Fußball

Fortuna-Trainer Funkel warnt vor „ganz schwerer Saison“

Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel.

Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel.

Foto: Roland Weihrauch / dpa

Düsseldorf.  Zufrieden reiste die Düsseldorfer Fortuna aus ihrem Trainingslager zum Testspiel nach Siegen. Gute Nachrichten gibt es bei Kenan Karaman.

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Es war der Tag der Abschiede aus den Trainingslagern. Für Fortunas Profis erfolgte er ganz nach Plan, denn nach einer Woche am Wiesensee in Westerwald zogen die Düsseldorfer weiter nach Siegen, wo sie am Abend das zweite Testspiel der Saison beim Oberligisten Sportfreunde Siegen absolvierten.

„Ich bin sehr zufrieden mit dem Ablauf hier“, resümierte Trainer Friedhelm Funkel. „Wir haben ein wenig mit dem Ball, aber vor allem auf dem physischen Bereich gearbeitet. Der wird auch in der neuen Saison wieder ganz wichtig für uns sein.“

Doch nicht nur Fortuna beendete ihr Trainingslager, sondern auch Erik Thommy, Offensivspieler des VfB Stuttgart – und dessen Abschied aus St. Gallen erfolgte schon weniger nach Plan. Bemerkenswert und untypisch für die Branche, dass der VfB über seinen offiziellen Twitterkanal mitteilte, Thommy habe sich von seinen Mitspielern verabschiedet, um Vertragsgespräche mit einem anderen Klub zu führen. Fortuna nennt der Bundesliga-Absteiger dabei zwar nicht, doch dass sie das Ziel des 24-Jährigen ist, bestreitet inzwischen niemand mehr.

Thommy im Anflug

Ob er davon ausgehe, dass Thommy bereits am Donnerstag, nach den zwei freien Tagen, zum Training in Düsseldorf erscheine, wird Funkel gefragt. „Ich gehe erst davon aus, wenn alle Formalitäten erledigt sind“, antwortet der Chefcoach. „Wir sind schon seit zweieinhalb Jahren an Erik interessiert. Damals hat es leider nicht geklappt, vielleicht schaffen wir es diesmal. Wenn sich eine zweite Chance bietet, muss man sie nutzen.“ Das ist nicht einmal der Versuch eines Dementis.

Auch über die kommende Spielzeit spricht Funkel nach dem ersten Abschnitt der Vorbereitung ganz offen. „Wir haben eine ganz schwere Saison vor uns“, betont er. „Was im vergangenen Jahr mit uns passiert ist, war ein Wunder. Und Wunder lassen sich nicht so schnell wiederholen.“ Der 65-Jährige spielt dabei auch auf den Verlust der Angreifer Dodi Lukebakio und Benito Raman (je zehn Tore) und den Kreuzbandriss von Regisseur Kevin Stöger an, der frühestens im Winter wieder einsatzfähig sein kann.

Spielweise nicht großartig umstellen

„Wir möchten unsere Spielweise nicht großartig umstellen, weil Kevin fehlt“, erklärt Funkel. „Wir behalten uns auch vor, noch jemanden für seine Position zu verpflichten, aber damit lassen wir uns sehr viel Zeit.“ Soll heißen: Funkel und Sportvorstand Lutz Pfannenstiel hoffen auf eine interne Lösung, zum Beispiel den Durchbruch von Aymen Barkok. Vor allem soll die große Stärke, das schnelle Umschalten, erhalten bleiben – und dafür sollen nicht zuletzt Zugang Bernard Tekpetey sowie die avisierten Neuen Thommy und Nana Ampomah sorgen.

Am Donnerstag stößt in jedem Fall Dawid Kownacki nach Beendigung seines U21-EM-Sonderurlaubs zum Team. Ihn sieht Funkel allerdings eher als vorderste Spitze, „wobei ich ihn überall in der Offensive einplane“, ergänzt der Coach. „Vor allem aber werden wir Dawid die Zeit geben, die er braucht. Wir dürfen bei all seinem Talent nicht vergessen, dass er erst 22 ist.“

Entwarnung bei Karaman

Fortuna-Stürmer Kenan Karaman hat im Trainingslager am Wiesensee nicht den zunächst befürchteten Innenbandriss erlitten. Die MRT-Untersuchung des rechten Knies ergab lediglich einen Kapselriss mit Einblutung, der nur eine kurze Pause erfordert.

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