Fußball

Diego Contento schuftet fürs Comeback bei Fortuna

Ohne Hanteltraining geht gar nichts auf dem Weg zurück: Diego Contento.

Ohne Hanteltraining geht gar nichts auf dem Weg zurück: Diego Contento.

Foto: Christof Wolff

Düsseldorf.  Der 29-jährige Verteidiger Diego Contento spricht über seine Leidenszeit und seine Ambitionen bei Fortuna Düsseldorf.

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Läppische 22 Spielminuten in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals beim Fünftligisten Rot-Weiß Koblenz – das ist Diego Contentos bisherige Pflichtspielbilanz bei Fortuna. Zu wenig für einen gestandenen Profi, der in Düsseldorf so etwas wie einen Neustart seiner Karriere geplant hatte. Viel zu wenig. Vor allem wenn man bedenkt, dass das 5:0 gegen Koblenz fast schon ein Jahr zurückliegt.

Die Gesundheit hat nicht mitgespielt bei Contento, der von 2009 bis 2014 beim großen FC Bayern München unter Vertrag stand und in dieser Zeit 49 Bundesliga- und elf Champions-League-Spiele absolvierte. Im September 2018 erlitt er im Testspiel gegen Drittligist KFC Uerdingen einen Kreuzbandriss im linken Knie, als er einen Konter über den Ex-Fortunen Maximilian Beister unterbinden wollte. Der Heilungsprozess lief nicht wie gewünscht, es gab immer wieder kleinere Rückschläge – und so schaffte der 29-Jährige bis zum Saisonende keinen Einsatz mehr.

„Jetzt fühle ich mich gut“

„Es war eine schwere Zeit“, erinnert sich Contento mit nachdenklicher Miene. „Aber jetzt fühle ich mich gut, das ist das Entscheidende.“ Vor Rückschlägen ist der Linksverteidiger allerdings auch jetzt wieder nicht gefeit: Am Dienstag trainierte er wegen erneuter Beschwerden nicht mit der Mannschaft, sondern drehte individuell seine Laufrunden. Doch Contento steckt nicht auf. „Ich sehe diese Saison als eine neue Herausforderung“, betont er. „Es kann und wird besser werden.“

Wenn der gebürtige Münchner auf das vergangene Jahr zurückblickt, macht er das durchaus auch positiv. „Es war schon beeindruckend, wie die Mannschaftskollegen und unsere Physiotherapeuten mich unterstützt haben“, berichtet Contento. „Das war einfach super, ich habe mich nie alleingelassen gefühlt.“

Die größte und wichtigste Hilfe erhielt er jedoch von seiner Ehefrau Jessica und den Töchtern Catleya und Mileya. „Die Familie ist das Wichtigste im Leben“, sagt er mit Nachdruck. „Die ersten zwei Monate nach der Verletzung waren die schlimmste Zeit, da haben die drei mir die Freude wiedergegeben.“

Stolz auf erfolgreiche Gattin

Wenn er von seiner Frau spricht, ist Contento ohnehin jederzeit sein großer Stolz anzumerken. Die 26-Jährige ist nicht nur seine private Stütze, sondern auch eine erfolgreiche Unternehmerin. Gemeinsam mit ihrem Bruder Massimo Cancellara und dem gemeinsamen Freund Alexander Liebisch betreibt sie die Plattform Easy-Tutor, eine Online-Nachhilfe vor allem für Schüler und Studenten. „Das macht sie großartig“, sagt der Fortune und fügt scherzhaft an: „Vielleicht kann ich mich ja bald zur Ruhe setzen, und sie bringt das Geld nach Hause.“

Ernsthaft verschwendet Contento jedoch keinen Gedanken ans Aufhören. „Als ich in Bordeaux war, wollte ich unbedingt in die Bundesliga zurück, und das gilt immer noch“, versichert er. Im Trainingslager in Maria Alm, zu dem Fortuna heute abreist, will der Deutsch-Italiener den nächsten Schritt machen.

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