Regionalliga

Wattenscheid 09 freut sich über gut 900 Fans

Mael Corboz hatte Pech bei einem Lattenschuss in Minute 57.

Mael Corboz hatte Pech bei einem Lattenschuss in Minute 57.

Foto: Thorsten Tillmann

Wattenscheid.   Vor der drittbesten Kulisse in dieser Saison spielte die SG Wattenscheid 09 0:0 gegen den Bonner SC. Nicht nur das macht Trainer Farat Toku Mut.

SG Wattenscheid 09 -
Bonner SC 0:0

SG 09: Pepic - Obst, Lach, Schneider, Abdat - Corboz, Tietz - Buckmaier, Canbulut (75. Taskin), Yesilova (79. van Santen) - Lobinger (71. Diallo)

Zuschauer: 919

Am Tag nach dem torlosen Jahresauftakt gegen den Bonner SC war Trainer Farat Toku schon wieder am Ball für seine SG Wattenscheid 09. Der Trainer des Regionalligisten beobachtete den nächsten Gegner RW Oberhausen, der sich am Sonntag bei Spitzenreiter Viktoria Köln ein 0:0 erkämpfte. „Das ist schon eine richtige Herren-Mannschaft, die Qualität hat, auch in der Breite“, blickte Toku voraus auf das Revierduell bei RWO, das der TV-Sender Sport 1 live überträgt und das daher erst am Dienstag, 26. Februar, stattfindet (Anpfiff 20.15 Uhr).

Tags zuvor gab es ein taktisch geprägtes 0:0 gegen den Mitabstiegs-Konkurrenten, das sportlich vielleicht nicht allzu lange haften bleibt, aus einem anderen Grund aber ein positives Zeichen setzte. 919 Zuschauer verfolgten die Partie. Zum Vergleich: Beim Spiel zum Jahresabschluss im Dezember gegen Viktoria Köln verloren sich gerade einmal rund 300 Zuschauer im Lohrheidestadion, gegen Bonn zählte man den drittbesten Besuch der Saison nach den Revierduellen gegen RWE und RWO. „Die Unterstützung, die Atmosphäre waren sehr gut“, freute sich Toku. „Ich hoffe, dass das keine Eintagsfliege war. Wir brauchen jeden Fan bis zum Schluss, denn es wird für uns auch schwierig bis zum Ende.“

Zuschauerzahl zu halten ist das Ziel

Auch wenn das sonnige Wetter den einen oder anderen Fan zusätzlich lockte, könnte die Fast-Insolvenz, die Crowdfunding-Aktion, die vorläufige Rettung und nicht zuletzt ja auch die sportliche Leistung der Mannschaft vielleicht den einen oder anderen bewegt haben, der das Stadion bisher mied. Diese Zuschauerzahl zu halten, wäre ein Pfund auch im Kampf ums liebe Geld, um neue Sponsoren und Mitstreiter in Führungsebenen.

Mut gemacht hat Trainer Toku aber nicht nur die Kulisse, sondern auch die Leistung seines Teams in der zweiten Halbzeit. Nach 45 Minuten des „Rantastens“, so Toku, sah der Trainer der SG 09 dann Einbahnstraßenfußball. „Bonn kam kaum über die Mittellinie, geschweige denn ins letzte Drittel“, lobte er den Schwung seiner Elf, der einen Makel hatte: die Torausbeute. „In so einem Spiel bekommt man nicht viele Chancen. Leider hat das eine Tor gefehlt.“

Corboz trifft nur die Latte

Ganz nah’ dran war Mittelfeldmann Mael Corboz, als sein Freistoß an die Latte krachte (57.). Erneut Corboz, Emre Yesilova, Adrian Schneider und der eingewechselte Cellou Diallo verpassten den Siegtreffer, „der wegen der zweiten Halbzeit mehr als verdient gewesen wäre“, so Toku. Aber: „Es hat Spaß gemacht. Wir freuen uns jetzt auf Oberhausen. Auch dort wollen wir mutig auftreten.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben