Fußball

Håvard Nielsen: Abschied von Fortuna Düsseldorf naht

Arbeit an der Grasnarbe: Fortuna Håvard Nielsen im MSV-Dress (links), hier gegen Sandhausens Dennis Diekmeier.

Arbeit an der Grasnarbe: Fortuna Håvard Nielsen im MSV-Dress (links), hier gegen Sandhausens Dennis Diekmeier.

Foto: Roland Weihrauch / dpa

Düsseldorf.  Die Zeichen stehen auf Trennung. Fußball-Bundesligist Fortuna Düsseldorf plant nicht mehr mit dem an den MSV Duisburg verliehenen Håvard Nielsen.

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Das hatte sich Håvard Nielsen in Düsseldorf ganz anders vorgestellt. Als der Norweger vor zwei Jahren vom SC Freiburg zur Fortuna wechselte, träumte er von einer verheißungsvollen Zukunft in der Bundesliga. Seiner Mannschaft gelang zwar der Aufstieg ins Fußball-Oberhaus, doch der Norweger hatte sportlich keine Anteile an dem Höhenflug der Rot-Weißen. Nun sucht der 25-Jährige eine neue sportliche Heimat.

Lutz Pfannenstiel macht kein Geheimnis daraus, dass er nicht mit ihm plant. „Die Zeichen stehen auf Abschied“, sagt Fortunas Sportlicher Leiter. Nielsen war im Sommer 2017 aus Freiburg an den Rhein gekommen. In 23 Zweitligaspielen hatte er im Breisgau drei Tore vorbereitet. Ein eigener Treffer gelang ihm nicht.

Fortuna hatte den Skandinavier geholt, um Rouwen Hennings zu entlasten, der in der Spielzeit 2016/17 die Last des Toreschießens fast alleine stemmen musste. Doch der Verein hatte kein Glück mit dem schnellen Angreifer. Der sympathische Mann aus Oslo kam im Team von Trainer Friedhelm Funkel nie zum Zuge, stand ganz klar im Schatten von Dodi Lukebakio, Benito Raman und Hennings und somit in der Saison 2018/19 keine einzige Sekunde auf dem Platz.

Lob von Sportleiter Pfannenstiel

Nielsen gehörte nur achtmal zum 18er-Aufgebot der Düsseldorfer, wartete vergeblich auf eine Einsatzchance. Im Winter wurde Nielsen dann an den MSV Duisburg ausgeliehen. Torsten Lieberknecht, Trainer des Zweitligisten, hatte sich an seinen ehemaligen Schützling erinnert, der unter ihm bei Eintracht Braunschweig seine beste Zeit erlebt hatte. Von Januar 2014 bis Sommer 2015 hatte Nielsen bei den Löwen in Liga eins und zwei 48 Partien absolviert und dabei insgesamt zwölf Tore erzielt – eine gute Quote. An der Wedau wurde Nielsen auf Anhieb Stammspieler, kam in 16 Rückrundenpartien zum Einsatz, erzielte vier Tore und bereitete zwei vor. Den Abstieg der Zebras in die 3. Liga konnte er aber nicht verhindern.

Nach dem Ende der sechsmonatigen Leihe gehört er nun wieder zum Kader der Fortuna, da sein Vertrag noch bis Juni 2020 läuft. Eine Zukunft in Düsseldorf hat der Norweger aber nicht. Ausleihen können die Düsselorfer ihn nicht noch einmal. Es sei denn, sie würden den Kontrakt erneut verlängern.

In der Bundesliga war Nielsen nicht mehr als Statist. Für Pfannenstiel ist Nielsen aber ein erstklassiger Kicker fürs Fußball-Unterhaus. „Er wird in der Zweiten Liga eine gute Rolle spielen“, sagt der Sportliche Leiter, der in ihm einen guten Charakter sieht. „Håvard ist ein toller Mensch, ein Musterprofi. Er hat sich bei uns immer absolut professionell verhalten“, sagt Pfannenstiel.

Während der Sommerpause hat sich Nielsen in seinem Heimatland fit gehalten. Das zumindest zeigen die Bilder, die er in den vergangenen Tagen über die sozialen Medien veröffentlichte. Einen neuen Verein hat der Stürmer aber noch nicht gefunden. Die Zeit drängt, denn die Zweitligisten sind mitten in der Vorbereitung auf die neue Saison.

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