Handball-Regionalliga

MTV Dinslaken: Heinz Buteweg sieht finanziell nicht schwarz

Wie geht’s weiter? Heinz Buteweg fürchtet Einbußen, macht sich aber keine existenziellen Sorgen.

Wie geht’s weiter? Heinz Buteweg fürchtet Einbußen, macht sich aber keine existenziellen Sorgen.

Foto: Foto: Jochen Emde/Funke Foto Services

Dinslaken.  Einbußen durch die Corona-Krise sind auch beim MTV Dinslaken möglich. Mit einem Rechtsaußen gibt es noch Gespräche. Sonst steht der Kader.

Am 16. Mai platzte die Bombe. Der TV Jahn Köln-Wahn, in der vergangenen Spielzeit Keller-Konkurrent des MTV Rheinwacht in der Handball-Regionalliga, gab auf seiner Internetseite eine „sportliche Neuausrichtung“ bekannt. Weil die Kölner durch die Corona-Krise ihren bisherigen Hauptsponsor, den Flughafen Köln-Bonn, verloren haben, ziehen sie sich sofort aus der Viertklassigkeit zurück, stehen damit als erster Absteiger fest. Müssen sich nun auch die Dinslakener Anhänger Sorgen um ihren Verein machen? Die NRZ-Sportredaktion hat bei Obmann Heinz Buteweg nachgefragt.

Heinz Buteweg, die Corona-Krise hat dem MTV zumindest den sicheren Klassenerhalt beschert. Gibt es denn auch negative Auswirkungen für ihren Verein?

Das lässt sich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht so genau sagen. Es könnte durchaus sein, dass wir auch Verluste hinnehmen müssen, aber wir haben ja doch viele kleinere Werbepartner und keine großen Hauptsponsoren, deshalb sehe ich auf jeden Fall nicht schwarz. Der MTV wird auf jeden Fall weiterspielen.

Wie sieht es denn in Sachen Personal aus. Soll es noch weitere Neuzugänge geben?

Ich bin zurzeit noch mit einem Rechtsaußen im Gespräch. Ansonsten bin ich der Meinung, dass wir unsere Hausaufgaben gemacht haben. Der Kader ist jetzt deutlich größer. Wir müssen bei acht Rückraumspielern, die wir jetzt haben, sicher nicht mehr so viel improvisieren. Darüber hinaus haben wir noch genug Leute wie Nico Czeslik oder Niklas Hetzel in den eigenen Reihen, um mögliche Probleme aufzufangen. Es ist sowieso mein Bestreben, dass weiterhin 60 bis 70 Prozent unseres Kaders aus Dinslakenern besteht.

Wir haben gerade über mögliche Einbußen gesprochen. Der Kader ist jetzt deutlich größer und damit doch sicher auch kostspieliger. Wie passt das zusammen?

Das ist schon korrekt, aber ich werde auf jeden Fall zu meinem Wort stehen. Was ich den Jungs verspreche, das halte ich auch. So habe ich es all die Jahre gemacht. Wenn es mal eng wurde, hat mir bis jetzt auch immer wieder jemand geholfen.

Anfang Juni beginnt die Mannschaft mit der Vorbereitung, Ende August soll die Saison losgehen. Was erhoffen Sie sich?

Ich erhoffe mir schon, dass wir uns in der Spitzengruppe etablieren können, vielleicht einen Platz unter den ersten vier Mannschaften belegen und wieder unser Publikum mitreißen können. Die Zuschauer spielen für mich sowieso eine ganz große Rolle.

Der MTV hat in den letzten Jahren tatsächlich ganz stark von der Unterstützung der Fans profitiert. Der große Zuspruch war zudem auch ein finanzieller Faktor. Was passiert, wenn Sie die Halle wegen Corona am Ende vielleicht gar nicht füllen dürfen?

Das wäre wirklich ein großes Problem. Aber wer kann jetzt schon sagen, wie es in ein paar Monaten aussieht? Sollte es tatsächlich Geisterspiele geben, müsste man sich auch Gedanken machen, ob die Partien irgendwie übertragen werden könnten.

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