Tischtennis

Bundesliga-Start: Borussia Düsseldorf hat Lehren gezogen

Die neue Mannschaft (v.l.): Timo Boll, Omar Assar, Trainer Danny Heister, Anton Källberg, Ricardo Walther und Kristian Karlsson.

Die neue Mannschaft (v.l.): Timo Boll, Omar Assar, Trainer Danny Heister, Anton Källberg, Ricardo Walther und Kristian Karlsson.

Foto: HORSTMUELLER GmbH / Ja

Personell hat sich der Bundesligist neu aufgestellt. Es soll nicht wieder eine titellose Saison werden. Sie wird lang.

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Das wird eine lange und harte Saison für die Borussen. „Die Tischtennis-Bundesliga wurde auf zwölf Teams aufgestockt, dass heißt, wir haben im Vergleich zum Vorjahr noch zwei Spiele mehr. Und wir müssen im Pokal schon im Achtelfinale ran, haben da also auch eine Partie mehr zu bestreiten“, so Borussia-Manager Andreas Preuß.

„Wir fahren das Maximalprogramm und haben, sofern wir in Meisterschaft, Pokal und Champions League die Finals erreichen, 40 Vereinsspiele zu bestreiten. Dazu kommen für die Spieler noch die individuellen internationalen Turniere.“

Kader aufgestockt

Ob der starken Belastung in der vorolympischen Saison und um nach der titellosen Vorsaison mal wieder etwas zu feiern zu haben, haben die Borussen ihren ­etablierten Kader Timo Boll (Weltrangliste 8), Kristian Karlsson (WR 25), Omar Assar (WR 51) und Anton Källberg (WR 108) mit Ricardo Walther (WR 42) aufgestockt. Und als ­Standby-Spieler ist immer noch Sharath Kamal Achanta (WR 37) im Kader. „Ich hatte ja im letzten Jahr ­gewarnt, dass es verdammt schwer wird einen Titel zu gewinnen. Aber da hat wohl niemand richtig zugehört“, meint Preuß. „Wir haben zuletzt mit Champions League-Halbfinale und der Liga-Play-off-Qualifikation zwar eine ordentliche Saison gespielt, aber in den entscheidenden ­Spielen haben wir gepatzt. Daraus haben wir unsere Lehren gezogen“, sagt der Manager.

So war das Doppel einer der Knackpunkte und Walther ist ein guter Doppelspieler. So war der Kader auf die Dauer der Saison zu dünn besetzt gewesen. Mit Walther gibt es jetzt mehr taktische Variationsmöglichkeiten und die Spieler können auch mehr Spielpausen und manchmal dringend benötigte Erholungsphasen gegeben werden.

Kein Selbstläufer

Alles ist vorbereitet, um Titel Nummer 72 zu erreichen. Doch auch diesmal wird es kein ­Selbstläufer. „Ich glaube, dass es in der ­Meisterschaft einen Dreikampf zwischen ­Ochsenhausen, Saarbrücken und uns geben wird“, meint Källberg.

Die TTF Liebherr Ochsenhausen vertrauen mit Hugo Calderano (WR 6), Simon Gauzy (Wr 29), Jakub Dyjas (WR 60) und Ex-Borussen Stefan Fegerl (WR 70) weiterhin auf das Double-Quartett der vergangenen Saison und haben noch Vladimir Sidorenko (WR 193) verpflichtet. Saarbrücken wird weiterhin vom Ex-Borussen Patrick Franziska (WR 15) angeführt vom dreimaligen chinesischen Meisterschaftsdritten Shang Kun ergänzt und von drei ganz großen Talenten Darko Jorgic (WR 38), Cristian Pletea (WR 115) und Tomas Polansky (WR 25) komplettiert.

„Wir werden in absoluter Top-Form spielen müssen, sonst wird es nicht für einen Titel reichen“, vermutet Boll. Und Karlsson ergänzt: „Wir haben die Chancen und da Potenzial drei Wettbewerbe zu gewinnen. Am einfachsten ist es im Okal, weil man da die wenigsten Spiele gewinnen muss.“ Ernst wird es für den deutschen Rekordmeister und Rekord-Pokalsieger mit der Liga-Partie am Samstag (19 Uhr, Arag Center Court, Ernst-Poensgen-Allee 58) mit der Partie gegen den Post SV Mühlhausen.

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