Fußball-Bundesliga

„Tausch“ bei Fortuna perfekt: Tekpetey kommt, Raman geht

Bernard Tekpetey (Mitte) ist bereits im Fortuna-Trainingslager eingetroffen.

Bernard Tekpetey (Mitte) ist bereits im Fortuna-Trainingslager eingetroffen.

Foto: Christof Wolff

Düsseldorf.  Fortuna und der Ligakonkurrent FC Schalke 04 haben die Wechselformalitäten endlich erledigt. Benito Raman ist weg, Bernard Tekpetey ist da.

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Die Geschichte des Transfers von Benito Raman zum FC Schalke 04 und des damit verbundenen Wechsels von Angreifer Bernard Tekpetey aus Gelsenkirchen zu Fortuna Düsseldorf war zäh wie ein Kaugummi – und zuletzt vollkommen ungenießbar. Seit etlichen Tagen ist klar, dass beide Vereine sich einig sind, doch die Verkündung ließ auf sich warten. Seit Freitagnachmittag hat das Hin und Her endlich ein Ende. Fortuna verkündete um Punkt 15 Uhr, dass Tekpetey für zwei Jahre ausgeliehen werde und der Verein anschließend eine Kaufoption besitze.

Wenig später machte sich der Ghanaer bereits auf den Weg zum Wiesensee nahe dem Westerwald-Städtchen Westerburg, wo Fortuna ihr erstes Trainingslager im Rahmen der Sommervorbereitung absolviert. Er sei sehr froh, endlich bei Fortuna angekommen zu sein, gab der 21-Jährige zu Protokoll. „Nach den Gesprächen mit den Verantwortlichen und meinem ersten Eindruck von der Fortuna habe ich ein sehr gutes Gefühl“, erklärte Tekpetey. „Meine erste Aufgabe wird es nun sein, mich in die Mannschaft zu integrieren. Über längere Sicht möchte ich dabei helfen, unsere Ziele zu erreichen.“ Dabei werden ihn seine neuen Kollegen sicher schnell davon überzeugen, dass es auch in Fortunas zweiter Saison im deutschen Oberhaus nur um den Klassenerhalt gehen kann.

Schnelligkeit ist ein Faktor

Tekpetey kann mit seiner Schnelligkeit durchaus ein Faktor für den Erfolg werden. Fortuna hatte sich bereits früher für den Afrikaner interessiert, der von Schalke an den SC Paderborn verkauft worden war. Als die Ostwestfalen dann aber nicht zuletzt dank Tekpetey enormen Erfolg hatten und sogar in die Bundesliga aufstiegen, machte Schalke von seiner Rückkauf-Option Gebrauch – und so wurde Tekpetey zur Verhandlungsmasse im Transfergerangel um Fortunas Zehn-Tore-Stürmer Benito Raman, den es nach Gelsenkirchen zog.

„Bernard Tekpetey passt perfekt in unser Anforderungsprofil“, erklärte Pfannenstiel. „Er ist ein junger, entwicklungsfähiger Spieler, und ich bin davon überzeugt, dass er seine Stärken auch eine Klasse höher zeigen kann.“ Bei Trainer Friedhelm Funkel ist er da sicher in den richtigen Händen.

Ob Raman ohne die Nestwärme des für seinen Teamgeist bekannten Düsseldorfer Kaders und nicht zuletzt ohne Funkels Führung auf Schalke glücklich wird, muss sich erst noch zeigen. Das jedoch muss dann Fortunas Sorge nicht mehr sein. „In harten, aber jederzeit fairen Verhandlungen mit dem FC Schalke 04 haben wir ein wirtschaftlich sehr gutes Ergebnis für Fortuna erzielt“, fasste der Düsseldorfer Vorstandsvorsitzende Thomas Röttgermann zusammen. Er hatte vorab angekündigt, Raman „nur für eine unanständige Summe“ gehen lassen zu wollen. Ob die nun aufgerufenen rund 13 Millionen Euro diesem Maßstab entsprechen, darf jeder für sich selbst beantworten. (jol)

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