Tennis-Bundesliga

Rochusclub Düsseldorf träumt den Meister-Traum

Schlägt am Wochenende für den Rochusclub auf: Lukas Rosol.

Schlägt am Wochenende für den Rochusclub auf: Lukas Rosol.

Foto: HORSTMüLLER

Düsseldorf.  Bei günstigem Verlauf der letzten beiden Spieltage kann das Team von Detlev Irmler am Wochenende den ersten Titel der Vereinsgeschichte feiern.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Für das Rochusclub Düsseldorf ist in der Tennis-Bundesliga noch vieles möglich. Am „Super-Wochenende“ der Liga – zum Saisonabschluss werden die letzten zehn Partien der zehn Erstligisten am Samstag und Sonntag gespielt – kann sogar noch die Meisterschaft herausspringen. „Wir geben alles“, garantiert Rochusclub-Teamchef Detlev Irmler. So werden mit Pablo Andujar (Weltrangliste 68) und Roberto Carballes Baena (WR 75) zwei Top-100 Spieler für den Rochusclub antreten.

Auch Marco Trungelliti (WR 210) und Lukas Rosol (WR 152) sind dabei. „die beiden sind eigentlich auch Top-100-Spieler. Marco musste im Frühjahr wegen Rückenbeschwerden bei sechs Turnieren passen und ist im Ranking nach unten gepurzelt“, erklärt Irmler. Wozu der Argentinier in der Lage ist, bewies der 29-Jährige zuletzt mit seinem Bundesliga-Erfolg über Albert Ramos-Vinolas (WR 52).

Heimspiel gegen Köln, Auswärtsspiel gegen Krefeld

Als Verstärkung für die Rochus­club-Doppel stehen Matwe Middelkoop (WR Doppel 53), Sander Arends (WR Doppel 92) und Hans Podlipnik-Castillo (WR Doppel 104) zur Verfügung. Mit diesem Team geht der Rochusclub ins letzte Heimspiel der Saison gegen den Kölner THC Stadion Rot-Weiß (10. August, 12 Uhr, Rolander Weg) und fährt am Sonntag zum derzeitigen Tabellenführer Blau-Weiß Krefeld (11. August, 11 Uhr, Hüttenallee).

„Wir können der Totengräber für Köln sein, denn der KTHC Stadion ist als Tabellenvorletzter massiv abstiegsgefährdet. Wir können Meistermacher für Krefeld sein und je nachdem wie die anderen spielen uns auch eventuell noch selber zum Meister machen“, sagt Irmler über die Ausgangslage.

Um die erste Rochusclub-Meisterschaft klarzumachen, müssen Krefeld und Titelverteidiger TK GW Mannheim mindestens drei Punkte verlieren, der Rochusclub muss beide Matches gewinnen. „Und dann geht es noch um das Match- oder gar Satzverhältnis“, erklärt Irmler. Er hat seine Mannschaft jedenfalls so aufgestellt, dass am Sonntagabend vier Punkte mehr auf dem Konto sein können.

Kein Kinderspiel

Ein Kinderspiel wird das aber nicht werden, denn die Kölner werden alles daran setzen, die Punkte aus Düsseldorf zu entführen. Aber unter anderem sind die Kölner Wessley Koolhof WR Doppel 23), Benoite Paire (WR 29), Fabio Fognini (WR 11) und Andreas Mies (WR Doppel 25) aktuell im kanadischen Montreal beim Coupe Rogers aktiv.

„Ich traue es den Kölnern zu, dass sie auch kurzfristig Leute über den großen Teich fliegen lassen. Sie müssen bei uns gewinnen, um sich die Chance auf den Klassenerhalt zu erhalten“, erläutert Irmler. Er rechnet fest mit dem Aufschlag von Dustin Brown (WR 149) und dem aufstrebenden Briten Jan Choinsky (WR 262). „Alles andere ist reine Spekulation“, so Irmler.

In Krefeld werden wohl der Italiener Stefano Travaglia (WR 79) und der Brasilianer Rogerio Dutra Silva (WR 677) auf die Irmler-Truppe warten. Wer das BW-Quartett ergänzt, hängt von den Turnierergebnissen in dieser Woche ab. Aber Krefeld spielt morgen beim amtierenden Meister aus Mannheim und wird auch Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um auch einige ihrer Top-Leute zum Mitspielen zu bewegen. Und wenn die einmal in Deutschland sind, können sie auch direkt nochmal gegen den Rochusclub aufschlagen. (tino)

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben