Fußball-Bundesliga

Fortuna-Torwart Wolf: Die Leidensgeschichte geht weiter

Raphael Wolf muss wieder pausieren, Michael Rensing (im Hintergrund) bleibt die Nummer eins.

Raphael Wolf muss wieder pausieren, Michael Rensing (im Hintergrund) bleibt die Nummer eins.

Foto: Horstmüller

Sonntag (18 Uhr) spielt Fortuna Düsseldorf in der Bundesliga in Leverkusen. Torhüter Raphael Wolf wird fehlen. Die Leidensgeschichte geht weiter.

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Die Leidensgeschichte des Raphael Wolf findet einfach kein Ende. Nicht genug, dass er vor Saisonbeginn seinen Stammplatz im Fortuna-Tor an Michael Rensing verlor: Viel härter trafen den 30-Jährigen die gesundheitlichen Rückschläge, die ihn in der Folge ereilten. Lediglich das DFB-Pokalspiel der ersten Runde bei Rot-Weiß Koblenz (5:0) konnte Wolf bestreiten – anschließend setzte ihn eine Nackenverletzung außer Gefecht.

So wird der Aufstiegstorhüter auch am Sonntag (18 Uhr) im Bundesligaspiel bei Bayer Leverkusen nicht auf der Bank sitzen. Schlimmer noch: Wann er wieder ernsthaft den Konkurrenzkampf mit Rensing aufnehmen kann, steht völlig in den Sternen. „Wir haben Rapha erst einmal für 14 Tage völlig aus allem rausgenommen“, berichtet Trainer Friedhelm Funkel. „Er fährt für diese Zeit zu seiner Familie nach Hamburg und stößt erst Anfang März wieder zur Mannschaft.“

Nur langsame Fortschritte

Hintergrund sind erneut medizinische Probleme, wie Funkel erklärt: „Rapha hat immer noch Schwindelgefühle. Die Fortschritte, die er macht, sind sehr, sehr langsam.“ Gut möglich sogar, dass der gebürtige Münchner in dieser Saison gar nicht mehr vollständig fit wird.

Ein weiteres Sorgenkind Fortunas dagegen ist wieder an Bord – und das enthebt seinen Trainer Friedhelm Funkel am Sonntag einiger Sorgen.

Hoffmann kommt für Ayhan

„Es ist kein Geheimnis, dass Andre Hoffmann anstelle des gesperrten Kaan Ayhan in die Startelf rücken wird“, sagt Funkel mit Blick auf das Leverkusen-Spiel ungewohnt deutlich, verrät er doch seine Aufstellung normalerweise ebenso gern wie ein Schweizer Bankier die Besitzer seiner Nummernkonten.

Der frühere Hannoveraner Hoffmann kam nach seiner ebenfalls sehr langwierigen Gehirnerschütterung bereits beim 1:1 in Hoffenheim und im DFB-Pokalachtelfinale beim FC Schalke 04 (1:4) über jeweils 90 Minuten zum Einsatz, vertrat dabei den erkrankten Polen Marcin Kaminski.

Der Nationalverteidiger wird nun gegen die Werkself an Hoffmanns Seite in der Abwehrzentrale stehen, und beide genießen das volle Vertrauen ihres Coaches. Auch das Fehlen seines Regisseurs Kevin Stöger (wie Ayhan wegen der erhaltenen fünften Gelben Karte gesperrt) bereitet Funkel kein Kopfzerbrechen. „Ich werde mir noch überlegen, wie wir Kevins Ausfall am besten kompensieren“, sagt der Coach. „In Sachen System haben wir alles auf der Pfanne, 4-5-1, 4-3-3, 4-2-3-1, mal sehen.“ Interessant dabei, dass der 65-Jährige in seinen Überlegungen keine Formation mit drei Innenverteidigern als Beispiel anführt – aber das kann ebenso gut ein Bluff in Richtung Bayer sein.

Keinen Gedanken verschwendet der Trainer darauf, dass mit dem unglücklichen 1:2 gegen Leverkusen in der Hinrunde die böse Serie von sechs Niederlagen in Folge begann. „Das spielt überhaupt keine Rolle“, versichert Funkel. Tatsächlich lässt sich aus dieser Erinnerung sogar eine gute Option ableiten: Sollte Fortuna diesmal auch gegen einige dieser sechs Gegner punkten können, würde sie ihre ohnehin sehr guten Chancen auf den Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga womöglich schon entscheidend vergrößern.

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