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Football: Düsseldorf Panther suchen neue Heimat in Garath

Auf dem Weg nach vorn: Düsseldorfs Running Back Sergei Kendus (rechts) gegen den Berliner Paul Seifert

Auf dem Weg nach vorn: Düsseldorfs Running Back Sergei Kendus (rechts) gegen den Berliner Paul Seifert

Foto: HORSTMUELLER

Düsseldorf.  Die Footballer der Düsseldorf Panther sucht eine neue Heimat. Der Fußball-Kreisligist Garather SV kann dem früheren Deutschen Meister helfen.

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Zwei Vereine auf einer Sportanlage – mit diesem modernen Konzept von sportlicher Kooperation wollen, wie berichtet, der mehrmalige American-Football-Meister Düsseldorf Panther und der Garather SV gemeinsam ihre Zukunft gestalten. Kooperationsgespräche zwischen beiden Vereinen haben längst stattgefunden – zur beiderseitigen Zufriedenheit, wie zu hören ist. Auch liegen inzwischen konkrete Pläne für eine notwendige Umgestaltung der Bezirkssportanlage an der Koblenzer Straße inklusive Bau eines Football-Stadions in Form einer machbaren Lösung vor, wie sie von einem Sportstätten-Architekten erstellt wurden.

Aber wie geht es nun weiter? Im Entscheidungsprozess ist jetzt die Politik am Zuge. Auf Anfrage dieser Zeitung teilt die Stadt Düsseldorf mit: „Die Überlegungen zur Förderung der Kooperation zwischen dem Garather SV und den Düsseldorf Panthern werden derzeit konkretisiert und befinden sich in der verwaltungsinternen Abstimmung.“ Ein abschließendes Ergebnis stehe noch aus. Dringlichkeit.

Der Garather Vorsitzende Peter Heinen hofft auf eine rasche positive Entscheidung. „Wir brennen darauf“, erklärt er und begründet die Dringlichkeit mit dem Zustand der Sportanlage seines Vereins, die in die Jahre gekommen und entsprechend renovierungsbedürftig sei.

Zudem belaste die fortwährende Pflege des neun Hektar großen Grundstückes den Garather Sportverein erheblich. „Auf zwei Schultern verteilt ist dieser Aufwand für alle Beteiligten leichter zu stemmen.“

Es gibt natürlich auch Vorteile für Garath beim gesamten Vorhaben. „Die geplante Ansiedlung eines Football-Leistungsstützpunktes wird den Stadtteil Garath erheblich aufwerten“, betont Heinen. Vom Besuch nationaler und internationaler Gäste bei den Footballspielen profitiere nicht zuletzt die Garather Geschäftswelt. Eine etwaige Einschränkung des Sportbetriebs während der Baumaßnahmen fürchtet Heinen nicht: „Der Umbau wird in Modulen erfolgen, so dass auch der Schulsport auf der Anlage ungehindert stattfinden kann.“

Den Düsseldorf Panthern fehlt eine eigene Heimstätte. „Wir führen ein Nomadenleben“, klagt Vorstandsmitglied Michael Wevelsiep. Das wirkt sich natürlich auf die sportlichen Leistungen aus. Trainingsbetrieb und Meisterschaftsspiele finden an völlig verschiedenen Orten statt, was einen hohen Zeit- und Kostenaufwand bezüglich Equipment und Durchführung erforderlich mache.

Neben dem Benrather Stadion müssen die Nebenplätze an der Merkur-Spielarena genutzt werden. „Bei Turnieren müssen wir dann auch noch in den Sportpark Niederheid ausweichen“, erklärt Wevelsiep.

Zwölf Jahre nach Rhein Fire

Mit Blick auf den Beginn der Vorbereitungen für die Fußball-Europameisterschaft 2024 mit Spielort Düsseldorf warnt Wevelsiep vor einer dramatischen Verschärfung der Wanderschaft seiner Footballer.

Die halten seit dem Aus des Profiteams Rhein Fire im Sommer 2007, das im Schnitt meist 30.000 Zuschauer auf die Beine brachte, die Fahne ihrer Sportart in Düsseldorf hoch. Im vergangenen Oktober in der Relegation gegen die Hamburg Huskies gelang mit zwei Siegen die Rückkehr in die German Football League, der aktuell höchsten deutschen Spielklasse. Dort sind die Panther nach acht Niederlagen in acht Spielen aber Tabellenletzter.

„Derzeit ist nicht abzusehen, ob es dann an der Merkur-Spielarena für uns überhaupt noch genügend Platz gibt“, lautet Wevelsieps Befürchtung. Ein Ausweichen auf andere Anlagen sei für die Panther kaum möglich, weil diese längst ausgelastet sind.

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