Fußball

Das kann Fortuna aus dem Hinspiel gegen Leverkusen lernen

Düsseldorfs Niko Gießelmann (re.) und Leverkusens Kai Havertz haben sich viel zu erzählen.

Düsseldorfs Niko Gießelmann (re.) und Leverkusens Kai Havertz haben sich viel zu erzählen.

Düsseldorf.   Auch beim 1:2 zu Hause gegen Bayer Leverkusen zeigte Aufsteiger Fortuna Düsseldorf schon gute Ansätze. Am Sonntag steht das Rückspiel an.

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Es waren tolle 45 Minuten der Fortuna gegen Bayer Leverkusen im Hinspiel im September. Bereits damals hat sich angedeutet, was sich nun als Eindruck verfestigt hat: Die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel ist nicht nur kämpferisch gut, nein, sie kann auch richtig ordentlich Fußball spielen. Während die Düsseldorfer aber mittlerweile gelernt haben, ihre Qualitäten auch in Zählbares zu verwandeln, waren sie im Herbst noch nicht so weit. Am Ende hieß es gegen die Werkself 1:2. Doch diese Partie darf dennoch Zuversicht für das Rückspiel am Sonntag (18 Uhr) in der Farbenstadt geben.

Zur Halbzeit stand es zwar 0:0, aber die Hausherren hatten in Leverkusen einen Gegner von internationalem Niveau dominiert. Es war nicht zu erkennen, dass Fortuna der Abstiegskandidat ist und Bayer in der Europa League spielt. Doch Fortuna musste sich die Niederlage wegen einer leichtfertigen Chancenverwertung einerseits selbst ankreiden. 8:0 Chancen standen zur Halbzeit zu Buche. Andererseits begann die Werkself nach der Pause auch damit, ihre hohe individuelle Qualität auf den Platz zu bringen.

An das Niveau gewöhnt

Es lassen sich somit vor allem zwei Lehren aus dem Hinspiel ziehen. Ein Nickerchen im Abwehrverhalten dürfen sich die Fortunen gegen ein Team wie Leverkusen mit einer derartigen Offensivkraft nicht erlauben. Bayer reichten neun Minuten Schläfrigkeit für zwei Tore. Zwei Mal war Kevin Volland zur Stelle, der genau die Kaltschnäuzigkeit unter Beweis stellte, die Benito Raman in der ersten Halbzeit abgegangen war.

Aber: Die Fortunen haben seit September viel dazugelernt. Die größtenteils Bundesliga-unerfahrenen Spieler haben sich an das Niveau gewöhnt. Das belegen 16 von möglichen 21 Punkte aus den vergangenen sieben Spielen. Friedhelm Funkel spricht in diesem Zusammenhang immer vom Mut, den sein Team in einer Partie zeigen muss. Während das in Leipzig und gegen Leverkusen in der Hinrunde nur phasenweise gelang, zeigten die Düsseldorfer beim 3:0 gegen Stuttgart am vergangenen Sonntag, dass sie mittlerweile in der Lage sind, ihren mutigen Auftritt über 90 Minuten durchzuziehen.

Nicht die Balance verlieren

Dabei dürfen die Fortunen – gerade in Auswärtsspielen – nicht die Balance verlieren und müssen immer wieder schnell in die defensive Grundordnung zurückfinden. „Meine Mannschaft wollte zu schnell zu viel und ist dafür bestraft worden“, analysierte Funkel nach dem Hinspiel.

Auch in dieser Hinsicht hat das Team aber gelernt. Gerade der Auftritt beim 1:1 bei der TSG Hoffenheim vor zwei Wochen war eine Blaupause, wie die Düsseldorfer gegen spielerisch starke Mannschaften verteidigen müssen. Mit situativem Pressing verhinderte Fortuna einen geordneten Spielaufbau und gewann so den Ball auch mal in der gegnerischen Hälfte. Gelang das nicht, stand Fortuna hinter der Mittellinie kompakt, ließ kaum Torchancen zu.

So kann es auch am Sonntag gelingen, einen oder gar drei Punkte mitzunehmen.

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