Tennis

Rochusclub startet voller Zuversicht in die Saison

Pablo Andujar ist Herz und Seele des Rochusclub-Teams.

Pablo Andujar ist Herz und Seele des Rochusclub-Teams.

Foto: HORSTMUELLER GmbH / Ja

Düsseldorf.  Der Rochusclub will in der Bundesliga um mehr als nur um den Klassenerhalt spielen. Teamchef Detlev Irmler verpflichtet spielstarke Zugänge.

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Detlev Irmler ist kein Mensch, der zu hochfliegenden Übertreibungen neigt. Eher stapelt er tief und lässt sich positiv überraschen. So hat der Chef des Bundesligateams des Rochusclubs in den vergangenen Jahren den Klassenerhalt als Saisonziel ausgegeben, dabei aber immer gesagt, dass auch das nicht sicher sei. Vor der jetzt anstehenden Bundesligasaison (der Rochusclub startet mit dem Heimspiel gegen TC Großhesselohe am 7. Juli in die Liga) aber weicht der Teamchef von seiner Linie ab. „Wir haben in den letzten Jahren immer vorne mitgespielt und waren das Überraschungsteam. In dieser Saison sind wir so stark aufgestellt, da wäre es eine Überraschung, wenn wir unten mitspielten“, sagt Irmler. „Klar ist der Klassenerhalt das Mindestziel, aber diesmal wollen wir mehr.“

Erstklassig besetzte Konkurrenz

Aber auch das wird kein Selbstläufer. Ein Blick auf die Aufstellungen der neun anderen Teams zeigt, dass das von der Tennisbundesliga selbst verliehene Prädikat „Weltklasse im Club“ stimmt. Unter anderen stehen der Österreicher Dominic Thiem (Weltrangliste 4/TK GW Mannheim), der Serbe Dusan Lajovic (WR 31/Mannheim), der Italiener Fabio Fognini (WR 10/Kölner THC Stadion RW), der Spanier Roberto Bautista-Agut (WR 20/TK Kurhaus Lambertz Aachen), Jan-Lennard Struff (WR 35/ Kurhaus), der Chilene Cristian Garin (WR 32/TC BW Krefeld), der Italiner Marco Cecchinato (WR 40/Krefeld), Philipp Kohlschreiber (WR 50/Gladbacher HC) in den Meldelisten. Und auch ein frisch gebackener Grand Slam-Sieger ist dabei. Kevin Krawietz, der vor kurzem zusammen mit Andreas Mies das Doppel der French Open gewann, schlägt für Großhesselohe auf. Nur der TC Weinheim mit John Millman (WR 57), TuS Sennelager mit Antoine Hoang (WR 111), TK BW Aachen mit Prajnesh Gunneswaran (WR 95) und der Rochusclub haben keinen Top-50-Spieler im Aufgebot. Bei den Düsseldorfern ist Juan Ignacio Londero (WR 59) aber nicht so weit weg von den Top 50.

Irmlers Kader hatte vor der Saison einen Aderlass zu verkraften. Mit Mats Moraing und Jozef Kovalik verließen zwei Stammkräfte Düsseldorf. „Wir sind immer noch befreundet und Mats und Jozef haben mich gefragt, was sie machen sollen, als die Angebote kamen“, erläutert der Teamchef. „Bei einem Angebot des Doppelten wären sie geblieben, weil es aber das Dreifache war, habe ich gesagt, sie müssen wechseln. Beim Dreifachen hört die Freundschaft eben kurz mal auf.“

Spielstarker Ersatz

Irmler hat aber ordentlich nachgearbeitet und spielstarken Ersatz verpflichtet. So stehen jetzt Jaume Munar (WR 88), Juan Ignacio Londero (59), Pablo Andujar (WR 78), Roberto Carballes Baena (WR 72), Pedro Sousa (WR 122), Ricardas Berankis (WR 73), Marcel Granollers Pujol (WR 110), Marco Trungelliti (WR 163), Henri Laaksonen (WR 93), Lukas Rosol (WR 137), Filip Horansky (WR 172), Henri Squire (WR 1278), und die Doppel-Spezialisten Matwe Middelkoop (Doppel-WR 43), Sander Arends (Doppel-WR 91) und Hans Podlipnik-Castillo (Doppel-WR 100) im Rochusclub-Kader. „Pablo und Lukas werden Herz und Seele des Teams sein. Gerade Pablo hat mir auch für die zweite Hälfte der Saison zugesagt, wenn der Tenniszirkus sich vorwiegend in Amerika bewegt“, so Irmler. „Normalerweise hält Pablo, was er verspricht.“

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