Boxen

Timo Rost peilt nächste Herausforderung an

Timo Rost bereitet sich derzeit auf den nächsten Kampf vor.

Timo Rost bereitet sich derzeit auf den nächsten Kampf vor.

Foto: Wandrey

Düsseldorf.   Nach seinem Sieg gegen Sadettin Keser könnte der Düsseldorfer bald in Schottland kämpfen – um seinen Bekanntheitsgrad zu steigern.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Erst ein rechter Haken, dann eine rechte Gerade! Mit diesen beiden Schlägen in der fünften Runde traf Timo Rost seinen Gegner Sadettin Keser im Ring der Uni-Halle in Wuppertal so hart, dass dieser zu Boden ging und seine Ecke zum Zeichen der Aufgabe das weiße Handtuch warf. Unter dem Jubel seiner 500 Fans, die aus der Landeshauptstadt mitgereist waren, freute sich der Gerresheimer ausgelassen im Ring über den Gewinn des internationalen WBF-Titel im Super-Mittelgewicht. Der Sieg gegen Keser, sein siebter Erfolg im achten Profikampf, ist zweifelsohne der bisherige Höhepunkt von Rosts sportlicher Karriere.

Danach gab es für den einstigen deutschen Hochschulmeister erst einmal eine wohlverdiente Pause vom Boxsport. „Eine größere Pause pro Jahr ist wichtig“, sagt der zukünftige Master-Absolvent in der Gesundheits- und Bewegungswissenschaft, hat aber mittlerweile wieder mit einem moderaten Aufbauprogramm begonnen. „Bald steigere ich mein Pensum wieder bis zu elf Trainingseinheiten in der Woche“, lautet sein Plan. Das wird auch dann nötig sein. Denn auf den Boxer, dessen Gewicht zwischen 72 und 76 Kilogramm schwanken darf, könnte es bald wieder heißen „Ring frei – für Runde eins“.

Managerin führt Verhandlungen

Seine Managerin Eva Dzepina steckt mitten in den Gesprächen und Verhandlungen, die für einen neuen Kampf des 27-Jährigen notwendig sind. „Da gibt es neben den finanziellen Aspekten viel zu beachten“, erklärt die Rechtsanwältin ihre umfangreiche Arbeit dafür. So will die Auswahl des Gegners sorgfältig überlegt sein. „Timo soll auf jeden Fall einen Kampf bekommen, indem er durch einen Sieg weitere Punkte in der Rangliste sammeln kann, also einen schlagbaren, aber auch nicht zu schwachen Gegner.“ Dazu könnte sich am 9. November in Velbert eine Möglichkeit im Rahmen der „Master-Convention“ bieten, bei der sich die Meister der WBF treffen und über zukünftige Kämpfe beraten. „Unser Wunsch wäre ein Revanchekampf gegen den Italiener Constantin Pancrat, gegen den Timo im ersten Aufeinandertreffen durch ein umstrittenes Urteil nur ein Unentschieden zugesprochen bekam“, sagt Dzepina.

Vielleicht bietet sich für ihn bereits vorher eine Möglichkeit, seine Kampfbilanz zu verbessern. „Ich bekomme eventuell die Chance in Glasgow, in den Ring zu steigen. In einem Kampf im Ausland müsste ich zwar auf die sensationelle Unterstützung meiner Fans aus Düsseldorf weitgehend verzichten, könnte aber schnell bekannter werden, besonders durch einen Kampf in Großbritannien, in dem Boxen sehr populär ist“, nennt Rost die Vor- und Nachteile eines Kampfes auf der Insel. Zunächst aber folgte für ihn nach dem Titelgewinn im Super-Mittelgewicht auf einem ganz anderen Gebiet der zweite Höhepunkt in diesem Jahr. Am 22. Juni heiratete er im Rathaus von Düsseldorf seine Laura Katharina. Die Trauung nahm Oberbürgermeister Thomas Geisel vor. (mjo)

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben