Deutsche Eishockey-Liga

Düsseldorfer EG gewinnt wieder nach Penaltys

DEG-Torhüter Mathias Niederberger erwartet den Schuss von Phillip Bruggisser.

DEG-Torhüter Mathias Niederberger erwartet den Schuss von Phillip Bruggisser.

Foto: Birgit Häfner

Düsseldorf.  Erst in der 49. Minute gelingt Luke Adam der einzige Treffer in der regulären Spielzeit. Im Schusswettbewerb schießt Nehring die DEG zum Sieg.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Unterschiedlicher könnten die Voraussetzungen für ein Derby kaum sein. Die Düsseldorfer EG hatte vor dem Freitag fünfmal in Folge gewonnen, die Krefeld Pinguine dreimal in Folge verloren. Und dann ist da ja noch die fragliche Zukunft der Schwarz-Gelben. Vor einigen Tagen hatte Krefelds Geschäftsführer Matthias Roos die finanziellen Sorgen öffentlich gemacht und führte diese auf fehlende Zahlungen des Pinguin-Gesellschafters Mikhail Ponomarev zurück, der ja auch schon einmal bei der DEG war – und nicht gerade im Frieden geschieden war. Auch das sind Dinge, die Spieler belasten können – taten sie aber auf Krefelder Seite nicht. Denn die Rot-Gelben gewannen „erst“ nach Penaltyschießen mit 2:1 (0:1, 0:0, 1:0, 1:0).

Fast schon ein wenig zu „lieb“ hatten sich die beiden Trainer vor der Partie. Denn Krefelds Chefcoach Brandon Reid erklärte, wie sehr er DEG-Trainer Harold Kreis schätze, unter dem er ja in Düsseldorf gespielt hatte. „Wir gehen meist vor der Saison einmal zusammen essen. Das hat diesmal aber nicht geklappt“, sagte Kreis. Letzterer war wiederum angetan vom Powerplay seiner Mannschaft, das mit entscheidend dafür war, dass die Rot-Gelben am Mittwoch gegen Mannheim gewonnen hatten. Bislang war auch das Penaltykilling im eigenen Stadion eine große Nummer – die größte, um genau zu sein: 100 Prozent. Das änderte sich, weil mutige Krefelder sich nicht ins Bockshorn jagen ließen, im ersten Drittel ebenbürtig bis besser waren und durch Kai Hospelt in Führung gingen (12.). Die DEG war ob der guten Unterzahlstatistik wohl etwas arg forsch, suchte mit zwei Spielern in der Offensive den Erfolg, sodass fünf Krefelder den Konter auf zwei Düsseldorfer fuhren konnten. Zwar hatte der aufgerückte Marco Nowak in der 14. Minute eine Topchance zum Ausgleich, letztlich hätte die Krefelder Pausenführung aber auch höher ausfallen können.

Pätzold hält lange die Null

Wirklich besser wurde es im zweiten Drittel nicht. Die DEG machte grundsätzlich kein schlechtes Spiel, war aber zu oft nicht zwingend genug. „Es ist bitter. Ich hätte schon mindestens ein Tor machen müssen, wenn nicht zwei“, haderte Kapitän Alexander Barta mit sich. „Im Großen und Ganzen machen wir aber vieles richtig.“ Richtig machte es vor allem Goalie Mathias Niederberger, der gegen Daniel Pietta (26.) und Trabis Ewanyk (28.) einen höheren Rückstand verhinderte. Zwei Minuten später hatte Rihards Bukarts zweimal die Chance, im Nachschuss zu treffen, scheiterte aber an Torhüter Dimitrij Pätzold. Die tatsächlich beste DEG-Chance hatte Barta in der 37. Minute, als er bei einem 2:1-Konter viel zu lange wartete, ob er nun passen oder schießen sollte, sich für einen Schuss entschied – aber eben so spät, dass Pätzold die Situation für Krefeld entschärfen konnte. Sekunden vor Ende des Drittels hätte es Vincent Saponari auch auf 2:0 für Krefeld stellen können, was aber für die Gäste dann auch des Guten zu viel gewesen wäre.

Die Pinguine standen auch im Schlussabschnitt kompakt – doch eine Bankstrafe gegen die Gäste wegen zu vieler Spieler auf dem Eis war der Dosenöffner. Im Nachstochern glich Luke Adam aus (49.). Bitter für die DEG: In der 54. Minute traf Reid Gardiner, das Tor zählte aber nicht, weil die Schiris zu früh abgepfiffen hatten. So fiel der Siegtreffer erst im Penaltyschießen: Der entscheidende Schütze war Chad Nehring.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben