Deutsche Eishockey-Liga

4:0 gegen die Eisbären Berlin: DEG-Gala vor Valentines Augen

Maximilian Kammerer trifft in der zweiten Minute zum 1:0. 

Maximilian Kammerer trifft in der zweiten Minute zum 1:0. 

Foto: Birgit Häfner

Düsseldorf.  Die Rot-Gelben brennen im zweiten Drittel gegen die Eisbären Berlin ein Feuerwerk ab und gewinnen souverän mit 4:0. Derby am Sonntag in Köln.

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Eine Unterzahlsituation gleich zu Beginn des Spiels. Gegen die Düsseldorfer EG? Gegen die Eisbären Berlin? Weder noch – sondern „gegen“ die Unparteiischen. Der finnische Schiedsrichter Anssi Salonen hatte es nicht pünktlich nach Rath geschafft. Und als er sich hastig umzog, um nach gut fünf Minuten dann doch auf dem Eis zu stehen, hatte er für den Rest des ersten Drittels nur ein Linienrichtertrikot ohne die roten Armstreifen eines Hauptschiedsrichters zur Hand. So begann Sirko Hunnius die Partie als einziger Hauptschiedsrichter, übersah zwar ein Beinstellen, beurteilte eine Szene, die für Tobias Eder nicht gut ausging, aber wohl richtig. Der Berliner Neuzugang Landon Ferraro erwischte den DEG-Spieler von der Seite hart, aber weitgehend fair. Eder musste benommen und mit einem Cut unter dem Auge vom Eis geführt werden. Sportlich lief es aber gut für die Hausherren, die die Hauptstädter mit 4:0 (1:0, 3:0, 0:0) besiegten, nachdem die Eisbären viermal in Folge gewonnen hatten.

Führung nach 82 Sekunden

Schon nach 82 Sekunden hatte sich eine scheußliche Statistik für die DEG erledigt. 284 Minuten lang hatten die Düsseldorfer zuvor keine Tor mehr erzielt, wenn beide Teams vollzählig auf dem Eis standen. Nun aber tankte sich Reid Gardiner durch, der auf dem Weg zum Tor zwar zu Fall gebracht wurde, doch die Scheibe kam zum Maximilian Kammerer, der Berlins Goalie Sebastian Dahm mit der Rückhand umkurvte und zum 1:0 traf. Die DEG blieb am Drücker und nur rund zwei Minuten später konnte Bernhard Ebner einen Pass nicht verwerten – es hätte früh 2:0 stehen können. Dabei sind die Eisbären nun wahrlich kein Fallobst in der Deutschen Eishockey-Liga. Doch erst nach rund acht Minuten wurden die Gäste zum ersten Mal gefährlich, hatten im ersten Drittel so ihre Momente, doch die ersten 20 Minuten gingen dann doch klar an die DEG.

Im zweiten Abschnitt legten die Düsseldorfer sogar nochmal ein bis mehrere Schüppen oben drauf. „Nach Sonntag hat es bei uns in der Kabine geknallt, weil es bei fünf gegen fünf nicht lief. Wir haben dann gut trainiert und jetzt funktioniert’s“, sagte DEG-Kapitän Alex Barta. Und wie! Er selbst bereitete Kammerers zweiten Treffer per Rückhand vor (31.). Ken Andre Olimb verwertete einen Abpraller zum 3:0 (35.) und 101 Sekunden vor der zweiten Pause hatte Barta erneut in gutes Auge, spielte quer auf Reid Gardiner, der mit überschaubarer Mühe zum 4:0 ins leergespielte Berliner Tor einnetzen konnte. Und das auch noch vor den Augen der DEG-Legende Chris Valentine. Es gibt wahrlich schlechtere Tage in Rot und Gelb. Dieser hier war das genaue Gegenteil davon.

Im Schlussdrittel ließ die DEG nichts mehr anbrennen – und ist damit bereit für das Derby bei den Kölner Haien. Los geht’s am Sonntag um 14 Uhr.

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