Deutsche Eishockey-Liga

Sieg in Wolfsburg: Die DEG darf schon wieder feiern

Maximilian Kammerer jubelt nach seinem Siegtreffer zum 3:2 für die DEG.

Maximilian Kammerer jubelt nach seinem Siegtreffer zum 3:2 für die DEG.

Foto: Birgit Häfner

Düsseldorf.  Das 3:2 bei den Grizzlys Wolfsburg ist der siebte Sieg in Serie. Auch ein 1:2-Rückstand bringt die Düsseldorfer nicht aus der Spur.

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Tobias Eder und Marco Nowak mussten auf der Rückfahrt auf die Zähne beißen. Die beiden DEG-Profis hatten sich jeweils ohne Rücksicht und Verluste in Schlagschüsse der Grizzlys Wolfsburg geworfen, die mit letzter Verzweiflung auf den Ausgleich drängten – und der Einsatz wurde belohnt. Die Düsseldorfer landeten mit 3:2 (1:0, 0:2, 2:0) ihren siebten Sieg in Folge in der Deutschen Eishockey Liga. Herausragend war dabei auch ihre Bilanz aus dem schweren Drei-Spiele-Paket innerhalb von fünf Tagen: sieben von neun möglichen Punkten.

Zum zweiten Mal in nur 48 Stunden haderten die Düsseldorfer allerdings mit einem verfrühten Schiedsrichter-Pfiff. Beim 2:1-Sieg nach Penaltyschießen über die Krefeld Pinguine am Freitagabend hatte sie ein solcher einen Punkt gekostet, denn Reid Gardiners Treffer kurz vor Ende der regulären Spielzeit wäre absolut regulär gewesen – nur hatte der hinter dem Tor postierte Referee abgepfiffen, weil er fälschlicherweise angenommen hatte, Krefeld Goalie Dimitri Pätzold habe den Puck zuvor festgehalten.

Wieder abgepfiffen

Am Sonntag in Wolfsburg passierte nun nahezu das Gleiche. Die Rot-Gelben bejubelten in der elften Minute das vermeintliche 0:1 von Jerome Flaake, das der am Tor stehende Unparteiische auch anzeigte, ehe dessen schlechter postierter Kollege zugab, vorher abgepfiffen zu haben. Die DEG ärgerte sich mächtig, und die Aufregung wäre sicher nachhaltiger gewesen, wenn Kenny Olimb nicht dieselbe Überzahl zur tatsächlichen Führung genutzt hätte. „Ein großartiger Pass von Luke Adam, und dann habe ich das Ding gut erwischt“, beschrieb der Norweger in der Drittelpause. „Jetzt müssen wir nur die Ruhe bewahren und genauso weitermachen.“

Doch genau das gelang den Gästen zunächst nicht. Zwar blieb die DEG optisch überlegen, doch sie ließ in den zweiten 20 Minuten den letzten Zug zum Tor vermissen. Und so fielen die Schützlinge von Trainer Harold Kreis aus allen Wolken, als die Grizzlys binnen 83 Sekunden aus dem Nichts die Partie drehten. Der Ex-Düsseldorfer Spencer Machacek in Überzahl (Kapitän Alex Barta saß gerade eine Strafe wegen Beinstellens ab) und Gerrit Fauser brachten die zuvor völlig auf verlorenem Posten stehenden Wolfsburger überraschend nach vorn.

Aber die DEG zeigte auch in Wolfsburg wieder ihre größte Qualität. In schwierigen Situationen kann sich die Mannschaft immer wieder steigern, kämpferisch noch einmal einen draufsetzen. So schlug dann zunächst Bernhard Ebner in Unterzahl und anschließend Maximilian Kammerer im Powerplay zu – 3:2 für die DEG, nicht zuletzt wegen der Stärke ihrer Special Teams in Unter- und Überzahl.

Scheibe vom Tor weggehalten

Und dann waren da natürlich noch die Sicherheit von Torhüter Mathias Niederberger sowie der schmerzhafte Einsatz von Eder und Nowak. „In der Schlussphase kommt es nur noch darauf an, die Scheibe vom Tor wegzuhalten“, kommentierte Eder bescheiden, „und das haben wir geschafft.“ Die Siegesserie, so versicherte der 21-Jährige, lasse ihn kalt: „Uns kommt es nur darauf an, dass wir uns immer weiter steigern.“

Falls das auch am Donnerstag (19.30 Uhr, ISS Dome) gegen den ERC Ingolstadt gelingt, dürfen sich die Fans schon freuen. (jol)

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