich. Extrem ersatzgeschwächt angetreten, setzten sich mit 90:85 (39:49) durch. Zu erwarten war das nicht.

Dass die Bochumer dabei auf Mario Blessing würden verzichten müssen, war klar. Der Aufbauspieler ist verletzt. Kurzfristig fiel dann aber auch Conner Washington, der nachverpflichtete englische Nationalspieler mit einer Oberschenkel-Verletzung aus. Dazu ging Center Zach Haney durch eine Grippe geschwächt nicht ganz fit ins Spiel. Mit einem am Ende beeindruckenden Willen trotzen die Bochumer aber schließlich allen Widerständen an diesem Tag. Am Ende regnete blau-weißes Konfetti in die Schulturnhalle am Haarenufer in Oldenburg.

Fans räumen die Halle auf

Die knapp 20 mitgereisten Fans, die das Team unentwegt lautstark unterstützt hatten, ließen es durch Partykanonen in die Halle regnen. Dass sie es selber wieder wegfegen mussten, tat ihrer guten Stimmung keinen Abbruch. Auch VfL-Coach Felix Banobre hatte hernach gute Laune.

Er war geschafft, hatte ebenso wie sein Team viel investiert. Er war aber auch sichtlich stolz auf sein Team. „Es hat click gemacht bei uns. Das Team wächst. Und das war gerade nach dieser vergangenen Woche beeindruckend. Blessing verletzt, Washington dann auch, Haney mit einer Erkältung. Deshalb habe ich ihn zunächst etwas geschont, damit er uns später im Spiel noch helfen kann.“ Was er in der Tat tat. Diese Auswärtsfahrt hatte sich gelohnt.

Ein Oldenburger als bester Werfer

Lange sah es nicht danach aus. Gerade in die ersten beiden Vierteln kamen die Bochumer schlecht hinein. Die jungen Oldenburger trafen besser, verteidigten besser. So lagen die Bochumer schnell mit elf Punkten zurück. Ein bereits da gut aufgelegter Lars Kamp brachte die Bochumer wieder heran. Er war bereits zur Halbzeit mit 18 Punkten, davon vier Dreier, bester Bochumer Angreifer. Am Ende waren es 23 Punkte.

Übertroffen wurde er nur von Robert Drijencic. Der Oldenburger brachte es in der ersten Hälfte auf 19 Punkte, drei davon als Drei-Punktwurf. Am Ende waren es 30 Punkte bei vier Dreiern. Im zweiten Abschnitt versuchten es die Bochumer daher mit einer Manndeckung gegen ihn. Zumeist kümmerte sich Marius Behr um ihn, versuchte ihn komplett aus dem Spiel zu nehmen. Das gelang nicht immer, eigentlich fast zu selten. Zudem trafen stattdessen seine Nebenleute.

Zehn Punkte Rückstand

Aus einem 4:15 wurde binnen vier Minuten im ersten Viertel dennoch ein 14:15. Ende des ersten Viertels waren beide Teams wieder fast gleich auf. Die Oldenburger führten nur mit 25:23.

Sie konnten allerdings ihre Leistung im zweiten Viertel bestätigen. Die Bochumer dagegen fielen ab, trafen nicht, verteidigten oft zu luftig. Am Ende des zweiten Viertels konnte Banobre fast froh sein, in der Halbzeit sein Team nur auf die Lösung eines Zehn-Punkte-Rückstand-Problems einzustimmen.

Banobres Plan geht auf

Erst spät kamen die Bochumer dann zurück ins Spiel. Zunächst kaum merklich ließen die Oldenburger nach. Zunächst kaum merklich wurden die Bochumer besser. Niklas Bilski wurde zur treibenden Kraft. Unterstützt von Kamp, Gebhardt, Wendeler und Lang und dann ganz spät im Spiel von Haney. Banobres Plan ging auf. Haney war es, der zur ersten Bochumer Führung traf. Sein 76:75 knapp fünf Minuten vor dem Ende markierte die Wende im Spiel. Er legte mit einem Dreier das 79:75 nach und ließ damit die Bochumer endgültig an den Sieg glauben.

Der fiel schließlich fast schon zu hoch aus. Besonders bitter für die Oldenburger, dass sich Drijencic mit dem letzten Angriff am Fuß verletzte. Es passte zum Spiel.

Viertel: 25:23, 24:16, 20:23, 16:28
Bochum: Bilski (10 Punkte/3 Dreier), Kamp (23/4), Gebhardt (9), Neusel, Behr ((4/1), Wendeler (11/1), Bals (2), Lang (9/1), Haney (22/3)

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