Fußball

Amin Younes auf Heimatbesuch in Unterrath

Amin Younes auf Heimatbesuch: Der Confed-Cup-Sieger von 2017 spielte für den SSC Neapel, stammt aber von der SG Unterrath.

Amin Younes auf Heimatbesuch: Der Confed-Cup-Sieger von 2017 spielte für den SSC Neapel, stammt aber von der SG Unterrath.

Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Düsseldorf.  Der Düsseldorfer absolvierte eine Trainingseinheit auf der Platzanlage der SGU. Der Spieler des SSC Neapel schaut regelmäßig daheim vorbei.

Geht man nach den Namen seiner Trainer, dann sollte der in Düsseldorf geborene Fußballer Amin Younes beste Voraussetzungen haben, um später mal ein guter Chefcoach zu werden. Schließlich spielte er bereits in Mönchengladbach unter Lucien Favre und bei Ajax Amsterdam unter Peter Bosz und Erik ten Hag. Aktuell steht er beim italienischen Spitzenverein SSC Neapel unter Vertrag, wo bekanntlich Carlo Ancelotti tätig ist. Dass der 26-jährige Deutsch-Libanese über Talent an der Seitenlinie verfügt, bewies der gebürtige Düsseldorfer vor einigen Tagen. Denn der fünffache Nationalspieler besuchte seinen Heimatverein SG Unterrath und leitete eine Trainingseinheit mit Spielern aus mehreren Jugendmannschaften.

„Ich komme immer wieder gerne hier hin und habe nie vergessen, wo meine Wurzeln sind“, sagte Younes anschließend: „Für die Jungs war es sehr interessant zu erfahren, wie es im Profibereich läuft.“ Hier lernte er einst als Bambini das Fußballspielen, bis Späher von Borussia Mönchengladbach ihn auf einem Jugendturnier entdeckten: „Auf dem Parkplatz hinter dem Tor liegen wahrscheinlich noch heute ein paar Bälle von mir.“

Confed-Cup-Sieger schaut gerne vorbei

Zur SG Unterrath hält der Confed-Cup-Sieger von 2017 bis heute enge Beziehungen und schaut regelmäßig in der spielfreien Zeit am Franz-Rennefeld-Weg vorbei. Bereits sein Vater und seine beiden Brüder Philipp und Carim kickten hier. Im Rahmen der Trainingseinheit setzte Younes den Schwerpunkt vor allem auf viele Pässe und Richtungswechsel. Zunächst begann er mit relativ einfachen Passübungen. Später steigerte er die Intensität und gab unermüdlich Kommandos: „Los, alle in Bewegung! Ich sehe einige, die stehen.“ Immer wieder griff Younes ein und gab den Talenten wertvolle Hinweise. Beim anschließenden Elf gegen Elf machte er jedoch nicht mit. Die Verletzungsgefahr wäre zu groß gewesen.

„Es ist wichtig, dass die Jugendlichen mit Armin jemanden haben, zu dem sie aufschauen können. Schließlich spielen alle Jungs auf hohem Leistungsniveau und träumen davon, irgendwann mal in der Bundesliga zu spielen“, freute sich Unterraths A-Jugend-Trainer Toma Ivancic, der Younes zum Dank ein Trikot schenkte. Ebenso begeistert war Jugendvorstand David Piechatzek: „Wir sind sehr stolz, dass ein Nationalspieler, der hier in diesem Verein großgeworden ist, auf diesem Wege etwas zurückgibt.“

Trainerjob wäre in der Zukunft denkbar

Sehr weit geschafft hat es auch Timo Bornemann, der dem Trainerteam an diesem Tag angehörte. Der 18-Jährige war früher in der Unterrather Jugend aktiv und spielt aktuell für die U 23 von Fortuna Düsseldorf. Im Sommer reiste er bereits mit den Fortuna Profis ins Trainingslager und nahm in der Saisonvorbereitung an Testspielen teil. Auf die Frage, wie die Jungs diesem Ziel näherkommen können, antwortet Bornemann: „Man muss einfach Spaß am Fußball haben und sehr viel Zeit investieren. Dann läuft vieles von alleine.“

Auch in Zukunft möchte Younes Einheiten auf der Anlage der SG Unterrath abhalten – wenn es die Zeit zulässt. Und wer weiß, vielleicht sieht man ihn ja wirklich irgendwann mal als Trainer: „Mit Jungs zu arbeiten und ihnen dabei zu helfen, ganz oben anzukommen – das würde mir auf jeden Fall liegen.“

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