Fußball

Erik Thommy hofft bei Fortuna auf den großen Durchbruch

November 2018: Erik Thommy jubelt über seinen Treffer für den VfB Stuttgart zum 2:0 gegen Nürnberg.

November 2018: Erik Thommy jubelt über seinen Treffer für den VfB Stuttgart zum 2:0 gegen Nürnberg.

Foto: dpa

Düsseldorf.  Angreifer Erik Thommy stößt vom VfB Stuttgart für ein Jahr auf Leihbasis mit Kaufoption zu Fortuna Düsseldorf.

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Fortunas Sportvorstand Lutz Pfannenstiel verbindet die Erläuterung des Transfers direkt mit einer Erwartungshaltung: „Erik Thommy ist mit einem außergewöhnlichen rechten Fuß ausgestattet, der vor allem bei Standards für eine Menge Gefahr sorgen kann.“ Dieser rechte Fuß sorgte vor allem in der Saison 2013/14 in der Regionalliga Bayern für Furore. Der damals 18-Jährige markierte in der Viertliga-Saison für die Zweitvertretung seines Ausbildungsvereins FC Augsburg 18 Tore.

Seither steht der gebürtige Ulmer in den Notizbüchern vieler deutscher Profiklubs. Der richtig große Durchbruch gelang ihm aber bisher nicht. Seit Mittwoch ist klar: In der kommenden Spielzeit will Thommy diesen Durchbruch in Düsseldorf schaffen. Der 24-Jährige kommt für ein Jahr auf Leihbasis vom VfB Stuttgart – mit Kaufoption.

„Ich brenne auf die nächsten Wochen“

„Ich möchte meinen Beitrag dazu leisten, dass wir schnell unsere Ziele erreichen. Das kann wie im Vorjahr nur der Klassenerhalt sein. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass das zweite Jahr nach einem Bundesliga-Aufstieg noch schwieriger ist. Umso wichtiger ist für uns die Vorbereitung. Dementsprechend brenne ich jetzt schon auf die nächsten Wochen“, erklärte Thommy.

Diese schlechte Erfahrung hat er gerade erst gemacht. In der Winterpause der Saison 2017/18 wechselte Thommy vom FC Augsburg zum Bundesliga-Aufsteiger VfB Stuttgart. In den folgenden 14 Spielen hatte er mit sechs Vorlagen und zwei Toren maßgeblichen Anteil an Platz sieben. Doch in der vergangenen Saison stürzten die Schwaben ab. Schließlich verloren sie die Relegation gegen Union Berlin und finden sich nun im Unterhaus wieder. In den Relegationsspielen durfte Thommy gar nicht mehr mitmachen. Denn in Tayfun Korkut hatte Thommy einen Trainer, der auf ihn baute. Doch nach dessen Demission im vergangenen Herbst wurden die Einsatzminuten unter Markus Weinzierl und Nico Willig immer weniger. So standen statt des großen Durchbruchs am Ende nur 19 Einsätze – keiner über 90 Minuten – mit einem Tor und einer Vorlage zu Buche.

Somit könnte Thommy zu Gute kommen, dass er nun in Friedhelm Funkel auf einen Trainer trifft, der sich hinter den Kulissen für den Transfer sehr stark gemacht hat. „Wir möchten Erik schon lange haben, seit etwa zweieinhalb Jahren“, sagte Funkel. „Wenn man eine zweite Chance bekommt, sollte man sie nutzen.“

Für Thommy, der sowohl im offensiven Mittelfeld als auch auf den Außenbahnen einsetzbar ist, ist die Fortuna seine fünfte Station im deutschen Profifußball. Neben dem FC Augsburg und dem VfB Stuttgart schnürte er auch in der dritten Liga für den SSV Jahn Regenburg und in der zweiten Liga für den 1. FC Kaiserslautern die Schuhe. Am Aufstieg des Jahn hatte Thommy mit acht Toren und neun Vorlagen großen Anteil, in der Pfalz war er zuvor von einer Schulterverletzung ausgebremst worden. In Düsseldorf glaubt man jedenfalls fest daran, dass Thommy das Zeug zum Bundesligaprofi hat. „Er ist ein hochinteressanter Spieler, dessen Entwicklung wir noch lange nicht am Ende sehen“, erklärte Pfannenstiel.

Als gutes Omen für beide Seiten könnte jedenfalls gelten, dass Thommy vom VfB zur Fortuna kommt. Es gibt schließlich reichlich Beispiele, bei denen dieser Weg ein erfolgreicher war: Jean Zimmer, Matthias Zimmermann und Marcin Kaminski lassen grüßen.

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