Fortuna Düsseldorf

Neuer Verteidiger: So plant Friedhelm Funkel mit Kasim Adams

In Lauerstellung: Kasim Adams

In Lauerstellung: Kasim Adams

Foto: janning

Das Vertrauen haben zu Beginn andere. Doch die Chance des Zugangs der Fortuna könnte früher kommen als gedacht.

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Fortuna hat den vergangenen Samstag abgehakt. Für Friedhelm Funkel ist der wenig überzeugende Sieg in der ersten Pokalrunde gegen den Fünftligisten Villingen ohnehin ebenso wenig aussagekräftig. „Das hat mit dem Spiel in Bremen am Samstag rein gar nichts zu tun“, sagt der Trainer. Und deshalb wird der 65-Jährige auch einem Großteil der Mannschaft, die im Schwarzwald spielte, beim Bundesligastart vertrauen. Das gilt insbesondere auch für die Innenverteidiger Kaan Ayhan und Andre Hoffmann. Zugang Kasim Adams muss sich vorerst hinten anstellen.

Dabei hatten insbesondere Ayhan und Hoffmann in Villingen wenige Argumente dafür geliefert, sie erneut zu nominieren. Beide agierten gegen den vier Klassen tiefer spielenden Gegner zu nachlässig in den Zweikämpfen, wirkten merkwürdig verunsichert, zeigten ungewohnte Schwächen im Stellungsspiel. Doch Funkel lässt seine verdienten Abwehrspieler nicht nach einem schlechten Spiel schon fallen. Dafür ist der Coach bekannt. Deshalb sagt er auch in aller Deutlichkeit: „Erstmal spielen Kaan und Andre. Die beiden bekommen mein Vertrauen.“

Zunächst auf der Bank

Adams wird aller Voraussicht nach aber im 20er-Kader in Bremen dabei sein, muss sich zunächst mit der Rolle auf der Bank begnügen. „Und dann wird es von der Form, von Verletzungen und Gelbsperren abhängen, ob sich daran etwas ändert. Kasim muss etwas Geduld haben. Vielleicht geht es aber auch schneller als gedacht. Ich weiß es noch nicht“, sagt Funkel.

Der 24-Jährige wurde erst in der vergangenen Woche von der TSG Hoffenheim für eine Saison ohne Kaufoption ausgeliehen. „Er hat noch ein bisschen Trainingsrückstand nach dem Afrika-Cup. Er hat ja erst Anfang August wieder mit dem Trainingsbetrieb angefangen und dann zwei Testspiele für Hoffenheim gemacht“, erklärt Funkel, der aber sehr froh darüber ist, dass Sportvorstand Lutz Pfannenstiel den jungen Ghanaer nach Düsseldorf gelotst hat. „Kasim ist ein anderer Spielertyp als die Innenverteidiger, die wir sonst in unserem Kader haben. Er ist robuster, im Zweikampf sehr aggressiv. Er haut sich richtig in Kopfbälle rein, da verspreche ich mir auch Gefahr für unsere Offensivaktionen“, betont Funkel.

Dass Adams es mit seiner aggressiven Spielweise bisweilen auch übertreibt, haben sie in Düsseldorf allerdings ebenfalls zur Kenntnis genommen. „Wenn wir mal an das Eröffnungsspiel der vorigen Saison denken, Bayern gegen Hoffenheim, da hat er so hingelangt, das war schon des Guten zu viel. Da hatte er Glück, dass er nicht des Feldes verwiesen wurde“, sagt Funkel. „Diese Aggressivität muss er besser kanalisieren, dann ist er ein Spielertyp, der uns helfen kann.“

Geduld ist gefordert

Doch bis dahin ist Geduld gefordert. Denn Ayhan und Hoffmann konnten die Vorbereitung komplett absolvieren, sind in einer hervorragenden körperlichen Verfassung. Besonders für Hoffmann ist das ein gutes Gefühl, nachdem er in der vergangenen Spielzeit nahezu die gesamte Hinserie aufgrund der Nachwirkungen einer Gehirnerschütterung verpasste. Nun will der 26-Jährige seinen Platz in der Startelf um jeden Preis verteidigen.

Um das zu erreichen, muss er mit dafür sorgen, dass die Vorgabe des Trainers erfüllt wird: „Wir dürfen nicht mehr so leicht Gegentore bekommen. Wir müssen unser Defensivverhalten im Strafraum verbessern.“

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