Fortuna Düsseldorf

Schulterverletzung: Was der Ausfall von Barkok bedeutet

Schmerzhaftes Ende eines Testspiels. Aymen Barkok hält sich gegen den TSV Bockum die rechte Schulter

Schmerzhaftes Ende eines Testspiels. Aymen Barkok hält sich gegen den TSV Bockum die rechte Schulter

Foto: frederic Scheidemann

Die Verletzung sorgt dafür, dass Sportdirektor Pfannenstiel auf dem Transfermarkt aktiv werden muss. Denkbar ist eine Leihe.

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Schon wieder Aymen Barkok. Erst in der vergangenen Saison erlitt der talentierte Mittelfeldmann unmittelbar vor dem Start in die neue Bundesligasaison eine Verletzung. Nun muss Barkok erneut aussetzen. Und nun hat es ihn sogar noch schlimmer erwischt als beim letzten Mal: Schultereckgelenk-Sprengung – und das in einem Testspiel gegen einen Kreisligisten. Friedhelm Funkel war das 7:0 gegen den TSV Bockum am Dienstagabend in Krefeld dann auch relativ egal.

Der Trainer sprach indes von einem „Schock“, den die Verletzung ausgelöst habe. Am Mittwoch wurde Barkok, der von Eintracht Frankfurt für ein weiteres Jahr ausgeliehen wurde, erfolgreich in der Kölner MediaPark-Klinik operiert. Er fällt „bis auf Weiteres“ aus, wie es vom Klub heißt.

Situation gemeinsam bewerten

Der mehrwöchige Ausfall des 21-Jährigen bringt Lutz Pfannenstiel dazu, wieder aktiver den Transfermarkt zu sondieren. Eigentlich hatte Fortunas Sportvorstand die Zugangsseite für diesen Sommer bereits mit einem grünen Haken versehen. Nun sagt er: „Wir setzen uns zusammen und bewerten die Situation. Ob wir nochmal auf dem Transfermarkt aktiv werden, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen.“

Und auch Funkel begrüßt, dass ein Zugang zumindest in Erwägung gezogen wird. Auch wenn er trotzdem sagt: „Wir sind im zentralen Mittelfeld zwar gut besetzt.“

Ein Blick auf den Kader bestätigt diese Einschätzung. In Marcel Sobottka, Alfredo Morales, Lewis Baker, Adam Bodzek, Oliver Fink, Andre Hoffmann und Johannes Bühler gibt es sieben weitere Spieler, die im zentralen Mittelfeld eingesetzt werden können.

Ein genauerer Blick offenbart aber auch, dass der Großteil der genannten Akteure ihre Stärken eher in den defensiven Aufgaben haben. In Kevin Stöger, der noch bis zur Winterpause mit einem Kreuzbandriss pausieren muss, fehlt bereits ein anderer Kreativspieler in der Zentrale. Gut möglich also, dass Sportvorstand Pfannenstiel für diesen Bereich noch einen Leihspieler nach Düsseldorf lotst.

Falls sich die Verantwortlichen gegen einen Transfer entscheiden, liegt noch mehr offensive Verantwortung auf den Außenbahnspielern. Im zentralen Mittelfeld könnten dann – je nach System – Morales, Baker, Sobottka und/oder Fink auflaufen.

Leichte Personalsorgen

Auf den Außenbahnen plagen die Fortunen vor dem ersten Saisonspiel bei Werder Bremen am Samstag (15.30 Uhr) aber auch noch leichte Personalsorgen. Erik Thommy musste zuletzt knapp drei Wochen mit Muskelproblemen pausieren. Zugang Nana Ampomah muss mit einem Muskelfaserriss längere Zeit aussetzen.

Eine naheliegende Variante für die linke Außenbahn wäre es somit, Markus Suttner vor Niko Gießelmann auflaufen zu lassen. Auch auf der rechten Seite ist – besonders zu Beginn der Saison – das erfolgreiche Duo aus der vergangenen Spielzeit, Matthias Zimmermann und Jean Zimmer, der seine Sprunggelenkverletzung auskuriert hat, eine Option.

Stürmer Dawid Kownacki wird nach seinem Muskelfaserriss in Bremen noch nicht im Kader stehen, könnte dem Vernehmen nach aber noch vor der Länderspielpause wieder in den Kader rücken.

Einen besonders positiven Eindruck hinterlässt der 18-jährige Kelvin Ofori. „Er hat noch viel zu lernen, aber er macht mir schon richtig Spaß, das muss ich zugeben“, sagt Funkel.

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