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Panther-Coach John Leijten muss gehen

Ratlos: Der inzwischen ehemalige Panther-Trainer John Leijten am Samstag im Spiel gegen Kiel.

Ratlos: Der inzwischen ehemalige Panther-Trainer John Leijten am Samstag im Spiel gegen Kiel.

Foto: Benefoto

Düsseldorf.   Gegen Kiel gibt der Erstligist beim 10:20 eine Führung aus der Hand und steht weiterhin am Tabellenende der GFL. Tim Johnson ist neuer Headcoach.

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Für die Düsseldorfer Panther reichte es auch im neunten Saisonspiel nach dem Aufstieg in die German Football League zum ersten Punktgewinn. Die Hausherren begannen zwar gegen die Kiel Baltic Hurricanes ungewohnt stark, mussten sich aber doch mit 10:20 geschlagen geben. Damit sind die Chancen, den Klassenerhalt ohne Entscheidungsspiele zu erreichen, nur noch theoretischer Natur. Das sah auch Cheftrainer John Leijten so. „Jetzt müssen wir uns darauf konzentrieren, über die Relegation die Liga zu sichern“, sagte er nach dem Spiel.

Diese Unterfangen wird Leijten aber nicht mehr in Angriff nehmen, er wurde noch am Samstag freigestellt. „Die Spiele unserer Mannschaft seit Saisonbeginn entsprechen nicht unseren Erwartungen. Der Saisonverlauf hat deutlich gezeigt, dass wir Konsequenzen ziehen mussten“, erklärte Michael Wevelsiep, der sportliche Leiter des Klubs. Neuer Headcoach wird der ehemalige NFL-Profi und Rhein-Fire-Spieler Tim Johnson, der bisher schon für die Linebacker der Panther verantwortlich war.

Guter Auftakt vor 700 Fans

Die 700 Zuschauer im brütend heißen Stadion in Benrath staunten nicht schlecht, als die Panther mit ihrer bisher besten Saisonleistung in die Partie gegen die Mannschaft von der Ostsee starteten. Neben einer bärenstarken Abwehr konnte zunächst auch die Offense um Quarterback Christian Strong durch einen variantenreichen Auftritt überzeugen. Durch ein Fieldgoal von Daniel Schuhmacher aus 41 Yards ging der Traditionsverein dann auch mit 3:0 in Führung – es war die erste in dieser Saison.

Und damit nicht genug: Gleich mit dem ersten Ballbesitz im zweiten Quarter fand Strong seinen bisher besten Receiver Feli Manoka in der Endzone. Durch diesen Touchdown und Schuhmachers Extrapunkt lagen die Panther plötzlich mit 10:0 vorne. Ein Punt-Return der Kieler leitete wenig später jedoch den ersten Touchdown der Gäste ein. Fortan verloren die Hausherren den Faden. Es folgte eine Flut völlig unnötiger Strafen, hinzu kamen viel zu viele einfache Fehler. Zwei davon begünstigten noch vor dem Halbzeitpfiff die 13:10-Führung der Kieler.

Nach der Pause lief nichts mehr

Nach dem Seitenwechsel fanden die Hausherren nicht mehr zu ihrem harmonischen Spiel aus der Anfangsphase zurück. Der Panther-Angriff wirkte unkonzentriert und manches Mal unüberlegt. Leicht zu fangende Pässe wurden fallen gelassen, viele Würfe gingen ins Niemandsland, und ein richtiger Spielfluss kam kaum auf. Selbst die zuvor so überragende Defense leistete sich einige Schnitzer. So ließ der ansonsten gute amerikanische Linebacker Jacob Adelman seinen Gegenspieler Aaron Bruning einen 49-Yard-Pass unbehelligt aufnehmen und zum dritten und letztlich alles entscheidenden Kieler Touchdown verwandeln. (mjo)

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