3. Liga

Aufstieg des MSV Duisburg am Grünen Tisch wäre fraglich

DFB-Schatzmeister Stephan Osnabrügge mahnte die Vereine der 3. Liga, die Saison fortzusetzen.

DFB-Schatzmeister Stephan Osnabrügge mahnte die Vereine der 3. Liga, die Saison fortzusetzen.

Foto: Frank Rumpenhorst / dpa

Duisburg.  Die DFL plant eine Satzungsänderung, von der auch die 3. Liga und der MSV Duisburg betroffen wären. Den Zebras droht das „Worst-Case-Szenario“.

Die Position des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg im Gezerre um die Saisonfortsetzung steht: Der Spitzenreiter will sportlich den Sprung in die 2. Bundesliga schaffen. Sollte es zu einem Abbruch kommen, erheben die Meidericher den Anspruch, am grünen Tisch aufzusteigen. Die zweite Variante könnte sich jedoch in Luft auflösen. Wie am Mittwoch bekannt wurde, plant die DFL kurzfristig eine Satzungsänderung, nach der ein Aufstieg bei Abbruch in Frage gestellt wäre.

In der Vorlage geht es um die Auf- und Abstiegsregelungen der beiden Bundesligen, wovon auch die 3. Liga betroffen wäre. Laut „Kicker“ lautet der Text in der Vorlage so: „Im Verhältnis zwischen der 2. Bundesliga und der 3. Liga soll das gelten, wenn auch die 3. Liga die Spielzeit in vergleichbarem Umfang wie die 2. Bundesliga absolviert hat.“

MSV Duisburg bereitet sich auf Ligastart vor

Also keine Aufsteiger bei Abbruch der Saison? DFB-Schatzmeister Stephan Osnabrügge hatte schon im Rahmen eines Interviews auf der Internetseite des Deutschen Fußball-Bundes in der vergangenen Woche erklärt: „An der Wiederaufnahme des Spielbetriebs müssten die Klubs der 3. Liga das größte Eigeninteresse haben, auch wirtschaftlich. Denn nur dann kann sichergestellt werden, dass ein Aufstieg in die 2. Bundesliga stattfindet.“

Eine Annullierung der Saison bezeichnet MSV-Präsident Ingo Wald als „Worst-Case-Szenario“. Der MSV bereitet sich aktuell intensiv auf den Ligastart mit der Auswärtspartie beim TSV 1860 München am 26. oder 27. Mai vor.

RB Leipzig erteilt Halle eine Absage

Der FC Carl-Zeiss Jena ist von einer intensiven Vorbereitung noch weit entfernt. Die thüringische Landesregierung verlängerte das Verbot des professionellen Mannschaftssports bis zum 5. Juni. Der Start des Mannschaftstrainings ist beim FC Carl Zeiss weiterhin nicht absehbar.

Der DFB hat für den Fall von Stadionsperrungen Spielorte auf neutralem Boden ins Gespräch gebracht. Für den Halleschen FC wäre ein Umzug nach Leipzig eine Option gewesen. Daraus wird aber nichts. „ Aufgrund der eng getakteten Wettbewerbe ist eine zusätzliche Mannschaft in der Red-Bull-Arena nicht darstellbar“, erteilte Bundesligist RB Leipzig den Nachbarn aus Sachsen-Anhalt eine Absage. Der MSV spielte in der Saison 2010/11 im DFB-Pokal in Leipzig gegen Halle.

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