2. Fußball-Bundesliga

Der nächste Ausfall droht: Funkel fällt auf Raman rein

Flügelflitzer Benito Rama wird in Ingolstadt Fortunas von Mannschaftsarzt Ulf Blecker und Physiotherapeut Carsten Fiedler (in der Hocke) behandelt.

Foto: Christof Wolff

Flügelflitzer Benito Rama wird in Ingolstadt Fortunas von Mannschaftsarzt Ulf Blecker und Physiotherapeut Carsten Fiedler (in der Hocke) behandelt. Foto: Christof Wolff

Düsseldorf.   Der 23-Jährige will in Ingolstadt unbedingt spielen. Friedhelm Funkel gibt dem Drängen des Offensivspielers nach. Jetzt ärgert sich der Trainer.

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Ab und zu unterläuft selbst so einem routinierten Trainer wie Friedhelm Funkel ein Fehler. In Ingolstadt war es quasi einer mit Ansage, denn er ist von einem seiner Prinzipien abgewichen. Er bot Benito Raman in der Startformation auf. Kurz vor der Pause nahm er ihn dann vom Feld, weil sich die alte Blessur wieder bemerkbar gemacht hatte. „Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn ich nicht auf ihn gehört und ihn nicht gebracht hätte“, meinte Funkel. „Ich muss auf mich hören und die Entscheidung treffen, was ich auch sonst immer mache. Denn die Spieler wollen immer spielen.“

Auch Benito Raman. Er hat seit Tagen muskuläre Probleme. Es zwickt am Oberschenkel und zieht zum Knie. Mannschaftsarzt Ulf Blecker vermutet, dass es sich um eine Sehnenreizung handelt. Um ganz sicher zu gehen, dass die Fasern auch nicht nur leicht angerissen sind, wird ein MRT gemacht, dass endgültige Gewissheit bringen soll. Möglicherweise reichen bereits zwei bis drei Tage Ruhe, schlimmstenfalls droht eine Pause von ein, zwei Spielen.

Raman war gehandicapt

Raman wollte in Ingolstadt unbedingt spielen. Allerdings war er gehandicapt oder an diesem Tag einfach schlecht. Auf jeden Fall rief er nicht seine gewohnte Leistung ab. Nach einem Laufduell mit Almog Cohen in der 39. Minute wurde er behandelt, wenig später aus dem Spiel genommen.

Funkel ärgert sich über sich selbst. Er ist ansonsten stets vorsichtig, verlässt sich nicht auf die Aussagen der Spieler, sondern auf sein Auge und seinen Bauch. „Es bringt nichts, wenn ein Spieler nicht hundertprozentig fit ist“, sagt er. War die Präsenz eines Spielers auf dem Platz vor Jahren und Jahrzehnten für eine Mannschaft möglicherweise schon hilfreich, so kann beim heutigen Tempospiel bereits ein lahmender Akteur spielentscheidend sein.

Funkel lässt Vorsicht walten

Entsprechend lässt Funkel Vorsicht walten, was die Rekonvaleszenten Oliver Fink und Kaan Ayhan betrifft. Kapitän Fink befindet sich nach einer Adduktorenverletzung, die er am 24. Oktober im Pokalspiel gegen Borussia Mönchenglabdach (0:1) erlitt, bereits seit vergangener Woche wieder im Aufbautraining. Ohne den 35 Jahre alten Routinier blieb die Mannschaft seitdem sieglos.

Ob Kaan Ayhan am kommenden Montag (20.30 Uhr) im Heimspiel gegen Dynamo Dresden wieder mitwirken kann, ist ungewiss. Der Verteidiger hatte gegen Heidenheim (2:2) einen Kapselriss und einen Bänderanriss im Sprunggelenk erlitten. „Ich bin schon sehr weit mit der Genesung, Dresden ist ein realistisches Ziel“, sagt er. Funkel wird jedoch Vorsicht walten lassen.

„Es lag nicht an den Ausfällen“

Dass mit Fink, Ayhan und dem gesperrten Florian Neuhaus bei der Niederlage in Bayern drei Leistungsträger fehlten, war kein Thema. „Daran lag es nicht“, sagte Verteidiger Andre Hoffmann. „Wir haben in dieser Saison immer rotiert und damit Erfolg gehabt.“

Auch im 16. Pflichtspiel wird Funkel rotieren und eine andere Startformation aufbieten als in der Begegnung zuvor, denn neben Neuhaus ist auch Marcel Sobottka nach seiner fünften gelben Karte gesperrt. (ths)

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