FVN-Pokal

Das Team von Genc Osman Duisburg genoss das Spiel in Essen

Auch Genc-Trainer Marcin Baluch genoss den Auftritt an der Hafenstraße in Essen.

Auch Genc-Trainer Marcin Baluch genoss den Auftritt an der Hafenstraße in Essen.

Foto: Thorsten Tillmann

Duisburg.  Trotz der 0:5-Niederlage fuhren die Spieler von Genc Osman Duisburg zufrieden nach Hause. Allerdings gab es eine Verletzung.

Es war die schönste Niederlage der Vereinsgeschichte, obwohl sie vielleicht um ein, zwei Tore zu hoch ausgefallen ist. Für die Landesliga-Fußballer des SV Genc Osman Duisburg war der Auftritt im FVN-Pokalspiel am Mittwochabend beim Regionalligisten Rot-Weiß Essen trotz der 0:5-Niederlage ein Highlight. „Wir haben alles genossen. Ich hoffe, wir bekommen im nächsten Jahr ein ähnliches Los“, sagte Flügelspieler Justin Bock nach der Partie in dem Katakomben des Essener Stadions.

Die Neumühler trauerten aber auch verpassten Gelegenheiten nach. Die beiden frühen Elfmeter waren unnötig. Damit war der Traum von einer Pokal-Sensation bereits geplatzt. Beim Versuch, dem Favoriten wenigstens ein Tor einzuschenken, hätte die Mannschaft zielstrebiger sein müssen. „Ali Basaran hatte so eine Chance. Er war durch, macht aber noch einen Schlenker“, sagte Genc-Trainer Marcin Baluch. Justin Bock brachte es letztlich auf den Punkt: „Die Essener sind Profis, die wollen in die 3. Liga. Da gibt am Ende die individuelle Qualität den Ausschlag.“

Marcin Baluch hatte im Tor Adnan Laroshi den Vorzug gegenüber Abdullah Daghan gegeben. „Adnan verfügt über eine sehr gute und schnelle Spieleröffnung, erst ist ein sehr guter Fußballer. Unser Ziel war es, über unsere schnellen Spieler Essen Probleme zu bereiten“, erklärte der Trainer. Beim Ligastart am Sonntag beim VfB Solingen wird Abdullah Daghan im Genc-Tor stehen. Baluch: „Danach werden wir entscheiden, wer die Nummer eins ist.“

„Wollen auf dem Boden bleiben“

Zufrieden war auch Erkan Üstünay. „Es hat sich gelohnt, dass ich meinen Urlaub unterbrochen habe. Es war eine Ehre, dass wir in diesem Stadion spielen durften“, so der Genc-Funktionär, der am Donnerstag schon wieder in die Türkei zurückkehrte. Üstünay erinnerte an die Anfänge des Vereins vor zwölf Jahren in Alt-Hamborn: „Unsere Idee war damals, dass der Sport eine Stütze für unsere Jugendarbeit sein sollte.“ Dass Genc eines Tages in einem Pflichtspiel bei Rot-Weiß Essen zu Gast sein würde, erträumte sich damals niemand.

Vor der neuen Landesliga-Saison will Üstünay den Ball flach halten. „Wir wollen uns im zweiten Jahr in der Liga etablieren. Wir haben unsere Mannschaft erheblich verjüngt. Dieses Team braucht Zeit, um sich zu entwickeln. Wir wollen auf dem Boden bleiben und der Truppe nicht den Druck geben, den man uns von außen immer gibt.“ Er sagt aber auch: „Wenn wir die Chance haben, aufzusteigen, dann nehmen wir das natürlich mit.“

Einen Wermutstropfen gab es an der Hafenstraße dann aber doch. Abwehrspieler Burak Akarca zog sich eine Kapselverletzung am Zeh zu.

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