Basketball - 2. Liga ProB

Washington trifft für Sparkassen-Stars in Münster zum Sieg

Conner Washington sorgte für den 66:65-Sieg der VfL Sparkassen-Stars in Münster.

Conner Washington sorgte für den 66:65-Sieg der VfL Sparkassen-Stars in Münster.

Foto: Rainer Raffalski / FUNKE Foto Services

Münster.  Die VfL Sparkassen-Stars setzen in der 2. Liga ProB ihre Erfolgsserie fort. Gegen Münster fiel die Entscheidung erst vier Sekunden vor dem Ende.

In der 2. Basketball-Bundesliga ProB gibt es klare Ansagen, wie Spiele abzulaufen haben. Bis auf die Minute genau sind vor dem Spiel Aufwärmzeit und Vorstellungen der Teams festgelegt. Und auch nach Spielschluss gibt es ein vorgegebenes Prozedere. Spieler und Trainer beider Teams laufen aneinander vorbei, schütteln sich die Hände oder klatschen sich ab. Nach dem 66:65 (30:36) der VfL Sparkassen-Stars Bochum bei den WWU Baskets Münster war das besonders für einen Bochumer ein besonderer Gang, ein bisschen ein Triumphmarsch. Conner Washington hatte mit dem vorletzten Wurf des Spiels den Vergleich entschieden.

Aus der Entfernung betrachtet ließen sich Münsters Spieler nichts anmerken, als sie beim reihenweise Hände schütteln an Washington vorbeikamen. Macht man ja auch nicht, den Gegner auch noch dafür feiern, dass er einen mit so einem wilde Wurf besiegt hat. Mit einem Dreier, seinem ersten Versuch aus dieser Distanz während des Spiels. Vier Sekunden vor dem Ende. Und außerdem kommt es ja bereits am nächsten Samstag zum erneuten Vergleich der Teams aus Bochum und Münster. Da muss man trotz der knappen Niederlage Selbstvertrauen zeigen und die Köpfe oben behalten.

Am Samstag steigt das Rückspiel

Der Spielplan der ProB bringt jetzt schon so etwas wie Playoff-Stimmung in die Hallen. Der sieht nun sofort am kommenden Samstag folgend den zweiten Vergleich zwischen Bochum und Münster vor. Somit können sich auch die Fans in Bochum einen Eindruck davon machen, wie Spiele laufen können, welch starke Gegner auf ihr Team zukommen, wenn die Ausscheidungsspiele um den Aufstieg ab März beginnen.

Das Spiel der Bochumer in Münster hatte auch deshalb Playoff-Charakter, weil die Halle am Berg Fidel eine tolle Kulisse bot. 2500 Fans machten dauerhaft aber stets fair Lärm. Die Basketballer aus Münster haben, weil Münster Studentenstadt ist, ein überwiegend junges Publikum. Dazu hat der Verein elektronische Werbebanden, die das Spielfeld umfassen und Anzeigetafeln, die die Punkte und die Foulbelastung der Spieler anzeigen können. Das sieht schon fast nach ProA aus, fühlt sich auch so an. Was in Münster fehlt ist der Parkettboden. Den aber wird sich der Verein schon zulegen, sollte es wie erhofft mit dem Aufstieg in die ProA klappen.

Die Abwehr entscheidet das Spiel

In erster Linie aber herrschte wegen der beiden Mannschaften Playoff-Stimmung. Kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Immer wieder sorgten immer wieder andere junge Akteure für wichtige Aktionen. Beide Teams zeigten zwar im Angriff jeweils Leistungen, die ausbaufähig sind. Gerade die großen Bochumer Jungs, Zach Haney und besonders Raphael Bals und Florian Wendeler ließen viele einfache Würfe liegen. Auf der anderen Seite bedeutete das natürlich gute Abwehrleistungen.

„Das Spiel heute wurde eindeutig in der Abwehr entschieden“, sagte Hans Peter Diehr. Der Finanzvorstand der Sparkassen-Stars war direkt nach dem Spiel. Er war da noch ganz angefasst vom stets engem Spielverlauf und von den letzten Aktionen.

Cooper hat den letzten Wurf

Basketball-Partien können noch Minuten dauern, auch wenn die Spieluhr längst nur noch Sekunden zeigt. Im Spiel Münster gegen Bochum schickten sich die Teams in der letzten Spielminute immer wieder gegenseitig an die Linie. Die Freiwürfe wurden jeweils begleitet von Auszeiten der Trainer.

Münsters jüngst verpflichteter Spanier Jose Antonio Medina Aldana durfte 22 Sekunden vor dem Ende zu Freiwürfen antreten. Lars Kamp hatte ihn und damit die Uhr gestoppt. Aldana traf nur einen Freiwurf, Münster führte mit 65:63 und entschied sich, nicht zu foulen. Es war die falsche Entscheidung.

Conner Washington durfte den Ball für Bochum noch vorne bringen. Als sich sein Wurf von jenseits der Drei-Punkte-Linie zum 66:65 für Bochum in den Korb senkte, zeigte die Uhr etwas mehr als vier Sekunden. Die reichten Münsters Joseph Cooper für einen letzten Wurf.
Viertel: 21:17, 15:13, 8:14, 21:22
Bochum: Bilski (8 Punkte/2 Dreier), Kamp (14/1), Gebhardt (4), Washington (15/1), Behr (6), Wendeler (9), Bungart, Bals, Böther, Lang (3/1), Haney (4/1).

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